Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)

K. Peschel: Zum Flachgräberhorizont de Laténekultur in Thüringen

Abb. 5: V erbreitung der thüringischen Variante des Pufferhalsringes und des Armringes mit Wulstgruppendekor (cf. Listen 4 und 5, p. 214). die an Arm- und Fußringen in die ornamentale Gestaltung einbezogen, an Halsringen eher wie ange­heftet wirken. Erst hierher gehört die Mehrzahl jener Pufferhalsringe, an denen Knoten und Rippen im Wechsel, aber dicht aneinandergereiht, den Ringkör­per bis zur Hälfte einnehmen. Die Zahl der Knoten schwankt zwischen vier und sieben auf jeder Seite. In diesen Ringen muß die einheimische Art des Halsschmuckes gesehen werden (Abb. ■5)(35 36/). Außer­halb der Reichweite der thüringischen Gruppe sind mir solche Stücke nur vereinzelt begegnet, so in je einem Beispiel aus Hessen und aus Nordböhmen(38). Formverwandt erscheint ferner ein Halsring aus Andelfingen, Grab 5. Er stellt, im plastischen Stil verziert, zusammen mit späten Frühlatènefibeln und einem Hohlbuckelring ein gutes Paradigma für die Stufe Lat éne B2 dar(37). (35) G. Neumann, o. r., WZJ, V, 1955/56, 532 — 534. (36) Gießen-Rodberg: O. Kunkel, Oberhessens vorge­schichtliche Altertümer. Marburg 1926, 214, Abb. 199,7. Koätice, okr. Lobosice: J. Filip, o. c., 1956, Tab. XLVII, 17. (.37) Cf. D. Viollter, o. r., Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, NF, XIV, 1912, 26, PI. 11,1 — 6; W. Krämer, o. c., Germania, XXXIX, 1961, 35, Taf. 16. (38) Auf Grund ties Ensembles könnte der Ring aus Ranis, Grab 40 ein Beispiel der Stufe Laténe B, darstellen, cf. H. Kaufmann, o. c., 1959, 126, Taf. 48, 14-16. Es ist möglich, daß die Fertigung der thüringischen Variante des Halsringes schon früher begonnen hat Í38) ; sie setzte sich jedoch erst jetzt durch, ohne freilich alleinige Geltung zu erlangen/39). Die thürin­gischen Ringe haben sogleich eine weite Verbreitung nach dem Norden genommen, streuen linkselbisch bis in die Altmark/40) und stellen das Vorbild für die Ringimitationen der Brandgräberzone dar. Die aus Urnen der Jastorfkultur im Mittelelbegebiet, beson­ders an der Havel bekannten Halsringe, die in der Regel über einen Eisenkern gegossen sind, zeichnen sich durch eine Vielzahl von dicht aneinandergereih­ten Knoten, oft mit gelegentlich fast gleichge­wichtigen Zwischenrippen, aber auch ohne solche, aus(41). Sie erweisen sich damit als Abkömmlinge unserer thüringischen Halsringe und lassen neben (39) Hier wäre die von Th. Voigt, o. c., JMV, LII, 1968, 163 — 165. als Variante K bezeichnete Gruppe im Südteil der Brandgräberzone vorkommender Ringe zu nennen. Örtliche Imitation gerade dieser Stücke will mir allerdings (wie schon G. Neumann, o. c., WZJ, V, 1955/56, 540) unwahrscheinlich Vor­kommen . (40) Nördlich des Kartenrandes Abb. 5 Beispiele von Börstel, Kr. Stendal; Lockstedt, Gem. Neuendorf, Kr. Klötze; Winkelstedt, Gern. Bonese, Kr. Salz­wedel; cf. bei Th. Voigt, o. c., JMV, LII, 1968, 214, 217, 224. (41) Vornehmlich Variante O nach Th. Voigt, o. c., JM, LII, 1968, 183-192. 210

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