A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1969. 2. (Szeged, 1969)

Németh, Péter: Bemerkungen zur Auswertung des sog. Schatzfundes von Tokaj

auch durch den Grabfund von Esztergom bekräftigt. Dieser ergab unter Ge­genständen wie der Denar von Endre I. Fragmente eines Gehänges, den Ge­hängen von Tokaj sehr nahestehend, aber mit beuligem, granuliertem Kugel im Dekor. 78 Im Fund wurden 11 byzantinische Goldmünzen gefunden, 10 Stücke zwi­schen den Jahren 945—959 geprägt. Die Forscher haben auf Grund dieser Mün­zen festgestellt, dass der Fund, bzw. seine einzelne Objekte, mit der Ausnahme der S-förmige Haarringe gegen die 60-er Jahren des 10. Jahrhunderts entstan­den. Die fast gleiche Zeitstellung der Objekte aus der Zeit der Landnahme in Ungarn, welche nicht zum Schatz gehören, begründete diese Meinung. Aus 11 Münzen sind 10 umgeschnitten, „Die Umschneidung wurde absichtlich gemacht, der Christuskopf mit der Glorie wurde nicht berührt." 79 Doch die byzantinische Finanzpolitik hat die umschnittene Münzen nicht anerkannt. 80 Die Münzen können also — ohne Zeitstellungswert — entweder als Bruchgold im Schatz betrachtet werden, oder — wie es bereits von J. Hampel vorgeschlagen wurde 81 — als dem Religionskult dienende Amuletten (wenn die absichtliche Um­schneidung in Betracht gezongen wird). Die noch nicht erwähnten, in einander geknüpften, einfachen, offenen, schlichten goldenen Ringe sind unserer Meinung nach gleichen Alters wie die herzförmigen Kettengliedern aus der Bronzezeit [Inv. Nr. 65/1896. 1. (4 St.) und 119/1896. 3—10.]. Sie wurden so auch ins Inventarbuch eingetragen. Ge­hörten sie zum Schatz, oder nicht, verändern sie das Gesamtbild des Schatzes von Tokaj nicht. Die drei verschiedenen byzanthinischen Gewichte verstärken die Annahme, dass der Schatz im Besitz eines herumziehenden Schmuckhänd­lers war. 3. Im Vergleich zum grossen Hacksilberfunde-Horizont von Ost-Europa aus dem 11. Jahrhundert ist das Material des Karpathen-Beckens relativ klein. Der Schatzfund von Darufalva, deren richtige Zeitstellung erst in den letzten Jahren erfolgte, 82 der Schatzfund der neuen Ausstellung im Ungarischen Natio­nalmuseum aus unbekanntem Fundort 83 beweisen, dass die Menge des Bruchsil­bers viel grösser sein durfte. Die neun Gehänge des letzteren Schatzfundes, mit drei Kügelchen im Dekor, steht den Gehängen von Tokaj sehr nahe, zwei Armbände kamen aus demselben Werkstatt, wie die Armringe von Kladovo und die bulgarischen Exemplare. Z. Kádár erwähnte ein dreikugeliges Gehänge aus unbekanntem Fundort (Ungarisches Nationalmuseum, Inv. Nr. 109/1897. 2.), welches wahrscheinlich aus Sibenbürgen kam, weil sein Verkäufer ein Kron­städter Händler war. 84 Unsere Funde beweisen gleichzeitig, dass die Schmücke, die von den Forschern schon früher für byzantinische Ware -gehalten wurden (wie die drei­r8 Zolr.ay L.: Pénzverők és ötvösök a románkori Esztergomban Arch. Ért. 92. (196L>) 155., Bild 3. 3— За. 79 Hampel: Arch. Ért. 17. (1897) 241. 8 ' J Mitteilung von István Gedai (Münzensammlung des Ungarischen Nationalmuseums). 81 Hampel: Arch. Ért. 17. (1897) 241. 82 Bona, I.: Der Silberschatz von Darufalva. Acta Arch. Hung. 16. (1964) 151—169. Taf. I—II. 83 UNM. Tnv. Nr. 61.5.1.B., — 61.5.9.B., 61.5.12.B. — 61.5.13.B.. Für die Erwähnung des Fundes ich István Dienes meinen Dank aussagen. Vielleicht entspricht es Kádár: op. cit. 201. Taf. IX; 4—5. 84 Adolf Resch, der Verkäufer, war nach einer Bemerkung des Inventarbuchs ein Kronstädter Händler (Brasov, Rumänien) Vergl. Kádár: op. cit. 201. Taf IX. 3. 197

Next

/
Oldalképek
Tartalom