Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 6.-7. 1965-1966 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1966)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bakay Kornél: Gräberfeld aus den 10–11. Jahrhunderten in der Umgebung von Székesfehérvár und die Frage der fürstlichen Residenz. Archäologische Studien zu der Frage der ungarischen Staatsgründung. II. VI–VII, 1965–66. p. 43–88. t. XVI–XLVI.

Grab 31 Skelett eines Kindes ohne nähere An­gaben. Grab 32 Auch in diesem Grab war ein Kind be­stattet. Grab 33 Nähere Angaben sind nicht bekannt. Tiefe der Grabgrube ?; Orientierung: W —O; Ge­schlecht: weiblich; Alter 25—30 Jahre. Die Arme lagen längs des Körpers. Auf dem. Scheitelbein kleine Rostflecke, auf den Schläfen starke Patinaflecke. Bei­gaben: An der rechten Seite des Schädels ein, an der linken Seite zwei einfache, glatte offene Bronzringe. d 2,4X2,2 cm; 2,1 X 2,0 cm; 2,25X2,15 cm, 0 0,15 cm (Tal XXXVIII, 9—11). Grab 34 Tiefe der Grabgrube? ; Orientierung : W—O; Geschlecht: männlich? Alter: 60—65 Jahre. Arme lagen ausgestreckt neben dem Körper. Ohne Beigaben. Grab 35 Tiefe der Grabgrube? ; Orientierung : W—O; Geschlecht: weiblich; Alter: 8—9 Jahre. Bei­gaben: Neben der Schläfe ein glatter, einfacher, offe­ner Bronzering, d 2,5 X 2,3 cm, 0 0,2 cm (Inv. Nr. 5987, Taf. XXXVIII, 13). Um den Hals eine Perlen­kette. (Taf. XXXVIII, 12) Die Perlem gehören fünf Typen an : 1 längliche, zylindrische, braune Pastaperlen mit daraufgeträufelter Spiralverzierung L. 1,3 cm, d 0,5 cm, 9 St. 2. drei grössere, knopfförmige, braune Pastaperlen mit daraufgeträufelten Wellenlinien, L. 0,8 em, d 1,3 cm. 3. Eine Perle, die der zweiten Gruppe ähnlich ist. 4. Eine runde, gelbe Glasperle mit einem grünen Buckel. L. 0,55 cm, d 0,65 cm. 5. Drei kleinere, braunschwarze Perlen. L. 0,4 cm, d 0,65 cm. 6. Frag­mentarische Perlen. — In der Halsgegend, lag die eine Hälfte eines Ösenknopfes aus Bronze mit gut wahrnehmbaren Textilspuren, L. 2 cm (Taf. XXXVIII, 14). Bei dem rechten, Oberarm lag ein kleines Harz­stück und Bruchstücke einer Eisenkette. 156 Grab 36 Tiefe der Grabgrube 110 cm; Orientie­rung: W —O; Geschlecht: männlich; Alter: 40—45 Jahre. Arme in gestreckter Lage. Neben dem Schädel zwei glatte, einfache, offene Silberringe mit rundem Querschnitt; die Enden berühren sich, d 3,0 X 2,8 cm, 0 0,3 cm, Inv. Nr. 5988, Taf. XXXIX, 4—5). — Zwi­schen den Beinen die Bruchstücke eines eisernen Messers. Die Länge der geraden, einschneidigen Klinge beträgt zusammen mit der Zwinge 7,6 cm; Br. 0,95 cm. (Taf. XXXIX, 13). — An der linken Seite des Skelettes ein entzweigebrochenes gerades, zwei­schneidiges Schwert 15>7 . Der grosse Knauf wird durch eine horinzontale Riefe in zwei Hälften geteilt. Das sich nach oben verjüngende Griffeisein war mit einem aus drei Silberdrähten bestehenden Geflecht um­wickelt. Gegenwärtig ist nur noch ein ganz kleines Stück umwickelt. Die von oben gesehen bootförmige Parierstange ist glatt. In der Mitte der geraden Klinge verläuft die 2,2 cm breite, seichte Blutrinne. Am Knauf und an den Seiten der Parierstange sind Spuren von Silberblech erkennbar. Gegenwärtig ist das Schwert restauriert. Masse: die Gesamtlänge 93 cm; Höhe des Knaufes 5 cm, Br. 7 cm; obere Br. des Griffes 2 cm, untere Br. 3,2 cm; Länge der Pariers­tange 9 cm, Br. 2,25 cm, Dicke 1,5 cm; Länge der Klinge 78 cm; Breite der Klinge unter der Parierstage 5,6 cm, an der Spitze 3.2 cm, (Taf. XXXIX, 12, Abb. 6, 2a—e). A. Marosi berichtet über die Lage des Schwertes folgendes: „Die Spitze des Schwertes lag ungefähr in der Gegend der Schulter, der Griff beim Becken, so dass die beiden Hälften der zerbrochenen Klinge nebeneinanderlagen und nicht fortsetzungsweise." 