Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 29. 1998-1999 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (2000)

Tanulmányok – Abhandlungen - Szakmány György – Kustár Rozália: Untersuchung von Keramikproben aus dem spätbronzezeitlichen Hügel von Isztimér-Csőszpuszta. p. 55–60.

Alba Regia, XXIX, 2000 G Y. SZAKMÁNY - R. KUSTÁR UNTERSUCHUNG VON KERAMIKPROBEN AUS DEM SPÄTBRONZEZEITLICHEN HÜGEL VON ISZTIMÉR - CSŐSZPUSZTA ' Zwecks mikroskopischer Untersuchung und Röntgen­analyse wurden aus dem Material des spätbronzezeitlichen Hügelgrabes von Isztimér - Csőszpuszta 7 Tongefaß­bruchstücke ausgesucht, die von typologisch abweichenden Gefäßen stammten und deren Fertigungsmethode und Qualität sich auf den ersten Blick unterschieden. Durch die Materialuntersuchung versuchten wir Antwort auf die Fragen zu bekommen, inwieweit die gewonnenen Ergebnisse die archäologischen mak­roskopischen Beobachten unterstützen und mit welchen neuen Angaben sie hinsichtlich der Benutzung des Töpferrohmaterials sowie der Brennmethode der Gefäße beitragen. Die ausgewählten Proben können aufgrund der makroskopischen Beobachtungen archäologisch folgen­dermaßen charakterisiert werden: Probe 1 (Inv.-Nr. 89.5.3.3 - Taf. XIX, 12 2 ): Bruchstück eines amphorenartigen Gefäßes mit mittelstarker Wand. Die Bruchstelle ist dunkelgrau, die äußere Seite geglättet, von silberner Färbung. Diese silberne Oberfläche war am Schliff nicht mehr zu sehen, so konnte diese nicht weiter analysiert werden. An der Innenseite des Gefäßes waren schwache waagerechte Kannelüren zu erkennen, die darauf deuten, daß Tonstreifen auf das Gefäß aufgetragen worden waren. An der äußeren Gefäßfläche waren sekundäre schwache Brandspuren zu beobachten. Probe 2 (Inv.-Nr. 89.5.2.15 - Taf. III, 14): Bruchstück einer breit profilierten Tasse mit Bandhenkel. Die Innenseite der Tasse von mittelstarker Wand ist poliert, die Außenseite etwas stumpfer geglättet. Die Oberfläche und die Bruchstelle des Gefäßes sind gelblich-braun. Probe 3 (Inv.-Nr. 89.5.6.1 - Taf. XIX, 4): Bruchstück eines größere, dickwandigen Speichergefäßes, das durch Fingerdruck mit Rippen Die Analyse konnte im Rahmen des Projekts von Gábor Ilon vorgenommen werden, für diese Möglichkeit danken wir ihm. Die Messungen wurden unter Leitung von Dr. György Szakmány am Lehrstul für Gesteinskunde - Geochemie der Naturwissen­schaftlichen Fakultät der Wissenschaftlichen Universität Loránd Eötvös vorgenommen. Für die Hilfe bei der Durchführung und Auswertung der Röntgendiffraktionsuntersuchungen danken wir Dr. Tamás Weiszburg und Katalin Gherdán. Die Tafelnummern beziehen sich auf die Tafeln in der Studie Rozália Kustárs. verziert ist. Die Oberfläche und Bruchstelle des Gefäßes sind gelblich­ziegelsteinfarben. Probe 4 (Inv.-Nr. 89.5.6.2 - Taf. V, 1): Dieses Bruchstück stammt zusammen mit drei weiteren von einer tief profilierten Schale mit ausgestülpten Rand und Tunnelhenkel, die mit eingedrückten Rippen von dreieckigem Durchschnitt verziert ist. Die Oberfläche des mittelstarkwandigen Gefäßes und die Buchstelle sind dunkelgrau­schwärzlich, die Innenseite ist poliert, die Außenseite weniger poliert, stumpf geglättet. Probe S (Inv.-Nr. 89.5.10.6 - Taf. XVII, 16): Bruchstück von einer sehr gut gebrannten, breiten Tasse, die an ihrer breitesten Stelle mit kleinen Buckeln verziert war. Die Oberfläche ist schwarz, beide Seiten sind schwarz poliert geglättet. Probe 6 (Inv.-Nr. 89.5.16.4 - Taf. X, 5): Insgesamt 22 Bruchstücke stammen von einem Gefäß mit doppelkonischem Körper, dessen unterer Teil senkrecht breit facettiert und an der Bauchmittellinie mit kleinen Buckeln verziert ist. Die Farbe der Bruchstelle und Oberfläche ist dunkelbraun, die Gefaßinnenseite geglättet. Probe 7 (Inv.-Nr. 89.5.21 - Taf. XII, 2): Bruchstück von einem dickwandigen Gefäß, dessen Rand ein spitzer Buckel ziert. Die Bruchstelle des Gefäßes ist schwarz, die sekundär durchbrannte Oberfläche ist aschgrau. An der Bruchstelle sind größere Tonklümpchen zu sehen. Bei der mikroskopischen Analyse untersuchten wir an von den Gefäßbruch-stücken gewonnenen Dünnschliffen in welchem Verhältnis das Grundmaterial und die Gruskörnchen zueinander stehen, die Farbe und Isotropie des Grundmaterials, die Maße der Gruskörnchen, ihre Verteilung und Abnutzung. Die Ergebnisse der mikroskopischen Beobachtungen sind in Taf. 1 und 2 zusammengefaßt. Die feinsten gruskörnigen Gemengeteile (und sich daraus ergebend, die Keramik von bester Qualität) waren in Probe 5 nachweisbar. Ebenfalls feinkörnig waren Probe 1, 2 und 4, die aufgrund der archäologischen Charak­teristik von sorgfältiger bearbeiteten Gefäßen stammen. Probe 3 und 6 enthielten die meisten Gruskörnchen, die wenigsten Probe 5. Es ist verhältnismäßig schwer, die natürlich vorkommenden Grusmaterialien von dem dem 55

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