A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1969. 2. (Szeged, 1969)

Csallány, Dezső: Der Schatz der Csanáden

A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve 1969/2. DER SCHATZ DER CSANÁDÉN von DEZSŐ CSALLÁNY (Jósa András Museum, NYÍREGYHÁZA) Mehr als 160 Jahren, vorher in 1799 kam der Goldfund von Nagyszentmik­lós ans Tageslicht, aus welchem 23 Gefäße in das wiener kunsthistorische Museum gelangten und dort noch heutzutage vorhanden sind. Es ist festzustellen, dass die Gefäße von Nagyszentmiklós Ritual-Opfergefäße waren, deren jeder Typ paarweise vorkam. Das Gewicht eines jeden Paares und auch das Mass sind meistens gleich, ihre Feinheit schwankt zwischen 18—20 Karat. Die Zahl der Fundstücke war ursprünglich höher. Schätzungsweise konnten es insgesamt 36 sein, von welchen 13 Stück (5 Krüge, 3 Schüsseln, 2 Becher, eventuell 1 Trink­horn und 1 Schälchen, usw.) in den Händen der Finder verschwanden, nicht zu sprechen von der Beschädigung der Gegenstände, von den abgerissenen Henkeln und anderem Schaden. Der Goldfund aus Nagyszentmiklós ist eine der schönsten und pracht­vollsten Goldschmiedearbeiten der Welt. So nimmt es nicht wunder, daß man sich bisher in etwa 140 Studien mit seiner Problematik beschäftigte, ohne daß man sein Zeitalter oder seine Volksangehörigkeit richtig lösen hätte können. Die reiche archäologische und linguistische Literatur folgt der Gefäßnummer­Reihenfolge der Publikation József Hampels. An den Tauf schalen Nr. 9 und Nr. 10: finden wir die Aufschrift des gleichen griechischen Textes mit griechischen Buchstaben, die man wenigstens in 9 Varianten entziffert hat. In der Aufarbeitung von Keil z. В.: — „Christus hat den Menschen durch Wasser erlöst und schickte den neuen heiligen Geist hinauf." Den Entzifferungsversuch von Géza Fehér hat die Kritik nicht ange­nommen: „Durch Wasser beruhige Sankt Jesus Stephan, Paul's Sohn." An dem Krug Nr 2, finden wir eine eingekratzte Tamga (Stammeszeichen), die noch keine nähere Erklärung hat. Ebenso können wir auf dem Krug Nr 2, auf der Fahne der Reiterfigur Kerbzeichen bemerken, die ich nicht nach dem Original, sondern nur aus der zusammenfassenden Publikation von Mawrodinow photographieren lassen konnte. Deshalb konnte ich mich mit diesen Kerbzeichen nicht eingehend be­schäftigen. Die ersten zwei Zeihen bedeuten den Namen Bez. Auf dem Krug Nr 6 und 23 habe ich in dem gleichen Kerbschrifttext ein, in das türkische Kerbschriftsystem nicht gehörendes Zeichen, einen cyrilli­schen Buchstaben entdeckt, der mit dem Vokal ,u' identisch ist. An der Schale Nr 21 können wir einen, zwar mit griechischen Buchstaben geschriebenen, aber keinen griechischen Text lesen, den Vilmos Thomsen für tür­kisch hielt. Nach ihm ist die Bedeutung: Bulla zoapan täsi düg'dtügi 201

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