Nagy Gyula (szerk.): A Szántó Kovács Múzeum Évkönyve (Orosháza, 1960)

Népművészeti tárgyak az Orosházi Múzeum anyagából

511. III« Geschnitzte Waschmangel Y/enn die hausgewobene Leinwand gamengelt wird, wird sie weicher, als gebügelt. Eben darum werden in Orosháza die Handtücher aus Hausleinwand in vielen Haushaltungen noch immer gemangelt. Die Waschmangel ist ein aus Hartholz verfertiges Rechteck mit einem Stiel. Im Museum von Orosháza sind 15 ST. solcher Mangeln befindlich. Mit Ausname von zwei von ihnen haben alle eine gekerbte untere Fläche, Einige unter den Mangeln sind in der Mitte dicker, als am Rand, aber es gibt auch solche, die ganz flach sind, Die meisten sind nicht verziert. Aus den im Museum befindlichen Exemplaren gibt es nur 7 ST., die beschnitzt sind. Unter den Mangeln, die praktisch benützt werden, gibt es noch wenigere mit einer Verzierung. Aber in vielen Fällen schnitt der Her­steller seinen Namen und den Zeitpunkt der Herstellung auch in die einfacheren Stücke ein. Eine der Aufschriften zeugt davon, dass es seitens der Junggesellen auch hier gebräuchlich war, ihren Verlobten eine Mangel zu schnitzen. In Orosháza gibt es noch vielerorts Y/äschemangeln, sie werden aber nur an wenigen Orten benützt, weil die hausgewobene Leinv/and von der Fabrikindustrie schon fast gänzlich verdrängt worden ist. Das Mangeln wird folgenderweise durchgeführt. Die gewaschene und danach getrocknete Y/äsche wird mit Wasser bespritzt, nachher zusammengefaltet und aufeinander ge­legt, um weich zu werden. Gemangelt wird es auf einem Tisch. ZuerC-t) wird die Y/äsche und den Walker gewunden.

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