Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)
Daróczi Szabó László et al.: Csontok és magvak. A természettudományos vizsgálatok eredményei
Aut ihrer Schale sind die Bohrspuren einer ihrer Zeitgenossen, einer räuberischen Schneckenart deutlich zu erkennen. Die diese Arten cinschlicssende Sedimente finden sich im Becken des aus Richung Wien eindringenden Miocen-Meeresarms, sie wurden mit grosser Wahrscheinlichkeit bei Sopron oder noch weiter entfernt, auf österreichischem Gebiet aus den seichten Sedimentschichten gewonnen, um schliesslich dem Kleinkind von Waggonfabrik als jenseitiger Schmuck zu dienen. Die Analyse des antropologischen Materials (Bestimmung von Geschlecht, Alter und anderen antropologischen Merkmale der menschlichen Überresten) entfaltet ihre endgültige Bedeutung erst im Laufe der umfassenden Bearbeitung des Fundmaterials, die Zusammensetzung der Beigaben steht nämlich in enger Korrelation mit dem Alter, Geschlecht, gesellschaftlichem Rang der/des Beigesetzte/n. Die Bestimmung aus den Einäscherungsgräbern stammenden Calzinate (winzige, gebrannte Menschenknochen) gestaltet sich naturgemäss nicht immer leicht, die antropologischen Merkmale können im Laufe der Einäscherung verloren gehen, trotzdem konnten die Untersuchungen wichtige Daten ans Tageslich fördern. Das Objekt 105 (dieses unterschied sich auch in seiner Kreuzform und mit den 15 Öllampenn von den Übrigen) z. B. schloss die Asche eines Neugeborenen und eines Erwachsenen in sich ein, gleich der Urne des Grabes 430: es handelt sich wahrscheinlich in beiden Fällen um Mutter und ihr Kind. Die Analyse von Flolzkohlenresten der Einäscherungsgräber hat in Bezug auf die unmittelbare Umgebung des Gräberfeldes wichtige Anhaltspunkte geliefert. In den Scheiterhaufenresten ist die Eiche, in erster Linie die feuchtigkeitsliebende Stieleiche dominant. Dies ist ein Hinweis auf den Herkunftsort der Bäume: diese Bäume haben in feuchtigkeitsreichen Augebieten gedeiht. Ausser der Eiche anzutreffenden Er/e und Ulme sagt dieses Biotop auch zu. All das - ergänzt durch die Ergebnisse der Aus-grabungen 2006, als wir auf die aufgeschütteten Schichten des Überflutungsgebietes zwischen Árkád und Donau stiessen — liefert den eindeutigen Beweis dafür, dass sich das römische Gräberfeld in der unmittelbaren Nähe, am Ufer des Überflutungsgebietes erstreckte. Auch aus der „Periode der sog. Grosshäuser” der mittelalterlichen Siedlung verfügen wir über zahlreiche botanische und zoologische Angaben. Unter den Holzkohlenresten der Objekte aus der Arpádenzeit ist die Stieleiche vertreten, es sind aber andere Fichtenarten auch in Erschienunggetreten (Tanne, bzw. Kiefer). 123 T