166 Cf. Marosi: Die Ausgrabungien von Rádiótelep (Rund­funkstation und ihre archäologischen Ergebnisse (Hand­schrift im IKM). 157 MAROSI 1923-26:251, 1926:36-37, 1934:92 im Cf. MAROSI 1923^26:2151 ff. 159 Die Beschreibung A. Marosis ist nur für dien zwei­spitzigen Pfeil zutreffend. 59 Neben dem linken Schenkel und dem Schienbein lagen die Reste des Köchers. An den eisernen Be­schlägen des Köchers hafteten noch Holzfasern. Die eisernen Beschläge können vier verschiedenen Typen zugeteilt werden: 1. Ein 1,4 cm breiter, 4,4 cm langer Eisenreifen mit einem Verbindungsbolzen. 2. Ein 1,4 cm breites, 5,7 cm langes Eisenstück mit einem 0.7 cm grossen Verbindungsbolzen. 3. Ein 1,4 cm breites, 2,3 cm langes Eisenstück mit roten Abdrücken. 4. 13 St. 0,4 cm breite, an der Aussenseite konvexe Eisen­stäbe mit flachgehämmerten Enden, und mitunter auch mit Nietenspuren. Gegenwärtige Längen der Eisen­stäbe: a. 12,7 cm; b. 14,2 cm; с 8,5 cm; d. 5,7 cm; e. 7 cm; (das eine Ende ist abgebrochen); f. 3,3 cm (Ende abgebrochen); g. 6,3 cm; h. 2,5 cm; i. 2,3 cm (hat kein Ende); j. 3 cm; k. 2 cm; l. 1,9 cm; m. 2,3 cm (mit einem Verbindungsbolzen am Ende). 158 (Taf. XXXIX, 10). Zwischen den Eisenbeschlägen des Köchers lagen drei schmiedeeiserne Pfeilspitzen. 1 ^ Die eine Pfeil­spitze ist deltoidformig, mit je einer Längsrippe. Ein grosser Teil des Doms ist abgebrochen. L. 5,55 cm, Br. 1,85 cm; die Länge des Dorn-Bruchtückes 0,7 cm. Von den beiden anderen Pfeilspitzein ist nur das eine, stark schadhafte Stück erhalten. Es ist vier­kantig, mit einer Rinne auf jeder Seite. Der 3,6 cm . lange, eckige Teil sitzt auf einem zylindrischen, Hals, der sich dann in der sich verjüngenden Angel fort­setzt. L. 8,8 cm, Br. 0,5 cm'; L. des zylindrischen Tei­les 0,5 cm, L. der Angel 2,7 cm, (Taf. XXXIX, 2—3). Über dem Schwertgriff — d. h. ausserhalb des Kö­chers — lag eine mondsichelförmige, gegabelte Pfeil­spitze, deren Gabel durch eine stark erhabene Rippe von der Angel getrennt ist. Eine der beiden Zinken ist abgebrochen. L. 9,6 cm, Br. 4,85 cm; L. der Angel 4,8 cm. (Taf. XXXIX, 1). Im Grab waren auch drei Eisenringe, von denen zwei möglicherweise zum Köcher gehörten; der dritte Ring war im Becken zum Vorschein gekommen. Masse: d 3,4 cm; 3,5X3,1 cm; 3,4 cm, (Taf. XXXIX, 7—9). Im Becken fand sich auch eine leierförmige Eisen­schnalle, der Dorn ist abgebrochen. L. 4,4 cm, Br. 2,7 cm, (Taf. XXXIX, 6). Zum Grabfund gehören noch einige eiserne Bruch­stücke und ein in situ geborgener Eimer. Der 12,5 cm lange gegossene Griff mit schraubenförmigein Win­dungen fügt sich in beilförmige, zurückgebogene Ösen ein. Die Breite der umlaufenden Reifen und ihr Durch­messer betragen von der Mündung abwärts: 0,9 cm und 13,5 cm; 2,3 cm und 14 cm; 1 cm und 14,4 cm; 1,1 cm und 15,5 cm; 1,5 cm und 15,7 cm; Höhe des Ei­mers 13,7 cm. (Taf. XXXIX, 11). Grab 31 Tiefe der Grabgrube 80 cm; Orientierung : W —O; Geschlecht: ?; Alter 14 Jahre; ohne Beigaben. Grab 38 Tiefe der Grabgrube ?; Richtung: W—O; Geschlecht: weiblich; Alter: 35—40 Jahre. Ohne Beigaben. Grab 39a und 39b Tiefe der Grabgrube ? ; Orien­tierung ?; Geschlecht: männlich und weiblich; Alter: 40—45 und 30—35 Jahre. Die beiden Skelette lagen unmittelbar nebeneinander. Ohne Beigaben. Grab 40 Tiefe der Grabgrube ? ; Orientierung : NW—SO; Geschlecht: männlich; Alter 40—45 Jahre. Die Arme lagen im Becken, die Finger auf den Schen­kelknochen, was daran denken lässt, dass das Grab aufgewühlt, oder dass die Hände der Leiche abge­schnitten wurden. Ein Fingerknochen ist mit Patina überzogen. Das Grab enthielt keine Beigaben.

Next

/
Oldalképek
Tartalom