Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Tomka Péter: A honfoglalás korától a török időkig. Amit Győr középkori történetéről megismertünk

Was insbesondere außerordentlich interessant war, waren diejenigen Fragen, die durch die auch landesweit einzigartige, umfangreiche Serie der unversehrten Gefäße aus der späten Arpadenzeit (13. Jh.) aufgeworfen wurden! Versuche für die unterschiedlichsten Erklärungen klangen an (Depot eines Töpfers, Handelsware, Andenken an volkstümliche Zauberei...) und es bestand nicht einmal die Hoffnung, irgendwann der Lösung näher zu kommen. Weitere Untersuchungen der Umgebung ergaben vereinzelte Funde des Friedhofes aus dem 10-13. Jahrhundert, die aus dem Bereich des Wasserturms stammten, des weiteren die vom Gelände der ehemaligen Star-Garage entlang der Budai Straße herrührenden Siedlungsfunde, etwTas weiter dann den Fundort „Üjszállások“, топ wo es infolge des Friedhofes aus der Arpadenzeit und sonstiger Funde im Jahre 1967 gelang, ein halb in den Boden vertieftes Wohnhaus aus der Arpadenzeit zu erschließen. Die östliche Vorstadt zog sich also auch noch weiter hin. Was wir jedoch nicht mit Sicherheit wussten, war, ob die beiden Gruppen der Fundorte eine zusammenhängende Siedlungskette gebildet hatten oder nicht. Wir hofften also, etwas zu finden. Und wir hatten Glück! Die erste Überraschung für uns war, dass es auf dem zu bebauenden Gelände gelang, ein zusammenhängendes, unberührtes oder zumindest fast unberührtes und er­schließbares Gelände zu finden dort, wo man beim Planieren der Anhöhen der die Donau begleitenden Dünen den Hang nicht mehr abtragen, sondern sogar auffüllen musste. Wir fanden auch die Sandgruben der „Homokgödrök”, dort jedoch gab es für uns nicht mehr viel zu suchen. Das erschlossene Gelände war vom 10. Jahrhundert bis zum Ende des 13. Jahrhunderts fort­laufend bewohnt, in dem sich zur Stadt hin erstreckenden Teil wohnte man sogar bis zum 16. Jahrhundert. Unsere Ahnungen bestätigten sich, und es wurde inzwischen durch Funde belegt und dokumentiert, dass die vorher erwähnten zwei Gruppie­rungen miteinander verbunden waren. In Kenntnis des Dargelegten war die zweite Überraschung eigentlich gar keine so große Überraschung mehr. In dem Zeitraum von nahezu fünfhundert Jahren (auch gewichtet mindestens 350 Jahre!) wurden die jeweils neuen Häuser und sonstigen Bauwerke auf die älteren errichtet, standen in der Sprache der Archäologen im schichtenkundlichen (stratigraphischen) Verhältnis zuein­ander. Einige Häuser wurden noch in frühesten Zeiten renoviert. 69 i I

Next

/
Oldalképek
Tartalom