Arrabona - Múzeumi közlemények 5. (Győr, 1963)
A. Uzsoki: Bronzezeitliches Gräberfeld in Gräberfeld in Mosonszentmiklós–Jánosházapuszta
Inkrustierung reicht bis auf die äußere Gefäßwand; anschließend ist die Gefäßwand entweder gerauht oder glatt, häufig mit eingeritzter Linienverzierung (Taf. X, 1—9; XI, 1—7; XVIII, 4). Von dem kragenförmigen Rand des kurzen, trichterförmigen Halses geht ein Henkel aus, der auf der Schulter sitzt (Taf. I, 11; XX, 9 u. 12; XIV,. 7). Töpfe sind eiförmig, dickwandig und bauchig, und aus schlechtem Ton ziemlich grob gearbeitet. Der Form nach hatten ,sie sich den Anforderungen des täglichen Gebrauches angepaßt. Da sie eine breite Mündung und einen sich kaum verengenden Hals hatten, eigneten sie sich vorzüglich zur Aufbewahrung kompakter und flüssiger Nahrungsstoffe. Sie sind ziemlich häufig: ihre Verhältniszahl beträgt 5 v. H. Bei einigen ist der Gefäßrand ausgußförmig ausgebildet (Taf. VII, 1—7; VIII, 1—7 u. XVH, 6 ). Gefäßdeckel sind für die inkrustierte Keramik ebenfalls kennzeichnend, und gehören auch im Gräberfeld ,von Mosonszentmiklós—Jánosházapuszta zu den häufigsten Typen, deren Zahl sich auf ungefähr 10 Prozent beläuft. Die Gefäßdeckel sind sowohl der Form als auch der Dekoration nach mannigfaltig. Sie wurden aus feingeschlemmtem Ton angefertigt, sind gelblich, seltener lichtgrau. In den meisten Fällen ist die ganze Oberfläche reich inkrustiert und fast alle tragen auf dem Rand einen kleinen Henkel. Es gibt kegelförmige, stumpfkegelige, aber auch halbkugelförmige Gefäßdeckel. Der Rand ist zumeist kreisrund, nur in seltenen Fällen oval. Die beiden Arten, der inkrustierten Verzierung, mit denen die Gefäßdeckel geschmückt sind, sind entweder konzentrische Kreise oder ein kreuzförmig angeordnetes Muster. Doch können beide Verzierungsarten gelegentlich auch zusammen vorkommen. (Taf. I, 12; III, 13; XV, 1—8; XVI. 1—7; XII, 1—5, 7; XVIII, 1—3). Miniaturgefäße, (z, T. Kinderspielzeug) wurdenin .großer Menge geborgen und es konnte aus den kalzinierten Knochen festgestellt werden, daß es sich mitunter um Beigaben von Kindergräbern handelte. Dies bestätigt Grab 8, in dem neben einem Krug, Gefäßdeckeln, einem Tierknochen auch eine Schelle in einer kleinen Schüssel gefunden wurde. Die Miniaturgefäße sind getreue Nachbildungen der gebräuchlichen Gefäßtypen (Taf. XIX, 1—13 u. XX. 1—7, 10). Seltene Gefäßformen und Fremdtypen. Die Amphore vom Gáta-Typ ist ein fremdes Element in diesem Fundzusammenhang (Taf. XIV, 3). Doch kamen auch unter den Krügen Gefäße freunden Typs vor (Taf. XII, 1—2). Vorratsgefäße mit trichterförmigem Hals sind selten (Taf. XXI, 2). Einzig in seiner Art ist ein doppelkonisches,, bauchiges Gefäß mit zwei feinen Buckeln auf der Schulter und einem dünnen, kragenförmig zurückgebogenen, horizontal abgeschnittenen Rand. Es erinnert an römerzeitliche Vasen ähnlicher Gestaltung (Taf. IV, 6). Eine aus Girlandengruppen gebildete geschamckvolle Verzierung verbindet die beiden Buckel mit einander. Steingeräte Eis kam eine Steinplatte zum Vorschein, die vermutlich zum Schleifen knöcherner Lachbolzen gedient haben mag; die Riefe in der Mitte hatte einen V-förmigen Querschnitt (Taf. XXI, 1). Ferner ein würfelförmiger Stein mit abgerundeten Seiten und Ecken, der zum Zermalmen von Getreidekörnern diente (Taf. XXI, 3). Das flache Steilbeil, (Taf. XXI. 4.) Bruchstücke von Klingen und Feuersteinabschläge sind Einzelfunde. Tierknochen Aus mehreren Gräbern waren Schenkelknochen von Tieren, die der Schafrasse angehörten zum Vorschein gekommen (Taf. XXI, 8—9); ferner Hauer eines Ebers (Taf. XXI, 7) und der Rosenstock eines Hirschgeweihes. In 5 Gräbern kamen Süßwassermuschel-Schalen zutage. Bronzege\genstände Eine Bronzenadel mit gewundenem Schaft und einem kugelförmigen Kopf und vertikalem Öhr (Taf. IV, 21), eine Bronzenadel mit Sehl'ingenkopf und krummen Schaft (Taf. IV, 8) und eine S-förmig gebogene Nadel mit einem doppelkonischem Kopf (Taf. IV, 15) sind die einzigen, unversehrt erhaltenen Bronze-Schmuckgegenstände, die im Gräberfeld gefunden wurden. Neben den oben erwähnten Nadeln kamen auch Bruchstücke eines Spiralröhrchens zum Vorschein (Tai IV, 17—19), 88