Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Tomka Péter: A honfoglalás korától a török időkig. Amit Győr középkori történetéről megismertünk

Vielleicht ist dem Leser aufgefallen, dass bisher stets nur von Häusern die Rede war, und die Objekte nun vorsichtig als „Gebäude” bezeichnet werden. Der Grund: in keinem davon existierte eine Feuerstelle. Was sich uns auftat, hatte wohl die Funktion eines Lagerhauses, die tiefer gele­genen die eines Kellers. Es stimmt, dass wir uns, was die Funde betrifft, nur auf einen Fall berufen können: beim Gebäude Nr. 235 ist ein Teil abgebrannt, im Schutt wiesen die Botaniker beträchtliche Mengen verkohlte Getreidekörner (Weizen, Roggen, Hafer, sowie Samen aller möglichen, damit einhergehenden Unkrautpflanzen) nach. Wo der Besitzer selbst wohnte, wissen wir nicht mit Sicherheit. Weit entfernt konnte es nicht gewesen sein, am ehesten kommt das Obergeschoss in Frage (die soliden Holzkonstruktionen waren sehr wohl geeignet, noch eine Etage zu tragen). Die Funde bezüglich des Haushaltes wiederum gelangten darum nicht unter die Trümmer, weil man sie wohl weggebracht hat. Diese Beobachtung führt uns zur nächsten Überraschung. Denn hinter den südlichen Gebäuden fanden wir auch zahlreiche viereckige oder runde Gruben beträchdicher Größe. Ihr Auffassungsvermögen (mit Ausnahme der 1-2 m3 großen) war um ein vieles größer als die Gruben der einstigen Bauernwirtschaften, betrug 9-10 m3, in einem Fall sogar 15 m3. Was man auch darin aufbewahrte, heute würde man sagen, dass es eine handelsübliche Menge war. Mehrfach konnten wir beobachten, dass die Ränder der Grube mit Brettern ausgelegt waren. Und die Überraschung dieser Überraschung: das im Verlauf der Schließung der Gruben eingefüllte Fundmaterial. Sowohl quantitativ, als auch qualitativ und was die Form betrifft. Wir fanden unversehrte, oder ergänzbare Gefäße, ganze Serien davon, zur Seite gekippt, mit dem Grund nach oben, in allen möglichen Lagen so, wie man sie in die Grube warf. Es gab unversehrte Kessel, vor allem Töpfe, aber auch anderes. Wir entdeckten Gruben mit 9 unversehrten oder fast unversehrten Gefäßen. 85

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