Arrabona - Múzeumi közlemények 18. (Győr, 1976)
Lengyel Á.: Angaben zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Raab (VII.)
néhány hónappal később — a Kommunisták Magyarországi Pártjának megalakulását követően — 1919. március 21-én Magyarországon is lehetővé vált a munkásosztály hatalomátvétele, valamint a proletárdiktatúra, a Magyar Tanácsköztársaság kikiáltása. Lengyel Alfréd ANGABEN ZUR GESCHICHTE DER ARBEITERBEWEGUNG IN RAAB (VII.) Der Ausbruch des ersten Weltkrieges brachte natürlicherweise den Rückfall der Arbeiterbewegung mit. Die Fabriken wurden zu Kriegsbetrieben und zugunsten der Kriegsführung wurden die strengsten Massnahmen eingeführt. Die Poliziei-, und Verwaltungsbehörden erliessen eine vertrauliche Anordnung nach der anderen um die innere Ordnung und die öffentliche Sicherheit des Hiterlandes zu sichern. Gleichzeitig schlugen die Wellen des Chauvinismus neben falschen Devisen und Propagandaphrasen hoch, so, dass selbst die demokratischen Parteien der Opposition sich von ähnlichen Äusserungen nicht verhüten konnten. Die, „Népszava" betitelte, offizielle Zeitung des SZDP (der Sozialdemokratischen Partei) wurde von diesen schädlichen und gefährlichen Einwirkungen auch nicht verschont. Die Parteiführung wollte durch dieses Verhalten das eventuelle Verbot der Zeitung umgehen, und mit einer anpassungsfähigen, sogar opportunistischen Politik irgendwelche Zusammenwirkung mit der ungarischen Kriegsregierung versuchen. Die Fehlerhaftigkeit ihrer Ideen und ihrer, das klassenkämpferische Auftreten der Arbeitermassen zurückhaltenden Bestrebungen wurden durch die folgenden Ereignissen rasch bewiesen. In kurzer Zeit nach den Kriegserfolgen des Anfangs hatte sich das Waffenglück gewendet, und die allmählich zunehmenden inneren Übel, die Wirtschafts-, und Versorgungsschwierigkeiten konnten nur vorübergehend vor den hunderttausenden der Arbeiter verheimlicht werden. Das Volk konnte schon nach dem Verlauf des eisten Kriegsjahres die Folgen der unsinnigen Kriegsführung auf eigener Haut fühlen. So können wir uns kaum wundern, dass Stimmen der Versöhnung immer häufiger geäussert worden waren. Der pazifistische Kampf begann nach der Konferenz in Zimmerwald (Schweiz) in organisierten Rahmen. An dieser ersten internationalen Tagung nahm auch Lenin teil, um ihren die weitreichende Verstärkung der kriegsfeindlichen Aktionen fördernden Grundsätzen Geltung zu verschaffen. Obwohl die Grundsätze der leninistischen Strategie auf dieser Konferenz nur zum Teil angenommen worden waren, es ist zweifellos, dass diese Tagung von entscheidender Wichtigkeit zu beurteilen sei. Die Konferenz gab der sich neubelebenden, Frieden und Wahlrecht fordernden Arbeiterbewegung, in erster Reihe natürlich in den Kriegsländern, neue Richtung. Von nun an tritt auch in Ungarn die Arbeiterschaft, sogar in den wichtigsten Kriegsmaterialfabriken, wieder in Bewegung. Sie gaben auf die Politik der Kriegsregierung mit Arbeiteinstellungen und Demonstrationen Antwort. Diese Kriegspolitik kömmerte sich nur für die Bedienung der Fronte, gab sich aber um die Preiserhöhungen, um die Wandlung im, mit -Wahrenmangel kämpfenden Wirtschaftsleben, um die Besserung der Lebensverhältnisse der Arbeitermassen keine Sorgen. Die Stimmung wurde nach der russischen bürgerlichdemokratischen Revolution im März des Jahres 1916 noch gespannter. Die Nachrichten aus Russland kamen bald nach Ungarn und es ist kein Zufall, dass die Monarchie in diesen Zeiten schon Friedensschluss-Versuche begonnen hat. Die Monarchie wollte dadurch, den zu erwartenden militärischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch womöglich vorbeugen, bzw. auf die allgemeine Unzufriedenheit einen lindernden Einfluss auszuüben. Die Reden und Devisen vom 1. Mai des Jahres, und besonders vom 1917 Hessen keinen Zweifel darüber, dass mit den zunehmenden Friedensbestrebungen gleichzeitig auch mit der Verstärkung der Wahlrechtsbewegungen zu rechnen sei. Es geschach nicht ohne Ursache, dass 4000 Arbeiter der Kanonenfabrik, des grössten Raaber Kriegsbetriebes in den Ausstand traten, um ihrer gerechtlichen Lohn-, und anderen Forderungen Geltung zu verschaffen. 260