Székely Zoltán (szerk.): Arrabona - Múzeumi Közlemények 48/2. (Győr, 2010)

Tanulmányok - Mennyeiné Várszegi Judit: Dr. Kovács Pál (1808. július 1 - 1886. augusztus 13.) Válogatott bibliográfia

ARRABONA 2010.48/2. TANULMÁNYOK Methodik und Hintergründe Die vorliegende Arbeit ist eine Fortführung der an der Universität Oxford zum Erwerb eines Advanced Diploma in Local History im Feber 2008 fertig gestellten Ab­schlussarbeit mit dem Titel: The 1857 Hungarian census of Győr Belváros as quali­tative and quantitave data in reconstructing local and family history: Chances and limits in the case of the Unger family and their community.3 Diese beinhaltete auch die Erstellung einer MS Excel/Access-Datenbank mit allen Personenformationen der Hausbögen der 555 Häuser der Győrer Innenstadt, die die Grundlage für quantita­tive Auswertungen zur ethnischen und sozialen Struktur der Stadt der damaligen Zeit darstellte.4 (Wunderlich 2009) Charakteristisch für diesen Ansatz ist neben dem sehr persönlichen Stil, der auch offen die Lücken explizit macht, dass Sozialgefüge — gerade auch von den weiblichen Vertreterinnen — herausgearbeitet werden und nationale Trends und Zusammenhänge sowie der Einfluss der Landschaft (landscape/townscape) auf den Menschen zentrale Komponenten darstellen. Hierbei werden sowohl traditionelle Quellen als auch Internetressourcen einbezogen, also traditioneller Bleistift und moderne Computertechnik schon seit vielen Jahren gemeinsam eingesetzt.5 (Hud­son 2000; Cameron - Richardson 2005) Der eigentliche Beginn der Erforschung der Győrer Unger reicht jedoch weiter zurück und begann mit der Befragung der ältesten lebenden Familienmitglieder. 1987, als die Autorin vierzehn Jahre alt war, zeigte ihr die Großmutter väterlicherseits in Weißenkirchen/Wachau, Niederösterreich, alte Familienfotografien, davon einige, die im 19. Jahrhundert in Győr aufgenommen wurden. Diese stammten aus dem Nachlass ihrer Mutter Anna Unger, die in die österreichische Künstlerfamilie Kwapil einheiratete und 1979 im Alter von 95 Jahren starb.6 Sicherlich weckte die beson­dere Ausstrahlung und Persönlichkeit von Anna Kwapil nicht nur die Neugierde der Autorin für die Familie und hielt bei den Nachkommen das starke Bewusstsein für die madjarischen Wurzeln aufrecht. So entstand ein — wenn auch lückenhafter — In­formationsgrundstock zur Familie Unger, fragmentarisch gerade auch deshalb, weil Anna bereits im Alter von nur sechzehn Jahren Vollwaise wurde. Ihr Vater war der 1850 in Győr geborene Alajos (Alois) II Unger, der 1900 in Sopron starb. Ein Familientreffen in Pest mit Reise nach Győr und Sopron 1988 ergab zwar weitere Erkenntnisse über die Familie, jedoch blieben viele Fragen unbeantwortet. Dass die Familie einst Spielkarten herstellte, war unbekannt, nur die Tatsache, dass ein Mitglied akademischer Maler war, wurde überliefert. Es ist erst dem Internetfund eines Artikels über die Ungers Anfang 2005 zu verdanken, dass die Verbindung zu Spielkarten hergestellt werden konnte.7 (Jánoska 2004) Neben den politischen Um­wälzungen seit 1989, bei denen Ungarn eine Schlüsselrolle spielte, die die grenz­­übergreifende Forschung wesenüich erleichtert haben, wäre es ohne den technischen Fortschritt (Email, Internet) nicht möglich gewesen, die Kenntnisse über die Familie Unger derart zu erweitern. Auch die überraschend aufgeschlossene Haltung dem Thema und Land gegenüber in Oxford trug ihr Übriges dazu bei. 140

Next

/
Oldalképek
Tartalom