Székely Zoltán (szerk.): Arrabona - Múzeumi Közlemények 48/2. (Győr, 2010)
Tanulmányok - Mennyeiné Várszegi Judit: Dr. Kovács Pál (1808. július 1 - 1886. augusztus 13.) Válogatott bibliográfia
CLAUDIA WUNDERLICH EINE UNGARISCHE KARTENMALER- UND KUNSTLERFAMILIE... spielsweise auch anhand der Anzahl und der Differenzierung des Dienstpersonals eines Haushalts oder der geographischen Mobilität. Späteres nominal record linkage wäre damit möglich, wenn andere Quellen ebenfalls in elektronische Form überführt würden. Mit Hilfe von OLE-Einbettung könnte die Datenbank dann multimedial verknüpft werden. Dies würde eine umfassende community reconstruction ermöglichen, (vgl. auch Cameron - Richardson 2005, 72-106) 10 KB St. Mihály 11 Jankó et al. 2010, Karte В.4.3 Haus 359: Azon pincék területi megoszlása, ahonnan 1810-ben bortizedet fizettek, az adósok számával. 12 GYMSMSL RP Sopron 1808/3093 13 Krünitz nennt „Augsburg, Berlin, Bremen, Breslau, Brünn, Braunschweig, Cassel, Dresden, Goslar, Hamburg, Hanau, Hannover, Haf (sic!), Lübeck, Lüneburg, Leipzig, Linz, Memmingen, München, Neu=Brandenburg, Nürnberg, Prag, Ulm, Wien, Wismar” als „vorzüglichste Orte”, die Kartenmalergesellen in Deutschland auf der Wanderschaft besuchen sollten. (Krünitz 1773-1858, Spielkartenmacher) 14 KB St. Georg 15 Statt der Berufsbezeichnung (Spiel-)Kartenmaler finden sich auch die deutschen Ausdrücke Spielkartenverfertiger, Kartenmacher, und -fabrikant in den Quellen, dem entsprechend im Ungarischen kártyafestő, kártyakészitő usw. Die semantische Analyse der bekannten Kontexte spricht für den extrem seltenen Fall eines total synonymen Gebrauchs der Begriffe, auch wenn dies in Ermangelung entsprechender historischer Sprachkorpora empirisch derzeit nicht belegbar ist. Weder regionale, d. h. dialektale, noch sonstige soziolinguistischen Variablen sind im Wortgebrauch erkennbar. (Grimm 1854-1960, Kartenmaler, Fabrikant; Krünitz 1773-1858, Spielkartenmacher, Spielkartenmaler; Dummett 1980) 16 Károly Unger war außerdem gut bekannt mit einem weiteren Mitglied der Familie, Ferenc Sal. (v.) Räch „Abfes (sic!) Domherrn u. Stadtpfarrers in Ödenburg [...] derzeit Normalschul-Direktors, Inhaber des k. k. Oesterreichischen Goldenen Verdienstkreutzes mit der Krone, als Gründer u. Protector der bei der St. Michaelis-Pfarrkirche bestehenden Musikschule.” (Storno 1938, 23.) Dies belegen Quellen aus dem Diözesanarchiv Győr (GDA PA 1858: 2671/1. September). 17 GYMSMSL RP Sopron 1810/1072. Wegen der verwandtschaftlichen Beziehung der Ofners und der Familie Zettl-Langer stellt sich hierbei die Frage, ob die Holzdruckplatte eines Kartenspiels in deren Soproner Familienmuseum auch von Mátyás Unger senior stammt. (Langer 2002,49.; Thirring 1941, 11.) Diese Möglichkeit bliebe noch anhand stilistischer Merkmale der Karten zu untersuchen. 18 Für den Erwerb des großen Bürgerrechtes gibt es keinen Anhalt, da Mátyás Unger nicht in der Bürgerliste der Stadt Győr aufscheint. 19 Persönliche Email Eva Turbuly, 4. April 2007 & Wiener Stadt- und Landesarchiv, 20. März 2010. 20 Steuerbuch/Adóösszeírások 1815-1820. Der Abgleich mit den Steuerbüchern ergab auch, dass der Kartenmaler Mátyás mit der Steuernummer 323 (im Zensus Nr. 328, sic!) nicht derjenige des Zensus von 1828 war mit der Zensusnummer 184, der Kühe und Pferde besaß. Zur damaligen Zeit lebten mehrere verschiedene Personen namens Mátyás Unger in Győr, wie jetzt feststeht. Die Familie zog oft um, wohnte 1812/13 im Haus Nr. 3, 1814/15 im Haus Nr. 87, dann zwischen 1816 und 1841 im Haus 323 (ursprüngliche Nummer: 296), dann in der Bastya utca 260. Im Zensus von 1857 wohnen die Ungers, außer József mit Familie, zur Untermiete im „Prälatenhaus”, dem heutigen Xántus János Museum, Mátyás senior verstirbt in Haus 444, Tochter Mária in Haus 509, Mátyás junior und Károly im ehemaligen bischöflichen Zollhaus neben der Johanneskapelle. Das Haus 509 gehörte zur Zeit des Todes von Mária Mátyás junior, der es wahrscheinlich verkaufte, um die Zwangsversteigerung des Elternhauses seiner Neffen abzuwenden. 21 Hagyatékok 1839 146/191/6033 sowie Steuerbuch/Adóösszeírások 1839-43. 22 KB Győr Belváros Taufen 10. Oktober 1812; 29. Oktober 1814; 25. Mai 1817; 17. Feber 1820; 10. Dezember 1824 23 Es ist wahrscheinlich, dass der im Bild gezeigte Tisch und die Stühle im Gemälde ein Hinweis auf die Kartenwerkstatt der Ungers sind und diese dort verwendet wurden. 24 Daneben könnte die Geste auch als besonderes Interesse von Alajos Unger an Leonardo da Vinci interpretiert werden, vgl. weiter unten im Artikel. 25 KB Győr Belváros 26 GDA Schularchiv LXXXI. Doboz Zeichenschule 1823 27 GDA 1859: 3114/8. November 28 GDA PA 1858: 2983/1. Oktober. 29 Obwohl er es offiziell nicht war, wurde Károly in der Familie stets nur „der Domherr” genannt. Dabei handelt es sich offenbar nicht um eine Erfindung der Familie, die summa summarum sehr wahrheitsgetreu berichtete, auch wenn diese sehr stolz auf den Geistlichen in der Familie war, sondern um einen Ehrentitel der Bevölkerung. Dies war auch so im Falle des Pfarrers von Újváros, von dem es hieß, dass er „gemeinlich Canonicus titulirt wird.” (Thiele 1833,141.) 151