Arrabona - Múzeumi közlemények 18. (Győr, 1976)

Lengyel Á.: Angaben zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Raab (VII.)

Der Formung der weiteren Ereignisse trug am entschiedesten die Grosse Okto­berrevolution vom 7. XI. 1917. bei. An jenem Tage stürzten die bewaffneten Peters­burger Arbeiter und Soldaten, die Bolschewiken unter der Anführung von Lenin die interimistische Regierung und begründeten die Diktatur des russischen Proletariats. Die kurz nach der Machtergreifung begonnene Friedensaktion der Bolschewiken hatte auf die Stimmung der an den Fronten schon vergebens kämpfenden Soldaten und auf das politische Verhalten der elenden Arbeiterschaft und des arbeitenden unga­rischen Volkes grosse Wirkung. In den Zeiten, wo folgende Äusserungen zu hören waren (zB. in Raab, am 27. XI. 1917.) „was die russischen Arbeiter zustandegebracht haben, dass können auch die ungarischen Arbeiter zustandebringen!", war nicht daran zu zweifeln, dass der Prozess der revolutionären Gärung auch in unserer Heimat im Gange war. Die Ereignisse folgten nachher schon ziemlich rasch aufeinander. Der am An­fang des Jahres 1918 ausgebrochene allgemeine Streik in Budapest — mit dem sich die Raaber Arbeiterschaft völlig solidarisch erklärt hat — sowie weitere Arbeitsein­stellungen und Demonstrationen, sind als Vorläufer der sich allmählich verstärkenden Kriegs-, und regierungsfeindlichen Bewegungen zu betrachten. Jene Bewegungen Hessen am Ende vom Oktober 1918 die ungarische, bürgerlich-demokratische Revolu­tion reifen. Mit jener Revolution kam Mihály Károlyi an die Leitung des Kabinetts, und mit der Ausrufung der Republik wurden in der Hauptstadt und in den Komitats­städten die Arbeiterräte, bzw. nach einigen Tagen die Nationalräte begründet. Diese Revolution eröffnete in der Geschichte der ungarischen Arbeiterbewegungen einen neuen Abschnitt. Das war nur der Anfang jenes Prozesses, der am 21. III. 1919. die Machtübernahme der ungarischen Arbeiterklasse, die Ausrufung der Diktatur des Proletariats, der Ungarischen Räterepublik ermöglicht hat. Alfréd Lengyel

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