Székely Zoltán (szerk.): Arrabona - Múzeumi Közlemények 48/2. (Győr, 2010)
Tanulmányok - Mennyeiné Várszegi Judit: Dr. Kovács Pál (1808. július 1 - 1886. augusztus 13.) Válogatott bibliográfia
ARRABONA 2010. 48 / 2. TANULMÁNYOK 30 KB Győr Belváros. Damit ist er höchstwahrscheinlich am 28. Oktober 1814 geboren, da seine Geschwister im Zensus von 1857 den Tag vor ihrer Taufe als Geburtsdatum angaben. 31 Fälschlicherweise wird hier Alajos, anders als auf der folgenden Seite, als „Unger János” bezeichnet (vgl. Bedy 1930, 28.) Ansonsten ist bislang nur bekannt, dass er als Zehnjähriger bereits die Nationale Zeichenschule besuchte, die aber viele Győrer Bürgersöhne als eine Art Grundschule besuchten, ehe sie auf das Gymnasium wechselten, so auch alle Brüder von Alajos. Eine künstlerische Ausbildung im engeren Sinne war dies daher eher nicht. Dies zumal die mittelmäßigen Leistungen, die der Lehrer Ottó Hieronymi (dort Lehrer von August 1818 - Jänner 1829) Alajos attestierte, darauf hinweisen, dass dieser damals wohl noch keine ernsthaften künstlerischen Ambitionen hatte bzw. das Verhältnis zu dem Lehrer nicht gut war. (GDA Schularchiv LXXXI. Doboz Zeichenschule) 32 ADBKW Protokoll Bände 7/264 und 38/28, Protocoll. „Zeichnen bey den Anticen”, 1834-1843. Geführt von Professor Kupelwieser: S. 28, (lit. -U-), Zeile 3; persönliche Email L. Gutschi, ADABKW, 11. Dezember 2007 33 Dass Alajos bereits im Sommer 1848 Kunstunterricht anbot, kann neben zu niedriger Motivation auch die Folge der ersten Zeichen seiner Krankheit sein — falls er nicht an einer akuten, rasch verlaufenden Hepatitis litt oder diese Folge einer Verletzung war. 34 KB Győr Belváros 35 Vgl. zu diesem Thema auch Giergl-Györgyi 2006, Giergl Alajos. 36 Persönliche Email von F. Gutschi, 11. Dezember 2007, ADBKW SP Band 7/264, 14. Mai 1833. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um jenen in Győr geborenen Alois Toscano, der Beisitzer am Kriminalgericht in Wien war und der ein Verwandter des Literaturhistorikers Joseph Georg Toscano del Banner war, der 1849 ein Fundamentalwerk zur deutschen Nationalliteratur publizierte. (Steidl 2003, 228.; Thalhammer 2008, 55.; Reketzki 1955/56, 237.) Die Győrer Toscanos hatten in die Verlegerfamilie Sauerwein eingeheiratet. Stefan(o) Toscano fungierte darüber hinaus als Volkszähler (im Sinne des englischen „census enumerator”), wie seine Unterschrift auf Hausbögen, z.B. dem des Hauses 13 von József Unger, belegt. (FHL Zensus Győr Belváros 1857: Hausbogen 13/11) Außerdem gab es einen ebenfalls verwandten Zweig von Rauchfangkehrern in Nyitra, von denen Gáspár Toskano Canella als Fördermitglied des Pester Kunstvereins erscheint. (A pesti műegyesület névsora 1846,15.) 37 Dies wäre naheliegend, da auch Sándor Liezen-Mayer bischöfliche Unterstützung für seine Studien erhielt. 38 Persönliche Email Z. Székely, 1. April 2010. Ob sich der Eintrag aus Steinamanger/Szombathely im Notizbuch des jüngeren Alajos Unger vom 2. Juli 1894, in dem der Architekt Alajos Wälder namentlich erwähnt wird, auf den Verkauf der Zeichnungen bezieht, konnte bislang noch nicht abschließend geklärt werden. (FUMWM Fotografie 10/3/2009) 39 Beide Ungarische Nationalgalerie Budapest Inv. Nr. 70.214 T und 74.83 T. Die Bilder wurden respektive in den Jahren 1970 und 1974 in Auktionen von der Nationalgalerie gekauft. Das Familienbild war ursprünglich im Besitz von Alajos II Unger, kam aber nach dessen frühen Tod in die Hände der Familie seines Bruders in Budapest, die es spätestens in den 1920er Jahren veräußerte (vgl. die Provenienzangaben auf der Bildrückseite). 40 Privatbesitz. In der Reformzeit schrieb man das Werk noch dem Lehrmeister da Sestos, Leonardo da Vinci, persönlich zu. Das Original befindet sich in England (Elton Hall bei Peterborough), jedoch gibt es nicht nur eine kleinere Kopie hiervon im Fitzwilliam Museum zu Cambridge (http://www.fitzmuseum.cam.ac.uk/opac/search/cataloguesummary.html?_searchstring_=%28maker=%27Cesare%20da%20Sesto%27%29&_limit_=50&_function_=xslt&_resultstylesheet_=imagecs), sondern es waren mehrere Kopien in Italien dokumentiert. Eine davon befand sich bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in der Brera in Mailand, die damals zur dortigen Kunstakademie gehörte, deren Mitglied Leopold Kupelwieser war. Drucke des Gemäldes wurden ab Mitte der 1830er Jahre von Forster in Paris hergestellt (http://www.britishmuseum.org/research/search_the_collection_database/search_object_details.aspx?objectid=1518812&partid=l&output=People%2F!!%2FOR%2FÜ %2F32545%2F!%2F32545-261%2F!%2FPrinted + by + F + Chardon + Ain%C3%A9% 2F!%2F%2F!!%2F% 2F!!!%2F&orig=%2Fresearch%2Fsearch_the_collection_database%2Fadvanced_search.aspx¤tPage=4&numpages= 10). Wahrscheinlich malte Alajos das Bild nach einem solchen Druck. Eine ähnliche Heilige Familie ist jene sehr bekannte in der Eremitage in St. Petersburg. Das Werk Alajos Ungers ist nicht signiert, jedoch wurde bereits im 19. Jahrhundert „fede Unger” in die Mitte des oberen, zur Decke horizontalen Bereich des Rahmens eingeschnitzt. Dies ist als eidesstattliche Erklärung der Familie zu verstehen, dass es sich hierbei wirklich um ein Werk von Alajos handelt. 41 Persönliche Email Z. Székely, 8. Oktober 2011 42 GDA, PA, Testament Unger, Carolus, 5. Jänner 1895/524 43 So führt Károly 1878 an, dass er das größere in Öl gemalte Familienbild seinem Neffen Alajos vermachte. Ob es ein weiteres, kleineres Familienbild gab, wie impliziert, bleibt dabei offen. Außerdem 152