A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)

VÖRÖS István: A szirmabesenyői császárkori telep állatcsontmaradványai

Rippenenden, an den abgetrennten Wirbelfortsätzen und an den Knochen der Fersengelenke ausgemacht werden. Wahrscheinlich wurden die Rinder seinerzeit in erster Linie als Zugvieh genutzt. In dieser Siedlung kamen beide Arten der Kleinwiederkäuder vor. Bei den weiblichen Schafen betrug der Widerrist eine Höhe von 60,6-66,0 cm und bei den Ziegen 69,0 cm. Die meisten Knochenüberreste (66,7%) stammten aus der bewachsenen Beinregion. Die vom Körperwuchs her kleinen und mittelgroßen Schweine wurden als Fleischvieh genutzt. Ihre Widerristhöhe betrug 59,0-64,5 cm. Die meisten Knochen stammten auch hier aus der bewachsenen Beinregion (45,3%) und aus der Kopfregion (36,7%). Die Pferde waren eine 130-135 cm hohe schmal gebaute Rasse. Aus einem Knochen wurden die sog. „Knochenkufen" geschnitzt, die aufgrund ihrer geschliffenen Oberfläche aber weder als Schlittschuhkufen noch als Schlittenkufen benutzt worden sein können. Das unvollständige Hundeskelett zeigt die Überreste einer ausge­wachsenen Hündin intermediären Typs mit einer Widerristhöhe von 53,48 cm. Die sog. „gestreuten" Funde von Hunden stammen von größeren Tieren. Sowohl das Haushuhn als auch die Hausgans waren mittelgroß. Die Bewohner der Siedlung jagten das im Barbaricim vorkommende Großwild. Der Auerochse war schon seltener, dafür kam hier das Hirschkalb vor. Der Damhirsch und das Wildschwein galten als gemeines Fleischwild. Die Bewohner der Siedlung von Szirmabesenyö betrieben im 2. Jahrhundert intensive Lebensmittelproduktion und deren Verbrauch. Der Tierknochenfund dieser Siedlung fügt sich von seiner Zusammensetzung und seinen Proportionen her gut in die Reihe der nord-nordostungarischen Siedlungen aus der Kaiserzeit ein (Tabelle 8), für deren Häufigkeit von Nutzvieh die Reihenfolge Rind-Schwein-Kleinwiederkäuer typisch war. István Vörös 236

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