Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 29. 1998-1999 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (2000)
Tanulmányok – Abhandlungen - Szakmány György – Kustár Rozália: Untersuchung von Keramikproben aus dem spätbronzezeitlichen Hügel von Isztimér-Csőszpuszta. p. 55–60.
Material bewußt beigemengten Zuschlag zu unterscheiden. 3 Der eine Gesichtspunkt, der dabei helfen kann, ist die Abnutzung der Körnchen (Szakmány 1998, 81). Die größeren ovalen Körnchen oder der Ton können selbstverständlich Bestandteile sein oder aber als Magerungsmaterial wurde - teilweise - Sand benutzt, und davon stammen sie (und dadurch charakterisieren sie auch die Körnchengröße des benutzten Sandes), während die kleineren eckigsplittrigen Körnchen durch bewußte Zerkleinerung und im Laufe der Zugabe zum Rohmaterial in das Keramikgrundmaterial gelangten. Ebenfalls durch die bewußte Zugabe von Magerungsmaterial wird das fehlerhafte Material bei der überwiegenden Mehrheit der Proben wahrscheinlich (Taf. 2). Wie aus den Schliffen hervorgeht, oxidierte die äußere Fläche der Gefäße besser als ihr Inneres. Grund dafür kann sein, daß die Gefäßoberfläche mit einer feineren Tonschicht beschmiert wurde, die die Oxidation im Inneren der Gefäße verhinderte. Die Isotropie der untersuchten Keramik war im allgemeinen gut, aber bei einzelnen Proben schwach bzw. mittelmäßig. Besonders bei den Proben, die Karbonat (Kalkstein) enthielten, war eine schwächere Isotropie zu beobachten. Bei Probe 5, die ebenfalls von schwacher Isotropie ist, ist beachtenswert, daß es sich hier nicht um eine Probe aus fehlerhaftem Material handelt (Taf. 2). Bei allen Proben war die Zugabe von Fremdkeramikgrus zum Grundmaterial als Magerungsmaterial zu beobachten. Der Fremdkeramikgrus stammte von mißratenen Stücken oder von einst benutzten und zerbrochenen Keramikgefäßen, die dann gemahlt wurden. Karbonate wurden den Gefäßen als Magerungsmaterial beigegeben und vermutlich aus feingemahlenem Kalkstein gewonnen. In größerer Menge waren diese in Probe 4 zugegen. Sekundärer Karbonat war in Probe 1 und 7 zu beobachten. Bei allen Proben bildeten Quarz und Quarzit den vorherrschenden Teil des Magerungsmaterials. In erster Linie war monokristallisierter Quarz vorherrschend. In Probe 6 allerdings ist die Quantität an polykristallisiertem Quarz bedeutend. Die Menge an metamorphen Quarzit ist nicht groß, aber der - vermutlich von Feuerstein stammende - Mikroquarzit nimmt in einigen Proben (zum Beispiel in Probe 3) zu. Von den Glimmern kommt Muskovit in allen Proben vor bzw. in einigen Proben auch in Spuren Biotit. Es ist erwähnenswert, daß von den Feldspaten sowohl Plagioklas als auch Kaliumfeldspate in allen Proben vorkommen, letztere in bedeutendem Maße (Taf. 1). Obige Mineralien kommen allgemein als Magerungsmaterial vor, sie fördern die qualitätsmäßig Wie aus der Untersuchung des spätbronzezeitlichen Keramikmaterials von Németbánya hervorgeht, wurde zu dem spätbronzezeitlichen Keramikmaterial aus dem Bakony als Zuschlag bewußt Bauxit verwendet, aus dem erwähnten Fundort ist auch ein roher Bauxitblock zum Vorschein gekommen (Hon - Varga 1993/94, 133 - 140). bessere Brennung der Keramik (Szakmány 1998, 78; Parádi 1959, 7-10). Von den Akzessorien sei der grüne Turmalin hervorgehoben, der mit Ausnahme von Probe 7 in allen Schliffen vorkommt (Taf. 1). Grüner Turmalin ist ein verhältnismäßig selten verkommendes Mineral, der nach detaillierten - in erster Linie mineralchemischen Untersuchungen die genauere Bestimmung der Herkunft des Grundmaterials fördern kann. In den Proben kommt auch Gesteinsglas vor, das natürlichen Ursprungs sein kann, aber auch beim Brennen der Keramik bei Brenntemperaturen über 600 °C entstanden sein kann. Die Porosität der Keramik ist im allgemeinen mittelmäßig, in der Mehrheit primär, aber hauptsächlich bei Probe 7 und - teilweise - auch bei Probe 1 - 3 kommt auch sekundäre Porosität vor, was auf eine sekundäre Durchbrennung der Gefäße hinweist (Taf. 2). Bei der Röntgenanalyse entnahmen wir das zu untersuchende Material unmittelbar neben dem Schliff der Keramik und untersuchten die zerkleinerte und pulverisierte Probe. Aufgrund der Röntgenstrahlenuntersuchung konnten die Proben in zwei Gruppen unterteilt werden: Zur ersten Gruppe gehören die Proben 1, 2, 4 und 5. Diese enthielten Glimmer und Kalzit, die bei Brenntemperaturen von mehr als 800 - 850 °C verschwinden. Hierher kann man auch Probe 7 einreihen, diese stammt im Gegensatz zu den vorigen Proben von einem dickwandigen Gefäß und enthielt Illit und Kalzit nur in geringer Menge, zeigte aber eine starke sekundäre Durchbrennung. In den angeführten Proben war außerdem noch Plagioklas, Kalifeldspat und Quarzit. Zu der anderen Gruppe gehören Probe 3 und 6, die schlierigen Quarzit enthalten. Diese Zusammensetzung ist wahrscheinlich primär, was auch durch die mikroskopischen Beobachtungen bekräftigt wird. Ihre Gegenwart verursacht das schlechte Ausbrennen, oder es konnte auch ein anderes Rohmaterial gewesen sein. Es ist zum Beispiel vorstellbar, daß der Ton mit Erde vermischt worden war. In diesem Fall betrug die Brenntemperatur nicht mehr als 500 °C. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, kann aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden, daß die Tonmineralien sekundär in den Ton gelangten. In diesem Fall kann man über die Brenntemperatur nichts Sicheres behaupten. Die in diese Gruppe eingereihten Proben enthalten kein Kalzit, nur Plagioklas, Kalifeldspat und Quarzit. Im großen und ganzen kann festgestellt werden, daß die untersuchten Proben eine größere, ausgedehnte Gruppe bilden, ihr Ursprung kann als identisch bezeichnet werden. Das Grundmaterial kann vermutlich aus der Umgebung des Fundortes stammen. Weitere Untersuchungen, zum Beispiel eine detailliertere Analyse der Turmaline (ergänzt durch Geländeuntersuchungen) könnten eventuell genauere Informationen vermitteln. 56