Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.

Verringerung der Silbervorräte wirkte sich schon unter Septimius Severus aus, als der Silbergehalt des denarius von 83,5 % - unter Antoninus Pius (ibid., 414; PEKÁRY 1979, 118; M. R. Alföldi 1978, 158) - auf 50 % herabfiel. Unter Caracalla begann ein rapider Gewichtverlust der Münzen (BMC, V, 1975 2, XX; , VI, 1962, 16): aui 7,21 •eus den anus sestertius dupor idius as Antoninus Pius aui 7,21 100% 3,23 100% 25,57 100% 12,82 100 % 10,93 100% Septimius Severus 7,25 101 % 3,24 100 % 24,82 97% 12,24 95% 10,30 94 % Caracalla (früh) 7,19 100% 3,10 96% 24,56 96% 12,03 95% 10,65 97 % (spät) 6,55 91 % 3,05 94% 23,63 92% 12,56 98% 11,17 102% Elagabalus 6,36 88% 2,98 92% 22,16 87% 8,50 66% 10,94 100% Severus Alexander 6,38 88% 2,98 92% 21,70 85% 11,18 87% 11,25 103% Maximinus Thrax 6,13 85% 3,01 93% 21,00 82% 10,90 85% 12,85 118% Bis zur Spätperiode von Caracalla büßte der aureus 9 %, der denarius 6 % und der sestertius 8 % seines Gewichtes ein. Der Silbergehalt des denarius war unter Caracalla ungefähr halb soviel wie unter Antoninus Pius (zum 3,05 gr. schweren denarius wurde 1,37-1,52 gr. Silber verbraucht, während unter Antoninus Pius der 3,23 gr. schwere denarius 2,70 gr. Silber enthielt). Auch die Bronzemünzen verloren an Gewicht und Qualität, allerdings nicht im gleichen Maße wie der denarius. Die offizielle Rechnung - 1 denarius = 4 sestertius = 8 dupondius = 16 as - entsprach infolge der Schwäche des denarius und teils auch der Gewichtzunahme des as nicht den realen Wertverhältnissen. Die Regierung versuchte die Fiktion des unveränderten Geldes aufrechtzuerhalten, ohne aber den Anstieg der Preise und die Verbreitung des Schwarzmarktes verhindern zu können. In diesen Jahrzehnten können wir weder den Preisanstieg, noch die Entwicklung des realen Geldwertes genau beobachten, doch Untersuchungen in bezug auf den Geldumlauf einzelner Städte vermögen den Charakter der Änderungen zuverlässig zu schildern. Im 2.Jh. waren in städtischen Geldumlauf die Bronzemünzen in der überwiegenden Mehrheit; von geringem Wert, funktionierten sie zumeist als Wechselgeld. Die Silber- und Bronzemünzen standen in einem Verhältnis von 30:70 zueinander. Die Änderung trat unter Septimius Severus ein, als der Silberwert des denarius herabgesetzt wurde. Fortan übernahm im örtliche Geldumlauf der denarius die Rolle der Bronzemünzen. Um 230 erreicht die Geldentwertung einen Stand, wo die Prägung lokaler Gelder bereits zwecklos war. Das Verhältnis des denarius, des seit Caracalla in geringer Menge geprägte antoninianus und der Bronzemünzen veränderte sich in 77:1:22. Um diese Zeit wurden nacheinander die lokalen Münzhäuser von Niedermösien geschlossen (Fitz 1967, 120), doch ähnlich erging es auch den Prägeanstalten von Makedonien, Thrakien, Vorderasien, Syrien und Mesopotamien. Nur ganz wenige erlebten den Sturz des Maximinus Thrax (BMC, VI, 1962, 210). Unter Gordian III. wurde der denarius allgemein vom antoninianus ersetzt, eine Silbermünze, offiziell vom doppelten Wert des denarius, die anfangs 4,41 gr. wog (RIC, IV/3, 1949, XXII). Obwohl der Silbergehalt des Geldes auch weiterhin abnahm, erhöhte dieser Wechsel abermals die Differenz zwischen den Silber- und Bronzemünzen: die Erzeugung von Wechselgeld, die Prägung lokaler Münzen, war erneut erforderlich. Nach 238 nahmen die bereits geschlossenen lokalen Münzhäuser ihre Tätigkeit wieder auf. In der Reihe dieser Prägen erschien damals die soeben gegründete Münzanstalt von Viminacium, die mit ihren Kupfermünzen vor allem die umliegenden Provinzen, insbesondere Pannónia inferior belieferte. 238 stand das Verhältnis des denarius, des antoninianus und der Bronzemünzen in der Form 1:51:48. Der antoninianus verlor aber sehr schnell an Wert und Gewicht (ibid.): Gordianus III. 4,41 100 % Philippus Arabs 4,11 93% Decius 4,02 91 % Trebonanus Gallus 3,51 80% Aemilianus 3,37 79% Valerianus-Gallienus 3,22 73% In anderthalb Jahrzehnten büßte der antoninianus mehr als ein Viertel seines Gewichtes ein und wog nicht schwerer als der denarius unter Septimius Severus. Durch seine entwertung erreichte der antoninianus unter Philippus erneut jene Schwelle, wo der Unterschied zwischen der Silber- und Bronzemünzen belanglos wurde. Die lokalen Münzhäuser stellten wieder ihre Tätigkeit ein, die am längsten tätige Münzanstalt von Viminacium erst unter Valerian. Die Ursachen waren aber nicht finanzieller, sondern organisatorischer Natur. Die ständig zunehmende Geldemission war die Konsequenz sowohl der Geldentwertung und der fortwährend gesteigerten Besoldung des Militärs wie auch der seit den 230er Jahren anhaltenden schweren Kämpfen und der wachsenden Unruhen im Inland. Durch den quantitativen Anstieg der zu prägenden Gelder war die Kapazität-der Prägestätte der Stadt Rom immer stärker überfordert. In dieser Münzanstalt betätigten sich unter Septimius Severus noch 5 officináé (BMC, V, 1975, XXV), seit den 220er Jahren schon 6 (BMC, VI, 1962, 7), den wachsenden Bedürfnissen konnte sie aber Ende der 290

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