Nagy Gyula: Parasztélet a vásárhelyi pusztán (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 4. Békéscsaba, 1975)

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keit. Die Reihenfolge beim Sitzen und auch beim Essen war bestimmt (fixiert). Zwischen 3—4 Uhr aßen sie das zweite Mal: Suppe und etwas Gekochtes. In der ersten Hälfte des 20 Jh. s traten sie von dem zweimaligen Essen auf das dreimalige über, die Umstellung hing von den Familien ab. Bei dem dreimaligen Essen frühstückten sie zwischen 7—8 Uhr etwas Leichtes, zwischen 12—1 war das Mittagessen als Hauptmalzeit und gegen 6 Uhr das Abendbrot, oft aus den Resten des Mittagessens. Die Ordnung des Schlafens wird im Buch auch bekannt gemacht. Die Burschen, die Söhne des Bauern oder die Knechte schliefen im Stall, die Anderen im Haus. Es wird auch die Ordnung der Winterarbeiten behandelt, einbegriffen auch die Alibiarbeiten, bei denen die gesellige Zusammenkunft zumindest so wichtig war, als die effektive Arbeit. Die sommerliche Lebensart unterschied sich wesentlich von dem winterlichen, sie richtete sich besonders zu den Feldarbeiten. In der erwähnten Zeit herrschte schon die Ordnung der dringenden Malzeiten, sie dauerten kürzere Zeit, weil sie die Zeit vom Früh­morgen bis zum späten Abend zweckmäßig ausnützen wollten. Der Platz des Schlafens wurde mehr auseinandergezogen und seine Zeitdauer bedeutungsvoll gekürzt. In den V. Kapitel werden diejenige Arbeiten zusammengefaßt, die im Jahr ein- oder zweimal regelmäßig oder seltener verrichtet werden, die von der Tagesordnung unabhängig waren. Zeitweise mußte man sich mit der Instandhaltung des Gebäudes beschäftigen. Darüber muß auch geredet werden, daß eine jede Generation das Haus einigermaßen umgebaut hatte. Es lief regelmäßig z. B. in den Farmgebäuden die Zerstörung (Abbau) der freien Rauchfänge, der Bau der zeitgemäßen Schornsteine und hiermit der Abbau der Öfen ab, vielleicht ihre Umsetzung in den Hof. Dazu und zum Renovieren der Mauern, brauchten sie Sonnenziegel, die von jenen Bodenlosen (Besitzlosen) hergestellt wurden, die sich gerade darauf spezifizierten. Das Schilfdach mußte regelmäßig repariert werden, es wurde sogar von der Mehrheit Anfang des 20. Jh. s durch Dachziegel oder Schindel umgetauscht, daß es oft mit dem Umbau des Dachwerkes im Zusammenhang war. Von den aus Lehmziegeln oder gedüngerten Erde gebauten Mauern fiel oft der dünne Kotüber­zug ab. Der mußte jährlich erneuert werden, aber diese Arbeit wurde schon von den Frauen häuslich erledigt. Wenn auch die Mauern vielleicht nicht jährlich mit Kot erneuert werden sollten, durfte das Einkalken der Mauern sowohl aus innen als auch von außen nicht versäumt werden. Das gehörte eben so zu den Frauenarbeiten, wie das tägliche Aufräumen und das jährliche Großreinmachen. An Sonntagen gab es größeres Aufräumen, da der Fuß­boden des Zimmers und die Vorderseite des Hauses mit kotigem Wasser aufgeschmiert wurde. Das Großreinmachen, das am meisten mit dem Einkalken vereint wurde, geschah vor den größeren Festen. Das Zimmer wurde nur einmal jährlich mit Kalk bestrichen, der Ofen öfters, die Küche zweimal und die Kammer vor dem Dreschen. Mit dem Einzug des Frühlings gab es auch größere Reinmachen. Zu den großen Ereignissen zählte man das jährliche ein- oder zweimalige Schweineschlach­ten. Mit dem Einzug der winterlichen Kälte flammte schon frühmorgens in den Farm­höfen das Feuer auf, in dem die Borsten des geschlachteten Schweines abgebrannt wurden. Zum Schlachten rief man gewöhnlich Mithelfer. In der Umgebung gab es immer einige, die sich besonders auf das Schweineschlachten verstanden, die schon bei mehreren Familien Schwein schlachteten, es in Stücke schnitten, daraus Wurst machten. Früher wurde das auf den Bauch gelegte Schwein auf den Rücken aufgeschnitten und das Rückgrad des Schwei­nes ausgehoben. Neuerdings wird es aufgehängt auf dem Bauch zerlegt. Der Speck wird abgetrennt, und in zwei Stücken geräuchert. Dieser war die wichtigste kalte Nahrung neben dem Brot vom Frühling bis zum Herbst. Die fleischigen Teile wurden hauptsächlich geräuchert und im Sommer, während der Zeit der großen Arbeiten gegessen. Die Därme, 655

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