A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 2. (1958)

KALICZ Nándor: Későbronzkori urnatemető Igrici község határában

62 KALICZ NÁNDOR Schüsseln: Tai II, 7; Taf. III, 1; Taf. IV, 1, 3, 6; 42-43 Henkeltassen und Krüge: Taf. I, 1—2, 5—6; Taf. II. 3, 6; Taf. III, 5, 7; Taf. IV, 2, 5, 8; Taf. V, 3—7; 9, 11;""" Töpfen: Taf. I, 3, 60-63 Haupttypen der Metalle: längsgerippte Armreifen: Taf. V, 2 а — e, 64-69 . Massive Armringe von dreieckigem Durchschnitt mit geometrischen Verzie­rung. 70-75 Massiver Armring mit offenen Enden, abschnittweise sich wieder­holdenden gravierten Strichbündeln, Taf. IV, 4; 76­8 o ; Armreif mit entgegen­gesetzten Endspiralen. 81 "" 84 ' Armring mit gerollten Enden: Taf. III, 2; 85 Anhän­ger, Nadeln und andere Bronzen. 86-87 Die Parallelen der im Fundgut vorkommenden Gefässe und Metallbei­gaben finden wir hauptsächlich unter dem Fundmaterial der Hügelgräberkultur. Der Einfluss der vorangegangenen einheimischen Kultur ist ziemlich unbedeu­tend. Die Funde bezeugen, dass vom Blickpunkt der Entwicklung der Egyeker Kultur der Einfluss der Hügelgräberkulturs ausschlaggebend war und in dieser Frage müssen wir Bona gegenüber Mozsolics recht geben. Was aber das Metallgewerbe anbetrifft, muss festgestellt werden, dass die Metallfunde der Gräberfelder (Mozsolics В IV) auch das der Gräberfelder der Egyeker Kultur mit den Stücken des Koszider Schatzfundes im wesentlichen übereinstimmen, die laut Mozsolics — bereits gegen Ende der В III verborgen worden waren. Somit müssen wir — in Anbetrachtnahme des Metallgewerbes und der damit verknüpften historischen Deutung (mit Ausnahme der Entste­hung der Egyeker Kultur) Bona das Recht zusprechen: denn das Metallgewerbe vom Typ Koszider blühte nach der Mozsolics В HI-Periode. Die Egyeker Kultur unterscheidet sich in vielem von den ihr vorangegan­genen örtlichen Kulturen, der Füzesabonyer und der Gyulavarsánder Kultur. a) Die Füzesabonyer Kultur hält an der Leichenbestattung fest, während die Egyeker Kultur ihre Leichen verbrennt. b) Bei der Egyeker Kultur finden wir die Tellsiedlungen der Füzesabonyer Kultur nicht vor. c) Die Keramik und das Metallgewerbe der beiden Kulturen weist einen auffallend grossen Unterschied auf. Auf dem Gebiet der Vatyaer Kultur erfolgte eine derartige Verschmelzung zwischen der eingesessenen Einwohnerschaft und den Trägern der Hügelgräber­kultur, dass die Siedlungen vielenortes weiter fortbestanden, was sich im Fund­material widerspiegelt, wie es Bona auch nachweist. Auf dem Gebiet der Gyula­varsánder und Füzesabonyer Kulturen kann von der gegenseitigen Verschmel­zung nicht die Rede sein. Dies bedeutet aber auch, dass diese beiden Kulturen wesentlich von einander verschieden waren (das Volk der Vatyaer Kultur stand der Völkerschaft der neuen Kultur näher), doch bedeutet dies, dass auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen der Eroberer ganz anders gestaltet waren, als die der Füzesabonyer- und Gyulavarsánder Kulturen. Nach dem Erscheinen der neuen Kultur setzte sich das Leben in anderen Bahnen fort und auch anderswo, als in den vergangenen Zeiten, doch bedeutet dies keineswegs die Auswanderung des ganzen Volkes. Der Grossteil der Einwohner blieb an Ort und Stelle, übernahm die kulturellen Eigenheiten der Eroberer,

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