Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.

getreten ist. Je nach den natürlichen Schwankungen in der Geldversorgung wuchs die Funktion von Viminacium nicht über die einer Aushilfswekstatt hinaus. Bezeichnend für ihre mäßige Leistung: bei größerer Geldknappheit, falls etwa Geldsendungen des römischen Münzamtes ausblieben, konnte sie für den Mangel nicht aufkommen. In solchen Fällen - so unter Trebonianus Gallus (FlTZ 1978, 783) - mußten größere Beträge aus dem Orient zur Donaufront geschickt werden. Unter Decius wurde ein beachtlicher Teil der Münzen in Viminacium mit dem Avers von Herennius Etruscus geprägt. Es wurde schon früher vermutet, daß der junge Mitregent der Oberbefehlshaber der vereinten danu­bischen Armee gewesen sein konnte, allenfalls solange, bis Decius selbst dort eintraf. Der Anteil der Münzen von Herennius Etruscus gestattet auf jeden fall den Schluß, daß in Viminacium er als der "Münzherr" anzusehen ist. Besonders wichtig in der Deutung der Tätigkeit von Viminacium unter Decius ist die sog. "diuf-Senc. Die Serie der antoniniani aus der Mitte des 3.Jh., mit zwei verschiedenen .Reversseiten, geschmückt mit den Porträts der zur Gottheit erhobenen Kaiser, wird von der Forschung im allgemeinen mit dem Münzamt verknüpft, welches wir in Viminacium lokalisieren. Laut unter­schiedlichen Meinungen wurde die Serie unter Phlippus (SYDENHAM 1968, 143), Trebonianus Gallus (R. Alföldi 1955, 57), bzw. Valerian emittiert. Allerdings hält die Mehrheit der Forscher die Datierung von der Decius-Ära für wahrscheinlich (Mattingly 1949, 79). Die festlichen Prägungen, die an die Großen der Kaiserzeit erinnern, stehen gedanklich den saeculares Münzen nahe, die zum tausendjährigen Bestehen Roms geprägt wurden. Die letzteren wurden unter Philippus in der V-VI. Emission der römischen Münzanstalt angefertigt. Wollte man ursprünglich die diui-Sene zur gleichen Zeit in Viminacium emittieren - was infolge der Parallelität der beiden Münzanstalten durchaus denkbar wäre -, so wurde dies durch den Zwischenfall Pacatianus verhindert. Möglicherweise wurde die emission der Serie bereits vor der usurpatio vorbereitet und konnte deshalb nachträglich durchgeführt werden. In bezug auf den Zeitpunkt ist mit zwei Möglichkeiten zu rechnen, falls, die festlichen Münzen tatsächlich im Zeichen der Jahrtausendfeier entstanden sind: entweder innerhalb der kurzen Periode, als, nach dem Sturz des Pacatianus die Münzen erneut mit dem Namen von Philippus emittiert wurden (2. Emission von Viminacium), oder nach dem neuerlichen Aufstand und der Konsolidierung des Decius­Regimes. In der Spätphase der Regierung von Decius war eine Rückerinnerung an die Jahrtausendwende bereits überholt {ibid.). Die Frage wird durch die relativ hohe Zahl der Konsekrationsmünzen entschieden. In den Münzfunden des Donaugebietes halten wir 190 Stück in Evidenz, und auch im Münzfund von Gorsium gibt es ihrer elf. Die II. emission von Viminacium unter Philippus können wir nur im Münzfund von Gorsium mit Sicherheit abscheiden. Insgesamt sind uns 16 Münzen der drei officináé bekannt. Infolge dieses niedrigen Zahlenverhältnisses ist es unwahrscheinlich, daß die diui­Serie mit dieser Emission verknüpft werden könnte. Auch die I. Emission von Viminacium untes Decius, die Ende 249 kurze Zeit anhielt, war von geringem Ausmaß: in den Münzfunden des Donaugebietes wird sie von 35, in Gorsium von 11 Münzen repräsentiert. Hingegen gehörten zur II. Emission von Decius in den Münzfunden der Donauregion 1094 und in Gorsium 57 Münzen. Das wäre also die Emission, in der wir die diui-Sçrie zu suchen haben.. Daß es sich tatsächlich nur um diese Emission handeln kann, wird durch die Verteilung nach officináé eindeutig: Donaugebiet db % Gorsium db % Decius Hostilianus Etruscilla Herennius 89 8,14 17 1,55 493 45,06 495 45,25 9 15,79 3 5,26 24 42,11 21 36,84 1094 100,00 57 100,00 Die hohe Zahl de Münzen von Etruscilla und Herennius Etruscus (die Einordnung eines Teiles der Münzen in den Ausstoß von Viminacium ist fraglich, die mitgeteilten Zahlen können auch niedriger sein) lassen keinen Zweifel bestehen, daß für sie in Viminacium je eine officina gearbeitet hat. In diesem Fall wurden in der dritten officina die Münzen von Decius und Hostilianus geprägt. Diese Münzen stellen aber nur 9,69 % der Emission in den Münzfunden des Donaugebietes und 21,05 % im Münzfund von Gorsium dar: die Produktion der officina steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der aus den beiden anderen officináé stammenden Münzen. Zum Gleichgewich zwischen den officináé bedarf es gerade eines Münzgutes von der Größenordnung der diui-Sene. Ergänzen wir nun damit die Münzen der für Decius und Hostilianus arbeitenden oficina, erhalten wir folgende Proportionen: Donaugebiet db. % Gorsium db. % /. officina Decius Hostilianus diui 89 6,93 17 ' 1,32 190 14,80 9 3 11 13,24 4,41 16,18 2. officina Etruscilla 493 38,40 24 35,29 3. officina Herennius 495 38.55 21 30.88 1284 100,00 68 100,00 295

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