Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 27. 1993-1997 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1998)
Irodalom – Besprechungen - Kiss Attila: K problematike osídlenia stredodunajskej oblasti vo vasnom stredoveku. p. 311–312.
wicklungsserie Platzmangel zuzuschreiben ist oder ob es ein Aufruf ist, daß diejenigen, die neugierig auf die Ergebnisse der Studie sind, selbst das vom Autor Gesehene rekonstruieren sollen. (Ich möchte annehmen, daß in einer der folgenden Studien des Autors den Stufen auf S. 248 entsprechend die charakteristischen Fundensembles der einzelnen Stufen - in „briefmarkenähnlichen" Zusammenstellungen zu sehen sein werden!) Der leichteren Handhabung wegen und um sich aus Druckfehlern ergebende Irrtümer zu vermeiden, wäre es nützlich gewesen, auf den Taf. 1 - 42 neben oder unter den einzelnen Typen den Fundort etwas weniger kodiert anzugeben, z. B. Taf 42:14: anstelle von (04530) als Abkürzung von Devinska Nova Ves, Grab 530 eher D530. Zu begrüßen ist J. Zábojníks Studie, die diese Forschungsrichtung zeigt, in der sich vor unseren Augen die Methoden der völkerwanderungszeitlichen Archäologie zu früher nur von der Naturwissenschaft benutzte Methoden verändern! In der abschließenden Studie des Bandes untersucht das Autorenkollektiv J. Zábojník - H. Horák - L. Mihók M. Soláriková sechs „ italo-langobardische" gegossene Funde von metallurgischem Gesichtspunkt und stellt u. a. fest, daß diese Gegenstände mittels Sandformen angefertigt wurden. Es ist auffallend in diesem Band, daß die slowakischen Awaren in den archäologischen Studien - sowohl auf anschauliche Weise als auch anhand der bibliographischen Daten - Teil des sich auf das gesamte Karpatenbecken erstreckenden Awarias sind, in den naturwissenschaftlichen Aufarbeitungen M. Vondrákovás und C. Ambros' aber - gerade im Falle des einige Meter von der neuesten Landesgrenze liegenden Fundortes - das Fundmaterial von einer Insel zu stammen scheint, so sehr nehmen diese Autoren keine Kenntnis von den anderswo lebenden Awaren Awarias bzw. deren Tiere. Und schließlich in Verbindung mit diesem Band noch ein frommer Wunsch, der die awarenzeitliche Forschung als Ganzes betrifft: Wenn es Awaria einst gelang, so mächtig zu sein, daß heute am Wohnsitz von ca. sechs bis sieben Völkern awarenzeitliche Dörfer und Bestattungsstätten vorkommen und bei jedem dieser Völker - sich aus der Natur der Dinge ergebend - parallel Angaben publiziert werden, könnte man doch versuchen, eine gemeinsame Sprache zu finden, denn sonst kann sich die awarologische Forschung, wie leider schon geschehen, (erneut) zu einem Dialog der Tauben entwickeln. Attila Kiss 312