A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)
VÖRÖS István: A szirmabesenyői császárkori telep állatcsontmaradványai
Matolcsi, J. 1970 Historische Erforschung der Körpergrösse des Rindes auf Grund von ungarischem Knochenmaterial. Z. Tierzüchtung, u. Züchtungsbiol. 87. 2. 89-137. P. Hartyáni, B.-Nováki, Gy.-Patay, A. 1968 Növényi mag- és termésleletek Magyarországon az újkőkortól a XVIII. századig I. Mezőgazd. Múz. Közi. 1967-68. 5-84. Schramm, Z. 1967 Die Röhrenknochen und die Widerristhöhe bei der Ziege. Roczniki Wyzzsej Szkoly Rolniczej w Poznaniu. Posen. 89-105. Teichert, M. 1969 Osteometrische Untersuchungen zur Berechnung der Widerristhöhe bei vorund frühgeschichtlichen Schweinen. Kühn-Archiv 83. Berlin, 237-292. 1975 Osteometrische Untersuchungen zur Berechnung der Widerristhöhe bei Schafen. In: Clason, A. T. ed.: Archeozoological Studies. Amsterdam-Oxford-New York, 51-69. Vörös I. 1993 Apagy barbaricumi császárkori település állatcsont-maradványai. Jósa A. Múz. Évk. 23-25. (1990-1992) Nyíregyháza, 33-65. TIERKNOCHENFUNDE AUS DER KAISERZEIT LICHEN SIEDLUNG IN SZIRMABESENYŐ In den Jahren 1966-67 führte KATALIN K.VÉGH (HOM) in der Gemarkung von Szirmabesenyő am rechtseitigen Ufer des Sajó Ausgrabungen zur Fundbergung durch. Ausser dem Fundmaterial aus der Kaiserzeit, welches auf das 2-3. Jahrhundert n. Chr. datiert werden kann, kam aus den oberen Schichten auch Material aus der späawarenund arpedenzeit zum Vorschein. Im Verlauf der Fundbergung konnten 1423 Tierknochen zusammengetragen werden; 985 davon (69,2%) stammten aus -der Kaiserzeit und 438 (30,8%) bildeten zusammen mit Überresten aus dem frühen Mittelalter einen gemischten Knochenfund (Tabelle 1). Innerhalb dieses Fundmaterials Hessen sich die Knochenüberreste von sechs Säugetierarten, d.h., von Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen, Pferden und Hunden, von zwei Federvieharten, d.h., von Haushühnern und Hausgänsen, sowie unter den Jagdwildarten die von vier Großwildarten, d.h., von Auerochsen, Damhirschen, Rehen (nur in den gemischten Schichten) und Wildschweinen bestimmen. Die Knochenüberreste der einzelnen Tierarten sind folgendermaßen aufgeschlüsselt, und zwar in der Tabelle 2 nach ihrer Anatomie, in Tabelle 3 nach den Körperregionen, in Tabelle 4 nach dem Lebensalter der Individuen und in den Tabellen 5, 6 und 7 nach den Knochenabmessungen. Die Höhe des Widerristes betrug bei den Kühen zwischen 103,8 und 109,3 cm, bei den Stieren zwischen 111,4 und 117,2 cm und bei den Ochsen zwischen 123,5 und 127,3 cm. Die meisten Rinderknochen stammen aus der Rumpf- (41%) und der sog. bewachsenen Beinregion (26,8%). Schnitt- und Stichverletzungen konnten an den 235