Bakó Ferenc: Bükki barlanglakások (Borsodi Kismonográfiák 3. Miskolc, 1977)

der völkischen Bautätigkeit gab es Lösungen, denen die einzelnen Räume nicht von einander getrennt wurden, es gibt keine Türen, keine Trennwände. Der Raum wurde nur funktionsmässig auf­geteilt. Der Grundriss wird auch von der Heizung und dem Rauch­abzug bestimmt. Dieses Problem wurde in Oberungarn in vielen Varianten gelöst. Die Untersuchung der Höhlenwohnung ergänzt dieses Bild, da die Höhlenwohnungen immer mit einiger Verspä­tung der allgemeinen Modernisierung folgten und so einige ar­chaische Elemente bewahrten. Die primitivste Lösung, die freie Feuerstelle ohne Rauchabzug kennen wir nur noch aus Erzählun­gen. In den untersuchten Höhlenwohnungen fanden wir zwei Grund­typen des Ofens : Öfen mit Innen- und Aussenf euerstelle. Öfen mit Innenfeuerstelle fanden wir in Ein_ und Zweizellen­häusern, und damit können folgende Varianten unterschieden wer­den (Abb. 85). a) In Einzellenwohnungen: 1. Der Ofen ist an einer Seite in den Naturstein gehauen und hat weder Rauchabzug noch Schornstein. Der Rauch wird durch die Tür- und Fensteröffnungen abgeführt. 2. Über dem eingehauenen Ofen ist ein Abzug, über den der Rauch in den gebohrten Schornstein geleitet wird. 3. Der Ofen befindet sich im Innern der Wohnung —- ist also nicht mehr in den Stein gehauen — und darüber befinden sich Abzug und Schorn­stein, b) In Zweizellenwohnungen: 4. Beim Kellertyp ist an der Sei­tenwand des äusseren Raumes ein Ofen, ausserhalb des Wohn­raumes. Die Innenräume werden auch von hier geheizt. Über dem Ofen befinden sich Rauchabzug und Schornstein. 5. Beim Keller­typ befindet sich der Ofen im zweiten Raum, ebenfalls mit Abzug und Schornstein. Alle Räume werden von hier geheizt. 6. Beim Strassenzeilentyp haben beide Räume in Stein gehauene Öfen mit Innenfeuerstelle, Abzug und Schornstein. 7. Bei demselben Typ ist in der Küche ein in Stein gehauener Ofen, im Zimmer steht der Ofen frei im Raum. Über beiden befinden sich Abzug und Schornstein. Der Rauchabzug des Wohnraumes wurde auch in den Höhlen­wohnungen durch die äussere Heizung des Ofens gelöst. Dieser Ofentyp hängt mit der Zweizellenwohnung zusammen, weil seine Öffnung ausserhalb des Wohnraumes und seine Kochplatte schon seit langer Zeit durch einen gesonderten Bau, die Küche geschützt wurden. Nach den Ofenformen der Höhlenwohnungen im Bükk­Gebirge konnte man die Küche vor der Ofenöffnung als zweiten Raum der Wohnung rekanstruiren (Abb. 86). Die Etnwicklungsformen des Ofens mit Aussenheizung : 1. Gá­doros-Typ (gádor = Kellerhals): Die Öffnung des Ofens mündet bei den Kellerhals-Typen in den Kellerhals. Qualm und Funken 113

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