Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)

Z. Wozniak: Die Kelten und die Laténekultur auf den thrakischen Gebieten

Alll>. 1 : Frühe Funde von Latône-Typus aus Bulgarien. 1 = Einzelfunde (Datierung nicht ganz sicher) ; 2 = Latène- Funde in Grabkomplexen ; 3 = Einzelfunde vorn Laténe B — Typus. Zwischen 212 und 179—175 ist in den keltisch­­thrakischen Beziehungen eine Zwischenstufe zu verzeichnen, eine Zeit, wo die gegenseitigen Verbin­dungen gelockert wurden. Es ist bemerkenswert, daß die Quellen aus dieser Zeit über einen keltischen Druck nach Osten (die Bedrohung Olbinens(-), eventuell auch das Ansiedeln der Kelten an der Dona­umündung) zu sprechen scheinen. Die Teilnahme der keltischen Skordisker — eines Stammes, der bei dem Donauknie neben Belgrad (ant. Singidunum) angesiedelt war — zusammen mit Bastarnen an den Kämpfen in Dardanien in Jahren 179—175 war ein Ergebnis des Abkommens mit dem makedonischen König Persäus(22 23), und beginnt eine neue Periode der keltisch-t (irakischen Beziehungen. Diese Periode kennzeichnen viele Überfälle der Skordisker gegen Makedonien, die oft zusammen mit den thrakischen Stämmen untergenommen wurden. Die Skordisker und die Bastarnen (vielleicht ein keltisch-germanischer Stammverband) spielten in dieser Zeit eine Rolle der wichtigsten militärischen und politischen Faktoren im nördlichen Teil der balkanischen Halbinsel. Der Zusammenbruch der Macht der Skordisker war eine Folge der Niederlage, die sie von Lucius Cornelius Scipio (wahrscheinlich im Jahre 84) erlitten haben. Nachher hat der dakische König Burebista seinen Staat (22) \Y. Dittenberger, Sylloge Imcriptionum Graeca­­rum. Lipsiae 1915 — 1924, N° 495; Ff. P. O. KaryS- kovskij, Istrija i ee sosedi na rubcze JII — II v. do. n. e. VDI, 1971, fase. 2, 36 ff. (23) Über die Geschichte der Skordisker siehe F. Papazoglu, o. r., 209 — 298 und passim. zu einer Großmacht entwickelt. Die Bastarnen haben aber auch weiter von Zeit zu Zeit die Überfälle geben Römer aufgenommen. Die Feldzüge, die M. Licinius Crassus in Jahren 29/28 vor der Zeitwende!24) geführt hat, haben die Lage grundsätzlich geändert und zur Eroberung Mösiens gebracht. Der nächste wichtige Moment in der Geschichte die­ser Gebiete kam mit der Veränderung der Rechtsver­hältnisse durch die Begründung der Provinz Moesiavor dem Jahre 15 u.Z. Man sollte auch einige andere wich­tige Momente aus der Geschichte dieser Zeit erwäh­nen. Der Stammesname Moesii wurde zum ersten­mal in Verbindung mit dem Feldzug („Bellum Dar­­elanicum”) von Gaius Scribonius Curio gegen Dar­­danern (wahrscheinlich im J. 75 vor der Zeitwende) genannt(25). Man kann annehmen, dass die Moesii bis zum Jahre 84 unter einer Domination der Skordisker blieben. Da auf dem mösischen Gebiet ein bestimmt keltischer Ortsname Bononia bestätigt ist, und uns vom Land der Triballer (weiter östlich) noch ein keltischer Na­me Icncidunum bekannt ist(2(i), ist daraus zu schließen, daß im mittleren Teil Mösiens keltische Enklaven vorhanden waren. Die Entstehung dieser Namen und der keltischen Enklaven kann man auf die Zeit der skordisker Domination datieren. (24) Cassius Dion, LI 25, 4. (25) Cf. F. Papazoglu, o. r., 312 — 316; A. Möcsv, o. r., AAntHung, XIV, 1966, 99 ff. (26) V. Be§evliev, Epigrafski prinosi. Sofia 1952, X - 59, 92. 12* 179

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