A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 33-34. (1996)
FÜGEDI Márta: Borsod megye népe a millenniumi kiállításon
AUF DER MILLENNIUMSAUSSTELLUNG DER LANDESKINDER VON BORSOD In dem sog. Volkskundedorf mit seinen 24 „Typenhäusern", das auf der Tausendjahrfeier zur Landnahme der Ungarn veranstalteten Landesausstellung errichtet worden war, wurden Landschaftseinheiten, Volksgruppen und Volkskunst mit viel Erfolg vorgestellt, welche man als die charakteristischsten für die ungarische Volkskultur erachtete. Das Komitat Borsod war durch einen neuen Haustyp der Maty ós von Mezőkövesd, durch deren Einrichtungsgegenstände sowie durch die Volkstrachten von Borsodszirák und Mezőkövesd vertreten. In der vorliegenden Studie werden die Geschichte zur Auswahl für die Borsoder Teilausstellung, deren historische Begründung sowie Bewertung vorgestellt. Auch im Verlauf der Ereignisse zur „Belebung" des Volkskundedorfes und in den Volksbräuchen spielte Borsod eine ausschlaggebende Rolle. So erntete zum Beispiel die Vorführung der Matyó-Hochzeit einen Riesenerfolg. Auf diese Weise kam den Veranstaltungen zur Tausendjahresfeier, was die Wiederentdeckung volkstümlicher Kultur und ihre Einschätzung, insbesondere jedoch, was die Einschätzung der sogenannten spezifischen Volkskunst der Matyós von Südborsod angeht, eine wichtige Rolle zu. Gleichzeitig bildete das Volkskundedorf auch die Grundlage für die volkskünstlerische Sammlung des Volkskundemuseums und spornte die eben frisch aufgenommene Muséologie der ungarischen Volkskunde sowie alle volkskundlichen Forschungen an. Márta Fügedi 362