A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1989/90-1. (Szeged, 1992)

Régészet - Kőhegyi Mihály–Vörös Gabriella: 3–4. századi temető és 4–5. századi település Szeged–Algyőn

die Erde vertieft wurde. Auf die Dachkonstruktion haben wir keinerlei Hinweise gefunden, eben­sowenig gab es einen Ofen oder eine Feuerstätte im Haus. (s. B. 27). Die Rauchkommer zählt zur ersten ausgegrabenen authen tischen Spur der Speisenkonserrierung aus der Sarmantenzeit der Tiefebene. Von der Feuerstätte wurde der Rauch durch einen langen Rauchabzug bis zur regelmässig geformten grossen Rauchgrube geführt. Eine Feuerstätte vongrossem Ausmass war an einer Seite der Arbeitsgrube ausgebildet, in der auch die Öffnung eines Freiofens Lag. (s. B. 28. a —b). Die aus dieser Siedlung freigelegten Fundsachen gehören ohne Ausnahme dem Kreis der Keramik an. Zur Gruppe I. gehört die römische Importkeramik, die in unserer Siedlung von einem einhenkeligen, grün glasierten Krug vertreten ist (s. B. 24). In die Gruppe II. haben wir die handgeformten, grob ausgestatteten Töpfe eingeordnet. Der grösste Teil des Keramikmaterials gehört dem grauen, auf Drehscheiben geformten Typ (Gruppe III.) an. Wir haben darunter auch einige besonders fein ausgestattete Gefässscherben aus der Hunnenzeit (IV. T. 9., V. T. 1., VI. T. 1.) gefunden. Die glim­merigen, auf Töpferscheibe geformten Kochtöpfe erscheinen in den spätsarmatischen Siedlungen am Ende des 4. Jh-s (IV. T. 1., 8., VII. T. 1., 10.) (Gruppe IV.). Aufgrund der Zusammensetzung und der Charakteristika des Fundmaterials, der geographischen Lage der Siedlung und des uns zur Verfügung stehenden knappen Quellenmaterials halten wir den Fundort für eine Siedlung aus der Hunnenzeit, die in der Periode zwischen dem Ende des 4. Jh-s und der Mitte des 5. Jh-s existiert hat. 116

Next

/
Oldalképek
Tartalom