Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
schmiegt, aber nicht auf der Grabsohle, sondern 48 cm höher, mit der Spitze nach dem Toten, fast in senkrechter Stellung gefunden. Aus der Lage ist es eindeutig, daß er zwischen den Sarg und die Grabwand gestellt wurde. Die Lage des Schildbuckels macht die Rekonstruktion des zugrunde gegangenen hölzernen Schildkörpers möglich. Von der westlichen Ecke des Grabes könnte er ca. von 28 cm weit, 48 cm höher als die Grabsohle gelegen haben. Der Schild konnte in senkrechter Richtung jedenfalls größer als in Querrichtung gewesen sein. Im Grab 38 lag der Schildbuckel an der westlichen Längs wand außer dem Sarg, leicht schief, mit der Spitze nach der Grabwand. Es scheint, daß der Schild in beschädigtem Zustand an die Grabwand gelehnt wurde. Der Durchmesser des Schildbuckels beträgt 16 cm, seine Höhe 10 cm. Im Gegensatz zu den Schildbuckeln von Tiszadob und Mezőszemere kann die absichtliche Beschädigung bei keinem der in Tiszavalk vorgekommenen zwei Schildbuckel angenommen werden. Der Schildbuckel des Grabes 6 ist bruchstückhaft, aber seine Schildfessel blieb unbeschädigt erhalten. 571 Die Beschädigungen des Schildbuckels entstanden eher in der Erde im Laufe der Zeit, sie können keine absichtlich verursachten Beschädigungen sein. Dasselbe kann über den Schildbuckel des Grabes 19 574 gesagt werden. Es ist ebenfalls beachtenswert, daß sich die Riemenfessel des Schildes am Ort der Benutzung neben dem Schildbuckel auf beiden Exemplaren von Tiszavalk befanden. Wichtige Details sind über den im Grab 34 von Tiszadob vorgekommenen Schild bekannt. Der Rand des Schildbuckels bog sich an mehreren Stellen auf, der Kegel selbst deformierte sich oval, 575 aber die Schildfessel ist unbeschädigt. Nach der Meinung der Ausgräberin 576 könnte der 7 mm dicke Schild einen Durchmesser von 70-80 cm gehabt haben. Da müssen wir einen kleinen Abstecher machen. Die Verfärbung des Sarges zeichnete sich in dem 120 cm tiefen Grab in einer Tiefe von 70 cm. Auch der Schildbuckel kam in dieser Tiefe, innerhalb der Verfärbung des Grabes, über der Spitze des Schwertes, außerhalb des unteren Teiles des linken Oberschenkelknochens vor. Der Schildbuckel lag an der nordwestlichen Wand der Grabgrube, in einer Tiefe von 45 cm. 577 Auch vier kleine Eisenklammern, die vermutlich zum Schild gehörten, wurden hier gefunden. 578 Bei der Rekonstruktion des Schildes von Tiszadob ist die dreidimensionale Anschauungsweise unerläßlich. Aufgrund der oben behandelten Grabangaben und der Grabzeichnung können die folgenden festgestellt werden: Der Schildbuckel lag schief, mit seiner Spitze nach der Grabwand. Denkt man den erhalten gebliebenen Teil des hölzernen Schildkörpers daran hinzu, könnte der Schild in einem Winkel von 45° gelegen haben. Der Schildbuckel kam auf dem Niveau vor, wo sich der Sarg abzeichnete. Also: Entweder lehnte sich der auf den Sarg gestellte gebrochene Schildteil an die Grabwand - aufgrund dessen ist ein ovaler oder kreisförmiger Schildkörper mit einem Radius ca. von 70 cm vorstellbar - oder es ist mit einem 140 cm langen rechteckigen Schildkörper zu rechnen. Man könnte es auch im gebrochenen Zustand, so, daß der Schildbuckel vom Schildkörper abbrach, in den Sarg gestellt haben. In diesem Fall wurde 573 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, Abb. 11. 10-11. 574 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, Abb. 19. 9-10. 575 S. ISTVÁNOVITS Eszter 1993, Abb. 15. 1. 576 ISTVÁNOVITS Eszter 1993, 138. Die rekonstruierte Größe wurde nicht begründet. 577 Auf der kleinen Grabzeichnung wurde es nicht dargestellt. 578 Die Rekonstruktion wurde von Eszter Istvánovits nicht ausführlich dargelegt. 102