A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 27. Tanulmányok a 70 esztendős Végvári Lajos tiszteletére. (1989)
K.VÉGH Katalin: Császárkori telep Miskolc-Szirmán
hinweist. In Nordungarn wurde in den römerzeitlichen Sieldungen im Stadion von Ózd, 61 von Garadna 62 und von Szilvásvárad 63 Schlacke gefunden. Schmelzofen ist noch keiner zum Vorschein gekommen, aber die Schlackenfunde beweisen, daß der Abbau von Eisenerz und dessen Aufarbeitung nach den Kelten weiter fortgeführt wurde. 67 Im Verlaufe der Siedlungserscheinungen zeigten sich zahlreiche Ausgrabung. Die in der Gegend des II. und IX.. des XIV. und XXV., des XV., des XVIII. und wahrscheinlich des XXVI. Abschnittes aufgeschlossenen Objekte waren Häuser. Diese Wohngruben wurden in den Boden gegraben, das Dach wurde von in Pfostenlöcher gestellten Pfählen getragen. Die geringe Zahl der Pfostenlöcher weist darauf hin, daß sich das Dach auf die Erdoberfläche gestützt haben kann. Ein ähnliches Haus, wie es im II. Abschnitt der Siedlung gefunden wurde, haben wir in der Siedlung im Stadion von Ózd angetroffen. 68 Der Eingang des im XVIII. Abschnitt zum Vorschein gekommenen, teilweise freigelegten Hauses wird auf der bogenförmigen, treppenartig ausgebildeten Seite gewesen sein. Ähnliche Wohngruben wurden ebenfalls in der Siedlung im Stadion von Ózd gefunden. 64 In der Wohngrube haben wir keinen Lehmfußboden gefunden. Die im Laufe der Ausgebung zum Vorschein gekommenen Lehmmauerstücken mit Ruten- und Schilfabdrücken weisen darauf hin, daß die Wände der Häuser aus geflochtenen, mit Lehm beschmiertem Material bestanden. Die Feuerstellen waren innerhalb des Hauses, wir haben jedoch auch mehrere offene Feuerstellen gefunden. Die Herde sind - mit Ausnahme des im Haus im IL Abschnitt gefundenen (verbrannter Fleck, Asche) - aus Lehm hergestellt worden. In Nordungarn sind Häuser aus der Römerzeit bisher aus Árka, Szilvásvárad, Zalkod, 70 Ózd, Szirmabesenyő, 71 aus der Gegend des Donauknies aus Szob, 72 Letkés, 73 Ipolytölgyes 74 bekannt, die ähnlich wie die Häuser von Miskolc-Szirma in die Erde gegraben wurden, viereckig, von kleinem Ausmaß waren und aus einem Raum bestehen. In der Anzahl der Pfosten und deren Anordnung unterscheiden sie sich dagegen. Den nordungarischen Wohngruben ähnliche, aus der Römerzeit stammende, aber zum größten Teil aus mehr Pfosten bestehende Häuser sind in der Ostslowakei, 75 in der Westslowakei, in mährischen Gegenden, 76 an den Fundorten der Puchov-Kultur, 77 in Siedlungen der Przeworsk-Kultur in Polen, 78 in der Gegend des oberen Dnjestr, 79 und im Gebiet der Tschernjachov-Kultur 8 " zum Vorschein gekommen. Dieser in die Erde gegrabene, viereckige, kleine, aus einem Raum (selten aus zwei Räumen) bestehende Wohnhaustyp mit gestampften Wänden war als allgemein, aufweiten Gebieten verbreitet. Die Anordnung des Einganges, weiterhin die Zahl und Verteilung der Pfosten und die sich daraus ergebende Dachkonstruktion entwickelte innerhalb dieses Typs verschiedene Wohnhausformen. Nach den Beobachtungen ist während der ganzen Römerzeit gleichzeitig mit mehreren Hausformen zu rechnen. 82 Die Vorgänger der Häuser aus der Römerzeit finden wir in der späten Eisenzeit. Die Formen der keltischen Wohngruben leben in der Kaiserzeit auf den Gebieten des heutigen Polens, Böhmens weiter 83 und es sind auch viele Ähnlichkeiten mit den Häusern Ungarns aus der späten Eisenzeit und der Römerzeit zu finden. 84 Die Öfen kamen außerhalb der Wohngruben zum Vorschein, sie waren ein- oder zweiteilig. In mehreren Fällen wurden Überreste von Lehmwänden, von Gewölben gefunden. Nach den Funden zu urteilen wurden die zwei Typen gleichzeitig verwendet. Ähnliche Öfen wurden in Arka, Zalkod, 8? Ózd, Szirmabesenyő 86 ausgegraben, diese waren ebenfalls im Freien angeordnet. Ähnlich wie bei anderen Siedlungen der Römerzeit kamen auch in Miskolc-Szirma zahlreiche Gruben ans Tageslicht. Wahrscheinlich ist ein Teil von diesen als Abfallgrube, ein anderer Teil als Lebensmittellager oder zu anderen wirtschaftlichen Zwecken, eventuell zum Gewinnen von Lehm, verwendet worden. 498