Nagy Gyula: Parasztélet a vásárhelyi pusztán (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 4. Békéscsaba, 1975)

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pyramidenförmige, aus Lehm gebaute Ofen im Zimmer durch eine Öffnung von hier ge­feuert wurde. Die Küche war wegen des teils geöffneten Daches im Winter sehr kalt. Hier blieben sie nur wenn es unbedingt nötig war, der wahre Wohnraum war das angenehm geheizte Zimmer. Der Ofen wurde von einer Sitzbank umringt, auf der man auch schlafen konnte. In der gegenseitigen Ecke stand der Tisch mit der aus Holz verfertigten Sitzbank, an die größte Wandfläche wurden die Betten, denen gegenüber der Schrank gestellt. In dem Ofen des Zimmers wurde Brot gebacken und einige Gerichte gekocht. Als die mo­dernen geschlossenen Schornsteine erschienen, mußte die Feuerbank in der Küche und damit auch der Ofen im Zimmer abgerissen werden. Von hier aus nimmt die Größe der Küche zu, nachdem sie warm geworden war und das Heizen des Zimmers mit dem aufgestellten eisernen Ofen viel schwieriger gewesen war, wurde sie der Mittelpunkt des hier herrschenden Lebens. Der Abbau der Öfen wurde auch dadurch beschleunigt, daß es nach 1950 das zu Hause gebackene Brot immer seltener war. Aus der Küche öffnete sich ein anderer Raum, die Kammer, wo verschiedene Lebensmittel, Geschirre und kleinere Werkzeuge gelagert wurden. Der selbstversorgende bauerliche Haushalt hatte sehr viele Ausstattungen und Vorräte, deshalb mußte die Kammer genug groß sein. Wenn es — aber nur selten — an der Stelle der Kammer auch ein anderes Zimmer eingerichtet wurde, so öffnete sich die Kammer als vierter Raum aus dem Freien. Das Kapitel beschäftigt sich ausführlich mit den Einrichtungen und mit dem Gebrauch eines jeden Raumes, besonders auf die zeitliche Änderungen und auf die verschiedenen Ver­mögensverhältnisse achtend. Der Dachboden muß auch als ein wichtiger Laderaum er­wähnt werden. Außerhalb des Wohnhauses finden wir viele Wirtschaftsgebäude. Je bemittelter der Besitzer war, desto mehr Ställe brauchte er für die Tiere und auch die Getreidespeicher durften nicht wegbleiben. Eine wichtige, geschichtliche Vergangenheit hat die Erdmiete. Das ist eine ungefähr 2—3 m tiefe birnenförmige Grube. In den beiden Nachbarstädten sind sie reichlich zu finden, aber die spätere Pußtabewohner machten schon keine Erdmieten mehr, sondern statt deren wurden pyramidalförmige überirdische, aus Sonnenziegeln her­gestellte Gebäude gebaut. Aber in der letzten Hälfte des Jahrhunderts wurden auch diese verdrängt und statt deren wurden alleinstehende kleine Kammer für Getreidespeicher gebaut. Die Kleinbauern konnten ihr Getreide auch an dem Dachboden ablagern. Es fehlte fast von keiner Farm die aus Bretterwänden hergestellte luftige Maisscheune. Das wichtigste Nebengebäude war der Stall, der von der Zahl der Tiere abhängend getrennt war. Es gab 1—2 für die Pferde, ebenso für die Viehe, oder für jedes Tier nur einen. In Sommer wurden die Tiere im Freien in einer kleinen verzäunten Stelle, oder in einer überdachten seitenlosen Anlage gehalten. Die kleineren Tiere hatte man nach Sorten getrennt je in einen Stall. Es sind gaz speziell die rundförmige Ställe, die hier zu finden sind. Für die Wagen und für die Brennstoffe hat man überdachte Wagenschuppen ohne Seitenwände ei richtet. Stroh und Heu wurden im Freien gelagert, da das Austreten auch im Freien geschah. Ab Anfang des Jahrhunderts wurden auf jeder Farm laut der Zentral­dirigierung Abtritte errichtet, höchstens wurden sie nicht benützt. In einem anderen Abschnitt stellt uns der Verfasser das Leben des Einzelgehöftes im Sommer und im Winter dar. Da es hier keine Bäume gab, feuerte man am meisten mit Maishalm, mit Maisstumpf, mit Dünger oder mit Gas. Es wurde meistens mit Petroleum­lampe, seltener mit Kerze geleuchtet. Das Essen lief im Winter im geheizten Zimmer ab, und nachdem der Ofen zerstört worden war, geschah es in der warmen Küche. Im Winter aßen sie meistens nur zweimal : nach der Erledigung der Früharbeiten zwischen 9—10 Uhr, aus Wurst, Lebenwurst, Speck, Bratkartoffeln, Kuchen, Brei, Maiskuchen nahmen sie irgendwelches ein, also immer etwas Warmes. Zum Fleisch aßen sie immer Brot, das hatte bei ihrem Essen große Wichtig­654

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