A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 39. (2000)

KALICZ Nándor– S. KOÓS Judit: Település a legkorábbi újkőkori sírokkal Északkelet-Magyarországról

Tasič, N. 1959-60 Zavrsna istrazivanja na praistorijskom naselju Valac. - Final investigation of the prehistoric settlement of Valac. Glasnik Mus. Kosovo i Metohije. 4-5, 11-82. Todorova, H. 1995 Bemerkungen zum frühen Handelsverkehr während des Neolithikum und des Chalkolithikums im Westlichen Schwarzmeerraum. In: Hansel, B. (szerk.): Handel, Tausch und Verkehr im Bronze- und früheisenzeitlichen Südosteuropa. München-Berlin 53-65. Vasié, M. 1932-1936 Praistorika Vinča I-IV, Beograd Willms, Ch. 1983 Obsidian im Neolithikum und Äneolithikum Europas. Germania 61, 327­351. 1985 Neolithischer Spondylusschmuck. Hundert Jahre Forschung. Germania 63, 331-343. EINE SIEDLUNG MIT ÄLTESTNEOLITHISCHEN GRÄBERN IN NORDOSTUNGARN Das Gebiet des Karpatenbeckens und drinnen auch das von Ungarn spielt bei der Erkenntnis der Probleme der Neolithisierung und Entstehung der Produktionswirtschaft eine hervorragende Rolle. Aufgrund der bisherigen Forschungsergebnissen lief der Entstehungsprozess und die weitere Entwicklung gewissermäßig abweichend im östlichen und westlichen Gebiet Ungarns ab, das hauptsächlich durch die archäologische Hinterlassenschaft repräsentiert ist. Diese Sonderstellung zwishen den zwei Hälften Ungarns bestand vom Anfang des Neolithikums bis zur Spätkupferzeit, d. h. vom 7. Jahrtausend bis zum 4. Jahrtausend v. Chr. (BC) fort. Die Trennungszone zog sich entlang dem Donau-Theiß-Zwischenstromland, dessen weites Sandgebiet erschwerte zwar die Kommunikation zwischen den östlichen und westlichen Landesteilen, doch konnte es die Berührungskanale vollständig nicht abschließen (Abb. 1). Unter anderen trug der auch geographisch bestimmte Umstand zur mehr oder minder unterschiedlichen Charakter der östlichen und westlichen neolithischen Kulturen Ungarns bei, obwohl die Tendenz und das Rhytmus des Entwicklungsprozesses schien parallel zu laufen. In Ostungarn (wie auch in Westungarn) entstand das Neolithikum, d. h. die Produktionswirtschaft in zwei Etappen. In der ersten entwickelte sich die frühestneolithische Körös-Kultur als der nördlichste Ausläufer der balkan-ägäischen Kulturregion im 7-ten Jahrtausend v. Chr. (BC). Diese Kultur verbreitete sich auf die nördlichen Gebiete der Großen Ungarischen Tiefebene nicht. Tatsache ist, daß die Entstehung des frühesten Neolithikums in der Nordtiefebene nur eine Etappe später, auf das 6. Jahrtausend zu datieren ist. Eine neue Kultur, die Alföld-Linienbandkeramik (im weiteren ALBK) kam zustande, deren älteste, formative Phase als Szatmár-Gruppe genannt wurde. Die Szatmár-Gruppe verbreitete sich in der Nordtiefebene bis zum Abhängen des Berggebietes (Abb. 1). Infolge der großflächigen Rettungsausgrabung bei 73

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