Bakó Ferenc: Bükki barlanglakások (Borsodi Kismonográfiák 3. Miskolc, 1977)

gibt es noch nicht. 2. Der Ofen der Einzellenwohnung mündet in dieselbe Richtung. Als Schutz wird ein primitiver Heizungsraum werden vom Schauer aufgehalten — einen Abzug oder Schornstein gebaut, der in den meisten Fällen nicht ganz geschlossen, sondern nach 1—2 Seiten offen ist. Der Rauchabzug ist noch ungelöst. 3. Dieser Heizungsraum entwickelt sich weiter, indem an seine Stelle eine Küche aus festerem Baustoff gebaut wird, doch ohne gelösten Rauchabzug. 4. Schliesslich entwickelt sich in der Höhlenwohnung eine Küche mit freiem Schornstein, von der aus der Ofen geheizt wird. Dem freien Schornstein geht eine primitivere Variante vor­aus: über der Ofenöffnung treibt ein Flammenfang den Rauch in einen engeren Schornstein. Als Einzelbeispiel kann die Küche aus Sirok dienen, die aus einer Zimmerecke abgetrennt und mit einem eigenen Eingang versehen wurde. Die Höhlenwohnungen wurden zwischen den zwei Weltkriegen von drei Schichten des Bauerntums bewohnt. 1. Gustarbeiter, Knechte, Hirten, Winzler in den Gesindehäusern, die sich an die Wirtschaftgebäude (Stall, Weinkeller) anschlössen. 2. Tagelöhner ohne oder mit wenig Besitz, die in ihren eigenen Kellerhäusern wohnten. 3. Kleinbauern mit einem Grundeigentum unter 10 Katast­ral j och, deren Kellerhäuser in Ausmass und Ausbildung von höhe­rem Niveau waren. Die zweite Gruppe war die grösste, ihr folgten die dritte und dann die erste. Die Wohnungen wurden vom Staat seit Ende der 20-er Jahre, zum grössten Teil aber erst nach 1945 liquidiert. Die noch brauchbaren Wohnungen wurden von Zigeu­nern in Besitz genommen. Abgesehen davon hängt die Lebensweise der Höhlenbewohner zweifellos mit dem Weinbau zusammen. Selbst die ärmsten Leute besassen einen Weinkeller, denn die Tagelöhner wurden von den Grossgrundbesitzern oft mit Weintrauben oder Wein bezahlt. Es kann nicht bewiesen werden, dass die Höhlenwohnungen im Bükk-Gebirge älter sind als zweihundert Jahre, doch die Lebens­form kann ohne Zweifel bis zur Arpadenzeit zurückgeführt werden. Die in Stein gehauenen Mönchszellen und das ganze Kloster auf der Halbinsel Tihany können auf die Mitte des XL Jahrhunderts datiert werden. Höhlenbauten kirchlichen Charakters können auch auf un­serem Gebiet nachgewiesen werden, allerdings nur in sehr geringer Zahl (Höhlenbad in Tapolca, Einsiedlerhöhle in Demjén, Fragmente der Höhlenkirche in Istenmezeje). Im Bükk-Gebirge kommen zu­sammen mit den Höhlenwohnungen die in Stein gehauenen Bienen­stöcke vor, die der extensiven Bienenzucht dienten. Im Zusammen­hang mit den Bienenstöcken wurde festgestellt, dass ihre Anwen­dung bis ins XL Jahrhundert zurückgeht. Es ist anzunehmen, dass 114

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