A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve: Studia Archaeologica 4. (Szeged, 1998)

FISCHL Klára: Klárafalva-Hajdova bronzkori telltelepülése II.

kennzeichnenden Merkmaie durch die ausführliche typo- des Keramikmaterials beweisen überwiegend die Anwe­logische Analyse nachgewiesen werden. Die Kennzeichen senheit der jungen Phase. DIE ANGABEN DER STA TISTISCHEN ANALYSE Nach der statistischen Untersuchung der Gänze des im Quadranten A von Klárafalva-Hajdova vorgekommenen Keramikmaterials (s. den Anhang!) — wovon wir die cha­rakteristische Absonderung des jüngeren und des älteren Materials erhofften — konnte es festgestellt werden, daß das Vorhandensein der zweihenkeligen Krüge auch in den oberen Schichten charakteristisch ist (Abb. 59. 1). Die Da­tierung der unteren Schichten der Siedlung wurde auch durch die Tatsache erschwert (die sonst in der ersten Ko­lumne der statistischen Tabellen eindeutig abzulesen ist), wonach das Fundmaterial der unteren Schichten (Häuser G und I) hinsichtlich der Stückzahl nach der Größenordnung kleiner war als das Material der oberen Schichten. Das beschränkte das Erscheinen der größeren Typenzahl, so kann die Typusvariabilität dieser Schichten nicht als reprä­sentativ betrachtet werden. Das Diagramm der prozentua­len Verteilung der Typen nach den Schichten zeigt irreführende Ergebnisse beinahe in jedem Fall, weil eine recht hohe Prozentsäule auch eine minimale Stückzahl bei den unteren Schichten bezeichnen kann. DIE ANGABEN DER IMPORTSTUCKE Die zum Fundmaterial der Niveaus gehörenden Importge­genstände bekräftigen die Datierung in den älteren Horizont der Kultur nicht: Das unter dem Fußboden des Flauses I vorgekommene Importstück der Kultur der Inkrustierten Ke­ramikvertritt einen allgemeinen Typ, der sowohl in der älteren als auch in der jüngeren Gruppe der Kultur der Inkrustierten Keramik aufzufinden ist (Abb. 27. 14). Die aus dem Haus F und D veröffentlichten inkrustierten Importgegenstände kön­nen der südlichen Gruppe der Kultur der Inkrustierten Kera­mik, deren jüngerem Horizont zugeordnet werden (Abb. 19. 13; Abb. 23.11-12). Die vom Gebiet der Vatya-Kultur stam­menden Importgegenstände vertreten ausnahmslos die späte, sog. Koszider-Phase dieser Kultur (Abb. 14.1 ; Abb. 23.1 ; Abb. 32.2; Abb. 46.5). Ein Gefäß der Vattina-Kultur kam in der obersten, extra behandelten Einheit des Quadranten B zum Vorschein (Abb. 37. 2). Im späten Form- und Motivschatz der Perjámos­Kultur können aber zahlreiche Elemente beobachtet werden, die der typologischen Klassifikation nach in der Keramikkunst anderer Kulturen bekannt sind. Im Form­schatz der Perjámos-Kultur gingen die Elemente der Vattina- und Füzesabony-Gyulavarsánd-Kultur, ferner die der Hügelgräberkultur auf. Die Benutzung dieses Form­und Motivschatzes bei der Perjámos-Keramik bestimmt das Verhältnis dieser Kultur zu den, sie umgebenden anderen Kulturen viel besser als die Importgefäße. ZUSAMMENFASSUNG Die typologische Bewertung und Analyse des Fundmateri­als der Häuser D-F weisen auf einen chronologischen Un­terschied hin, obwohl die Angaben der Analyse wegen der oben aufgezählten Gründe nicht unbedingt eindeutig sind. Damit stimmen das gleiche System der Fußböden der Hä­user E-H und die dicke Aufschüttungsschicht zwischen dem Haus D und E ein weinig überein. Auf dem Niveau des Flauses können aber schon zahlreiche späte Kennzeichen beobachtet werden. Dieses Phänomen kann vielleicht gede­utet werden, daß man den feinen, in der Sachkultur der Gemeinschaft eines, an Ort und Stelle neugestalteten bzw. umgebauten Hauses (Häuser FI-F) stattgefundenen Ände­rungen auf diese Weise auf der Spur folgen kann. Im mini­malen Fundmaterial des Hauses H und I fehlen die späten Züge vollkommen. Die Siedlungserscheinungen trennen diese Häuser voneinander. Trotzdem vertreten die beiden unteren Schichten die älteste Phase der Siedlung. Von der Tatsache ausgehend, daß das Material der Schicht E (da es von unsicherem Ursprung ist) bei der typologischen Analyse nicht berücksichtigt werden konnte, ferner daß eine 40-60 cm dicke Schicht vom Hügelrücken vor der Ausgrabung abgetragen wurde, und daß das Mate­rial des Hauses H und I wegen der wenigen hier vorge­kommenen Funde unbewertbar ist, ist es die Siedlungserscheinungen und die typologischen Beobach­tungen zusammenfassend feststellbar, daß man im Falle dieses Fundortes aufgrund der Ergebnisse der im Jahre 1931 und 1969 durchgeführten Ausgrabungen im Leben der Perjámos-Kultur mit der Ansiedlung schon in der frühen Phase der Kultur rechnen kann. Hier kann es be­sonders um die 2. und 3., aufgrund des Gräberfeldes von Szőreg abgesonderte Phase gehen. Ein sehr reiches Fund­material kam aber in der späten Phase (sog. Szőreg 4-5) vor, welche Phase auch als junge Phase genannt wird, und welche nach der Aussage der Entwicklung der inneren Motive und der Importstücke auch während der Koszider­Periode existierte. All diese werden durch die Radiokarbondaten der von O'Shea in Klárafalva und Kiszombor durchgeführten Ausgrabungen unterstützt (BRONZEZEIT 1992, 45; FOREN-

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