Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.
230er Jahre troztdem nicht nachkommen. So kam es unter Gordian III. zur Eröffnung der Münzanstalt von Antiochia, der in den darauffolgenden anderthalb Jahrzehnten vier weitere folgten: im Donaugebiet, in Colonia Agrippinensis, in Mediolanum und in Cyzikus. In der Ortsbestimmung des Münzhauses von Antiochia ließ sich Gordian III. vermutlich durch den in Zuge befindlichen orientalischen Krieg lenken: Es war leichter, die Geldversorgung seines Feldzuges aus der syrischen Metropole zu sichern, die obendrein über lokale Traditionen der Geldprägung verfügte, als aus dem entfernten Rom. Auch die Gründung der weiteren Münzhäuser richtete sich im allgemeinen nach militärischen Gesichtspunkten. Die Gründung des Münzamtes von Viminacium Als Gordian III. im Jahre 244 im orientalischen Krieg plötzlich starb, schloß sein Nachfolger, Philippus Arabs, bislang praefectus praetorio, unter unvorteilhaften Bedingungen Frieden mit den'Persern, ohne den Krieg bis zur Entscheidung geführt zu haben (Guey-Pekáry 1961, 261). Mit diesem Schritt konservierte er die Spannung, die kritische Lage der östlichen Provinzen, auf Jahrzehnte. Bevor er nach Westen zurückgekehrt wäre, unterordnete er die im Orient stationierende große Armee einem gemeinsamen Oberbefehlshaber (Fitz 1967, 113). In den kommenden Jahren mußte die orientalische Provinzgruppe ihre Verteidigung selbständig besorgen, bis wegen der gravierenden Lage Anfang 254 Kaiser Valerian die Führung persönlich übernahm. Die neue militärische Konzentration wurde von der früher gegründeten Prägestätte von Antiochia mit Geld versorgt. Nicht viel später kam es zu einer ähnlichen Maßnahme im Donaugebiet (Zos. I, 19, 2: Zsßnpiavcu..... tu Xnôecrcfi xàç èv Muaía x 0 "- Maxeôcrvta ôuvaueiç èmatsuasu). Unsere geschitlichen Quellen berichten, daß im Jahre 248 deri gemeinsame Oberbefehlshaber der pannonischen und der mösischen Armee von seinen Truppen zum Kaiser proklamiert wurde (Zos., I, 20, 2: 'IoöTTCiavöv лартг /ccyov eiç xr\v xœv őAxov à%xx\v ta 8è Mücrtüóv %ai Tlaióvcov Mapívov). Die Armeen der Donauprovinzen wurden wahrscheinlich kurz zuvor unter einem gemeinsamen Kommando vereint. Der Zeitpunkt dieser Maßnahme dürfte im Frühling 247 gewesen sein, als Philippus Arabs nach dem schweren carpischen Krieg an der Donau nach Rom zurückkehrte (zum carpischen Krieg: Soproni, 1963, 43-54), und die Armee von Illyricum, mit den Goten und ihren Verbündeten konfrontiert, nach orientalischem Muster unter einem gemeinsamen Befehlshaber hinterließ. Obwohl der spate Oberbefehlshaber nach seinen ersten Erfolgen revoltierte, die gefährlichen innenpolitischen Möglichkeiten des Experiments also unverzüglich in Erscheinung traten, vermochte die römische Regierung keine Alternative zum Schutz der von Barbaren belagerten Donaufront zu finden. Das Kommando von Illyricum bestand bis 260, obwohl vier seiner Führer dem Pacatianus auf seinem Weg zur usurpatio folgten. Unter den "dux Illyrici" (der Titel blieb im Zusammenhang mit Claudius IL erhalten, SHA, u. Claud., 15, 2) gehörten die Armeen der beiden Pannonién und der beiden Mösien, von Dakien, vermutliche von Noricum und des militärischen unbedeutenden Dalmatiens, insgeamt also 10-11 Legionen. Der Oberkommandierende selbst residierte in Sirmium, in der Gegend lagerte die aus den Vexillationen der Legionen gebildete mobile Streitkraft (Fitz 1967, 112121). Zur Geldversorgung der großen Armee, die fast dauernd im Kampf stand, sowie zur Zuweisung immer weiterer Belohnungen konnte die militärische Konzentration die auf ihrem Territorium tätige Münzanstalt nicht entbehren, zumal in einer Periode der fortschreitenden Geldentwertung, als das Imperium immer öfter in Geldverlegenheiten geriet. Obgleich die Untersuchung des Geldumlaufes den Schluß zuläßt, daß es zeitweise auch im Donaugebiet Schwierigkeiten in der Gel Versorgung gab - so mußte z.B. unter Trebonianus Gallus zur Sicherung der Geldversorgung größere Mengen Geldes aus dem Orient ins Donaugebiet gebracht werden (FlTZ 1978, 783) -, können wir aus der hohen Zahl der usurpationes mit Fug und Recht darauf schließen, daß die Oberbefahlshaber über eine beachtliche Kasse sowie über Metallvorräte verfugten, die zur örtlichen Geldprägung ausreichten. Jeder Thronprätendent, ob ihm, wie Decius, der Purpur von den eigenen Soldaten aufgezwungen, oder er selbst seinem Ehrgeiz folgte, brauchte vor allem sehr viel Feld, um seine Anhänger bei Laune zu halten und auch die entfernten Provinzen für die eigene Sache zu gewinnen, und so, mit Waffen, Ausrüstung und Lebensmittel versehen, den langen Feldzug nach Italien antreten zu können, um den vom Senat anerkannten Herrscher zu entmachten. In der numismatischen Forschung begannen schon seit langem die Versuche, von den Mitte des 3.Jh. geprägtem Geldern jene Prägungen abzugrenzen, die mit einer Münzanstalt der Donauregion, allgemein Viminacium gennant, in Verbindung zu bringen wären. Die Meinungen gingen jedoch in der Frage erheblich auseinander, unter welchen Herrschern eine Münzprägung in Viminacium überhaupt denkbar wäre. A. Kerényi hielt nur eine Gruppe der unter Pacatianus und Valerianus-Gallienus geprägten Münzen für Erzeugnisse von Viminacium (1961, 93), während К . Pink (1936, 5) und R. Göbl (1957, 27) die Tätigkeit der Münzanstalt auch unter Decius und Trebonianus Gallus in Evidenz hielten. Die letzteren Serien brachte die englischen Forschung mit Mediolanum in Zusammenhang (Mattingly 1949, 77; Carson 1957, 270), während französiche Numismatiker sie einem atelier secondaire zuschrieben (Fabre - Mainjonet 1953, 131). Auch G. 291