Arrabona - Múzeumi közlemények 5. (Győr, 1963)

A. Uzsoki: Bronzezeitliches Gräberfeld in Gräberfeld in Mosonszentmiklós–Jánosházapuszta

gerauht, um einen je unregelmäßigeren Grund zu erhalten und also das Haften der Kalkpaste zu gewährleisten. In der oben erwähnten Bekanntmachung der Ausgra­bungen berichteten wir über die chemische Analyse der im Gräberfeld von Moson­szentmiklós—Jánosházapuszta gefundenen kalzinierten Knochen, der Süßwasser­Muscheln und der Paste, die bei der Inkrustierung verwendet wurde. Die Unter­suchungen ergaben, daß die Kalkpasta aus dem Pulver kalzinierter Knochen und Muscheln bestand. Das Mengenverhältnis der beiden Zutatjen aber war unter­schiedlich, weil vermutlich ein jeder Töpfermeister das Pulver nach eigenem Ermessen mischte. Auch bei der im Komitat Tolna gefundenen inkrustierten Kera­mik, die Wosinszky publizierte .hatte, verwendete man Knochenasche, ja sogar bei der Mondseekeramik war Knochenasche der eine Bestandteil der Kalkpaste. Doppelkonische Gefäße mit trichterförmigem Hals gehören zu den kennzeichnenden Grabgefäßen der Fundstätte und machen ungefähr 20 v. H. des gesamten Keramik­materials ausj Die klarste und einfachste Form ist das konische Gefäß mit trichter­förmigem Hals, mit zwei kleinen Henkeln am Umbruch. Der Formen- und Dekora­tionsreichtum der nordwestungarischen inkrustierten Keramik wirkt bei den mannigfachen Abwandlungen dieser Form, die entweder bauchig oder eiförmig ist, noch einprägsamer. Gefäße mit zylinderförmigem Hals machen ungefähr 8 v. H. des Gesamtfundes aus. Der kugelige Bauch geht teils geschweift, teils mit scharfem Umbruch in den zylinderförmigen, nicht immer regelmäßigen Halsi über, der zuweilen enger wird und nicht selten in einem leichtausbiegenden Rand endet. Diese Gefäße tragen für gewöhnlich zwei kleine Griffzapfen auf der Schulter, oder nur Knubben, treten mitunter auch ohne Buckel auf. Auch bei diesem Typ sind uns mehrere Spielarten bekannt. Kriege sind die kennzeichnendste Gefäßform des Gräberfeldes und machen fast 30 v. H. des Fundmaterials aus. Wir unterscheiden zwei Gruppen: bei der ersten Gruppe reicht der auf der Schulter sitzende Henkel bis zum Gefäßrand, während bei der zweiten Gruppe der Henkel nur bis zur Mitte des Halses reicht. Diese Absonderung beruht auf Vergleichen. Die bauchigen Krüge sind gedrungen, stämmig m'it einem Henkel, dem gegenüber der Gefäßrand hochgezogen ist, während beim andern, schlanken, schöngegliederten Typ dieses Merkmal seltener vorkommt. Es versteht sich von selbst, daß bei beiden Typen Übergangsformen vorhanden sind. Das zahlenmäßige Verhältnis ist: 5:1. (Taf. XII, 1—16; XIII, 3—12; XIV, 1—2, 4—5) Schalengefäße sind im Fundmaterial ziemlich selten. Die Ausgestaltung der Henkel erfolgt ähnlich wie bei den Krügen: sie gehen entweder vom Gefäßrand oder von der Mitte des Halses aus und sitzen auf der Schulter des Gefäßes (Taf. XIV, 5—4). Becher und Kelche sind in diesem Fundzusammenhang ziemlich selten. Sie sind unverziert. Die Becher sehen der Form nach unseren Blumentöpfen ähnlich, sind nicht sehr sorgfältig gearbeitet, mit leicht eingeschwungener Wandung dem Rand zu (Taft XX, 11). Der Gefäßrand trägt — einander gegenüber — mitunter zwei kleine Henkel (Taf. XX, 13). Die Kelche sind nur durch ein einziges zylinderförmi­ges, einhenkeliges Gefäß vom Vererov-Typ vertreten, der auf drei kleinen Buckel­füßen steht (Taf. XX, 8). Schallen- und üonnenförmige Gefäße begegnen gleichfalls selten (ungefähr 1 v. H.). Die weniger sorgfältig gearbeiteten kleinen, topfförmigen Schalen sind halbkugel­förmig, zuweilen trägt der wulstige Rand einen kleinen Henkel. Die tonnenförmigen Gefäße haben einen gerade geschnittenen Rand, eine glatte Wandung mit senk­rechter Ritzverzierung (Taf. IX, 1—7). Schüsseln können als Leitform gelten und belaufen sich auf 20 v. H., des Mate­rials. Es können drei Untertypen festgestellt werden. Die Gefäße der ersten Gruppe sind halbkugelförrriig, mit eingezogenem Rand, mit zwei kleinen einander gegen­übergestellten Henkeln; doch können es mitunter auch vier sein (Taf. III, 1; IX, 8—10, 13). Die Schüsseln "des anderen Typs (haben die Form eines umgekehrten Kegel­stumpfes, sind einfach und unverziert, zuweilen mit einem kleinen Henkel am Rand (Taf. IX, 11 u. 14). Eine Weiterbildung dieser Form ist ein geschweiftes Gefäß mit zwei Henkeln am Rand und eingeritzten Doppelstrichen am Bauch (Taf. IX, 12). Ausf dieser Form entwickelte sich der kennzeichnendste Schüsseltyp des behandelten Gräberfeldes, mit rundovalem Boden und Rand, der gerade abgeschnitten ist. Die 87

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