A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)

Hegedűs, Katalin. Der Tumulus mit dem Grubengrab von Szentes-Besenyőhalom

Abb. 9 ZUSAMMENFASSUNG Die in der Fachliteratur registrierte Zahl der sog. „Kumanenhügel" also der Kur­gane Ungarns stieg mit der Erschliessung des Besenyőhalom von 35 auf 36 an. 6 Zur gleichen Zeit konnte die neuere Forschung in einem verhältnismässig kleinen Gebiet : an einer zwischen der östlichen Landesgrenze und der Theiss durchgeforschten Flä­che von 16 800 km 2 das Vorhandensein von 4000 Kurgane feststellen. 7 Im Verhältnis der Zahl der annehmbaren Hügelgräber des sich auf die Gebiete von der Ukraine über die Ostslowakei, Ostungarn und Rumänien bis in die nördli­chen Teile des heutigen Jugoslawien erstreckenden mächtigen Kurganfeldes stehen uns aus den betreffenden Ländern nur in verschwindender Anzahl Grabungserfolge zur Verfügung. Die hinter den Möglichkeiten und Bedürfnissen weit zurückblei­bende Erschliessungstätigkeit kann auf folgende Ursachen zurückgeführt werden ; die­se sich chronologisch und kulturell in mehrere Horizonte gliedernden Hügelgräber sind grösstenteils beigabenlos oder im besten Falle an Beigaben recht armselig, die Gräber sind durch ihre schon aus weiter Ferne sichtbaren künstlichen Hügel fast ausnahmslos gestört oder ausgeplündert worden, ferner geht die Erschliessung dieser oft 4—6 m hohen Hügel von 50—70 m Durchmesser mit sehr vielen Unkosten einher und beansprucht sehr viel Arbeit. Für die archäologischen Forschungen des 19. Jhs hat der in Ungarn im Jahre 1876 abgehaltene Internationale Kongress für Urgeschichte einen grossen Schwung verlie­hen. Es ist nachdenklich, dass diesem sich der Vergangenheit zuwendenden, grossen nationalen Aufschwung, der Periode von begeisterten autodidaktischen Vorläufern eigentlich 69% der bisher erschlossenen Kurgane zu verdanken ist. 8 6 Ecsedy, I. —Virágh, D., Vorbericht über eine Untersuchung nach der Verbreitung der Kurgane in Ostungarn. MittArchlnst 4. 1973. 32. 7 Ebd.: 33. 8 Die im Gebiet der heutigen Komitate Hajdú-Bihar und Szabolcs-Szatmár am Ende des vori­gen und zu Beginn des laufenden Jahrhunderts vorgenommenen Erschliessungen (25 Hügel) haben A. Jósa und L. Zoltai durchgeführt. Die Bibliographie ihrer Tätigkeit s. Kalicz, N.. Die Frühbronzezeit in Nordost-Ungarn. Bpest. 1968. S. 16—21. 3* 35

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