Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.

Ergänzt mit der diui-Serie, beträgt der Anteil der 1. officina in den Münzfunden des Donaugebietes 23,05 % und in Gorsium 33,83 %. Mit Hinblick auf die Ungewißheit in bezug auf die Münzen von Etruscilla und Herennius Etruscus ist zwischen den drei officináé ein normaler Gleichgewichtszustand festzustellen (FITZ 1978, 662). Der problematische Betrieb des Jahres 253 stellt die Tätigkeit des Münzamtes von Viminacium in ein anderes Licht. Mitte des Jahres brach erneut ein Aufstand der Donau-Armes aus, die nun ihren Oberbefehlshaber, Aemilian, zum Kaiser proklamierte. Der Usurpator zog mit seinen Truppen nach Italien, wo ihn Trebonianus Gallus erfolglos aufhalten wollte, und konnte nach dem Tod seines Gegners seine Position für einige Monate festigen. Die westliche Armee blieb dem Gallus treu und erhob nach dessen Tod Valerian auf den Thron. Der Bürgerkrieg fand im Herbst ein Ende, Aemilian wurde von seinen eigenen Soldaten umgebracht und Valerian konnte seinen Machtbereich mühelos auf Italien erstecken. In der Beurteilung der Geldprägung des Jahres 253 zeigen sich folgende Schwierigkeiten: 1. Aemilian ließ in Viminacium lokale Gelder prägen, doch sind aus dem Münzamt seine antoniniani nicht bekannt; 2. In der Münzprägung des Valerian und Gallienus in Viminacium kommen in der 1. Emission nur antoniniani des Valerian vor; 3. Das Münzamt von Rom arbeitete seit der ersten Emission für beide Kaiser. Der Phasenunterschied zwischen den beiden Münzämtern erfordert keine weitere Erklärung: Das römische Münzamt begann nach dem Sturz von Aemilian und dem Einmarsch von Valerian in Rom für das neue Regime Geld zu prägen. Damals wurde Gallienus vom Senat mit dem Titel und der Macht eines augustus bekleidet. Das Münzamt begann die 1. Emission bereits unter den beiden Kaisern zu prägen. Die erste Emission von Viminacium wurde noch vor dem Einmarsch in Rom fertiggestellt, zu einer Zeit also, da Gallienus noch nicht Mitregent seines Vaters war. Daraus folgt, daß Viminacium bereits in der Hand von Valerian war, noch bevor das Schicksal des Aemilian besiegelt wurde. Früher war diese Tatsache das wichtigste Argument von H. M a 11 i n g 1 y dafür, daß das Münzamt in Nord-Italien tätig sein konnte. Diese Erklärung ist jedoch nicht befriedigend. Das. Auftreten von Aemilian fiel mit der Zeit zusammen, da die Prägestätte von Viminacium jährliche einmal lokale Münzen prägte. Aemilian, dessen Lage im Donaugebiet wahrscheinlich nicht fest war, hütete sich, gegen die Traditionen zu handeln, doch ist auch möglich, daß ihm die Lage seiner Finanzen nicht zu unpopulären Schritten zwang. Zweifellos begann das Münzamt vor seinem Feldzug nach Italien nicht mit der Emission der antoniniani. Doch kurz nachdem der Kaiser mit seiner mobilen Armee Sirmium verlassen hatte, brach in Viminacium ein Aufstand aus, den der Anhänger des neuen Herrschers, Clodius Celsius, niederwerfen mußte (Fitz 1971, 249). Der Erfolg war aber von kurzer Dauer und anscheinend war die Lage auch nachher nicht dazu geeignet, die Prägung der antoniniani anzufangen. Bald ereignete sich eine neuere Wende: die Truppen des Donaugebietes traten zu Valerian über, was dem Gegenkaiser den Vormarsch nach Rom ermöglichte. Im Sommer und in der zweiten Hälfte des Jahres 253 prägte das Münzamt von Viminacium bereits die Münzen des letztgenannten Herrschers. In der ersten Emission des Valerian aus Viminacium wurden bloß 3 Revers-Typen geprägt (VICTORIA GERMANICA, VIRTVS AVGG, FIDES MILITVM), offenbar einer in jeder der 3 officináé. In der II. Emission, die auf den Herbst 253 oder das Jahresende anzusetzen ist, wurden die Münzen der zwei Herrscher ebenfalls mit drei Gegenseiten geprägt. Davon hatten die Typen VIRTVS AVGG und FIDES MILITVM einen Avers mit dem Namen Valerian, während die Münzen mit der Legende CONCORDIA MILITVM für Gallienus bestimmt waren. Aufgrund der Typen waren die drei officináé zwischen den beiden Kaisern im Verhältnis von 2:1 zugunsten des Valerian verteilt. Anfang 254, als die III. Emission in Umlauf gebracht wurde, ist in der Tätigkeit des Münzamtes von Viminacium eine entschiedene Reorganisierung zu beobachten. Möglicherweise begannen jene römischen Graveure um diese Zeit ihre Arbeit in Viminacium, deren Stil gleichzwitig von den Geldern des römischen Münzamtes verschwand. (A. Alföldi 1935/36, 67). Zweifellos nahm die Produktion des Münzamtes wesentlich zu, es vermehrten sich nicht nur die Typen der Prägungen, sondern auch die in Umlauf gebrachten Münzen. Während im Münzfund von Gorsium die I. Emission durch 9 und die IL durch 7 Münzen repräsentiert wird, sind uns aus der III. Emission 51 St. bekannt. Die Veränderung bedeutete nicht nur einen quantitativen Anstieg, sondern auch eine organisatorische Änderung. Während die Münzen der IL Emission für Valerian bzw. Gallienus jeweils unterschidliche Reversseiten hatten, wurde in der III. Emission die Mehrheit der Reversseiten mit dem Avers beider Kaiser geprägt. Dies erschwert eine Differenzierung nach officináé; zusätzliche Komplikation bereitet der Umstand, daß die Münzhäuser seit Anfang 254 nicht nur für die beiden Herrscher, sondern auch für Mariniana und Salonina Münzen prägten. Nachstend die Verteilung der Münztypen und im Münzfund von Gorsium der Stückzahl je nach Herrscher: Münztyp Gorsium Typ % St. % Valerianus 6 30,00 8 15,69 Mariniana 1 5,00 7? 13,72 Gallienus 12 60,00 36 70,59 Salonina 1 5,00 - ­20 100,00 51 100,00 296

Next

/
Oldalképek
Tartalom