Balassa M. Iván: A parasztház története a Felföldön (Miskolc, 1994)

ÖSSZEGEZÉS

„Szapha", „Cseresznyeg" und eventuell „ kürtő" - Kamin, Esse) gekennzeichnet, obwohl letztere weniger verbreitet war. Vermutlich erschienen hier ebenfalls mit dem Rauchfang zur gleichen Zeit die Beleuchtungs­nischen in den Wänden, aber deren Bezeichnung ist wahrscheinlich durch die spätere Verbreitung - bei weitem nicht so einheitlich, wie östlich vom Fluß Sajó. Im XVIII. Jahrhundert wird östlich vom Sajó der über den hinteren Teil des Flurs gestülpte freie Rauchfang mit Balkengerüst und Weidengeflecht - welcher auch schon im vorherigen Jahrhundert regist­riert werden kann - allgemeingültig. Der Grundriß allerdings bleibt unverändert, es kann weder eine umfangreiche Erweiterung in Längsrichtung, noch das Erscheinen von gesondert stehenden Kammern festgestellt werden. Die Wohnhäuser mit Steinwänden ersehenen in diesem Gebiet in der Volksarchitektur verhältnismäßig spät. Im XVIII. Jahrhundert - und auch in diesem mehr am Ende - treten sie isoliert an einigen Plätzen auf. Ein solches früheres Verbreitungsgebiet ist der östliche Teil des Hernád Flußtales und sich daran anschließend das Gebiet am Fuße des Tokajer Berges. In dieser Epoche erscheint auch im Komitat Heves in der Umgebung der Stadt Eger in der Baupraxis der Bauern die Steinwand, aber tatsächliche Bedeutung erhält sie hier erst im folgenden Jahrhundert. Die Kleinlandschaftsformen, bzw. deren Vorhergegangenes entstand zum Ende des XVIII. Jahr­hunderts, aber dies wurde damals noch in erster Linie durch Anordnung der Grundrißzeichnung, der Heizeinrichtungen, durch das Material und die Konstruktion der Wände usw., also durch die frontal nicht charakteristischen Faktoren offensichtlich. Die Dachform differenziert zu dieser Zeit schon bis zu einem bestimmten Grad die äußere Erscheinung der Häuser. Obwohl auch diese Annahme nur daraus geschlossen werden kann, daß anhand der aus dem XIX. Jahrhundert gefundenen mannigfaltigen Dachformen die Trennung dieser voneinander sicher schon in dieser Epoche begann. Falls die zwei auch im untersuchten Gebiet charakteristischen, grundlegenden Dachformen, das Sattel­dach und das Walmdach betrachtet werden, dann kann festgestellt werden, daß diese von den folgenden Grundtypen der Häuser des im XIX. Jahrhundert lebenden gemeinen Volkes abgeleitet werden: im Westen im Cserhátgebirge das abgewählte, von hier nach Osten bis hin zur Linie des Sajó das Satteldach und von hieraus erscheint wieder das abgewalmte Satteldach als Ausgangsbasis. Dies entspricht denjenigen Land­schaftsformen, welche in den westlichen Regionen mit der erhöchten Tendenz zur Längsrichtung und dem senkrechten inneren Rauchabzug auch in den mittleren Gebieten kennzeichnend sind, allerdings gemeinsam mit der aus separaten Gebäuden bestehenden Wohneinheit, vom Sajofluß nach Osten aber mit dem schrä­gen Rauchabzug und welche dadurch charakteristisch sind, da bis zum XVIII. Jahrhundert der Grundriß des Wohngebäudes höchstens durch den - wenn auch nicht immer mit diesem zusammengebaut - Stall erweitert wurde. Die Hausfront aber war - unserem Wissen nach - bis zu dieser Zeit unverziert. Einen Laubengang gab es nicht, die Bohlenwand scheint - jedenfalls im ungarischen Sprachgebiet durch die Qualität des zum Bau verwendeten Materials ungeeignet zu irgendeiner Art der Verzierung. Die Sohlenbalken-Fachwerk­konstruktion ging schon in die Baukunst der Volkes über, als die Gerüstkonstruktion noch nich als Front­verzierungselement auftritt. Die Steinwand aber erscheint erst zum Ende des XVIII. Jahrhunderts, so auch die behauenen Steinelemente (z.B. Fensterrahmen, Türrahmen) und deren aus Wandverputz gefertigte Imitation war damals noch nicht verbreitet. So ist das auf verschiedene Art verzierte Bauernhaus, welches in erster Linie bei den Architekturforschern ein beliebtes Thema war, eine ziemlich neue Erscheinung und in einer auswertbaren Anhäufung tritt es erst im XIX. Jahrhundert auf. Dieses Jahrhundert ist auch die Epoche der Verbreitung des Laubenganges. Es ist aufschlußreich, daß in den mittleren Teilen des erforschten Gebietes der Laubengang zuerst da auftritt, wo die Entwicklung des Grundrißes oder der Gebäudekonstruktion in Vergleich zu den anderen Gebieten weiter vorangeschritten war. So können im Komitat Heves dort, wo der zweite Raum erscheint, änlich wie im Süden von Borsod und Gömör, in Nógrád die ersten Laubengänge in der Mitte des Jahrhunderts registriert werden, es ist kennzeichnend, daß die später so charakteristischen Laubengänge an der Front oder der Seite des Wohn­hauses bis 1875. insgesamt nur aus vier Dörfern nachgewiesen werden können. Im Allgemeinen wurde der Laubengang erst im letzten Viertel des XIX. Jahrhunderts zu einem weitverbreitet angewendeten Elemen in der Baukunst des Volkes im erforschten Gebiet, verbreitete sich aber auch vom Hernadfluß nach Osten bis zu den Jahren um 1910. nicht in bedeutendem Maße.

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