A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1980 (Debrecen, 1982)

Történelem - Kormos László: Das Toeranzedikt und die Trans-Theissgegend

sehen Kirchenangelegenheiten aus: auf die Fragen der kirchlichen Lehre, der Litur­gie, der Taufe, des Abendmahls, der Ehe, der Konvertierung, der Stammbuchführung, der Versammlungsorganisierung, des Gesanges sowie des Liebesdienstes, welche auch diese Studie anschneidet. Der Verfasser hält es für erwähnenswert, dass es infolge des Toleranzedikts zwischen den Seelsorgern der Trans-Theissgegend zu jener Bewe­gung für das Heraustreten aus dem Status der Leibeigenschaft kam, welche zu einem bedeutsamen Helfer bei der Entfaltung der reformistischen Ideen wurde. In der vorliegenden Studie bekommt die an die Trans-Theissgegend gebundene Problematik des Zusammenhanges und der Wechselwirkung der Ratio Educationis und des Edictum Tolerantiae starkes Gewicht. Der Verfasser erbringt den Beweis, dass die Reformatorischen aus der Trans-Theissgegend durch ihr Festhalten an ihren schu­lischen und erzieherischen Traditionen im Geiste der Toleranz den fortschrittlichen Gedanken der Ratio Educationis gegenüber der auf dem katholischen Zentralismus aufbauenden Schulpolitik schützten. Mit Zahlenangaben bekräftigt er, dass die Re­formatorischen aus der Trans-Theissgegend den Verhältnissen der Zeit entsprechend eine erfolgreiche grundlegende Volksschulbildung genossen. Weniger begünstigt war die Einschulung in jenen Komitaten der Trans-Theissgegend, wo die gegenreforma­torischen Massnahmen vom Komi tat das Reformatentum fesselten. Zum Schluss liefert diese Studie Beiträge zu dem — auch weiterer Erforschung würdigern — Zusammenhang der gegen Ende der Herrschaft Joseph II. auftretenden gesellschaftlichen Unzufriedenheit, welche der Wiener Hof zum Abbau des Widerstan­des im Komitat und zur Durchsetzung der Schulpolitik während der Leibeigenen­bewegungen von Hora — Kloska in Transsylvanien und in Oberungarn nutzen wollte. Diese Arbeit teilt ein reichhaltiges archivarisches Material mit, und mit statisti­schen Angaben, die auf das derzeitige erzieherische Niveau der reformatorischen Schulen hinweisen, unterstützt sie ihren Standpunkt. 150

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