Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Bíró Szilvia: Sírok és leletek. Római temető a Vagongyár területén

Mit besonders reichen Beigaben wurde dasjenige Kleinkind versehen, dessen Grab in den letzten Tagen der Ausgrabung freigelegt wurde (Grab Nr. 627). Hier konnten im Grab Über­bleibsel einer Balkenkonstruktion beo­bachtet werden, welche die Seiten­wände der Grube stüzten. Der Sarg selber war bedeutend kleiner, mit den Gebeinen eines 5-7 jährigen Klein­kindes. Beim Kopf des Kindes waren ein grosser gelber Krug, eine Amphora und ein Glas plaziert. Endang des Sar­ges konnten noch mehrere grössere­­kleinere Bronzebeschläge gefunden werden, die eventuell die Aussen­­verzierungdes Sarges bildeten. Besondere Beigaben kamen aus dem Grab Nr. 262 zum Vorschein. Ledig­lich die Beigaben des Kindes konnten die vergangenen fast 2000 Jahre überstehen. Um seinen Hals kam eine kleinere Halskette, daran, neben aus Bernstein gefertigten und anderen Glasperlen, ein kleines Fayance- Amulett. Das winzige grünliche Amulett bildet die ägyptische Gottheit Bes mit seiner hohen Kopfbedeckung, struppeliger äusseren Erscheinung, üppigem Bart ab. Bes verkörperte unter den ägyptischen Gottheiten den „Clown” der Götter, daneben den Beschützer von Kindern. Wahrscheinlich wurde es aus diesem Grund um seinen Hals gehängt: es sollte womöglich das Übel vom Kinde verscheuchen. Das ist der erste Ausgrabungsfund aus Arrabona, welcher möglicherweise ägyptischen Ursprungs ist, oder zumindest ägyptischen Einfluss aufweist. Neben dem Amulett zieren noch eine rombusförmige Bernsteinperle und mehrere kleinere Glaspaste-Perlen die Halskette. Ausser der Halskette wurde noch eine einige Zentimeter grosse Kleider- Spange ausfindig gemacht, welche ein Pferd abbildet. Die Fibeln mit Tierfiguren erfreuten sich grosser Beliebtheit in der frührömischen Zeit, man kann Vögel, Leoparden, Hasen an diesen Fibeln an­treffen (s. das Fundmaterial des Gräberfeld „Homokgödör”). 57

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