Bakó Ferenc: Bükki barlanglakások (Borsodi Kismonográfiák 3. Miskolc, 1977)
Der erste Teil der Abhandlung beschreibt die Höhlenbauten zwischen Eger und Miskolc in topographischer Ordnung. Es werden 12 Siedlungen beschrieben, angefangen mit der Situation der Höhlenwohnungen inerhalb des Siedlungsgefüges, forgeführt mit historischen und statistischen Daten, literarischen Erwähnungen. In der Beschreibung dominieren die aus Überlieferungen bekannten und die noch bestehenden Bauwerke, die der Autor nach Typen ordnete. Der zweite Teil der Arbeit analisiert die Angaben des 1. Teiles und die Zusammenhäge vor Formen, Typen und Entwicklung für das ganze Gebiet aufzuzeigen. Die Höhlenwohnungen liegen oft am Rande der Siedlungen, mit diesen nur in lockerer Verbindung — auf den Hügeln, oder aber eingenistet in die Terrassen des Flussufers, säumen die Absiedlung. Der Hof fehlt entwender ganz oder ist sehr klein, der Hof der alten Wohnungen wird von einem Zaun aus Naturstein markiert. Das Geländeniveau betreffend können die Wohnungen in zwei Typen eingeteilt werden. Bei dem einem Typ sind Eingang und Fussboden auf einem Niveau mit dem Gelände, bei dem andern sind sie in einer Vertiefung angelegt, die gleichzeitig der kleine Hof der Wohnung ist. Die Wohnung liegt also 1,5—2,5 m tiefer als das Geländernveau. In diesem Falle wird die Vertiefung „gádor" oder „tornác" genannt, im Laufe der Entwicklung wird sie von Mauern umgeben und überdacht (Abb. 40—42, 44, 47 —48). Die verschiedenen Grundrissformen zeigen folgende Entwicklungsordnung. Am häufigsten kommen Einraum-, Einzellenwohnungen vor, weil heute nur die ärmsten Leute in solchen Höhlen hausen. Aus diesem Typ haben sich drei weitere Typen entwickelt. (Abb. 84.) Der erste ist der Strassenzeilentyp, dessen zwei, später drei Zellen miteinander durch eine Tür verbunden sind. Die Küche ist durch einen Auseneingang erreichbar. Jeweils eine Seite der Räume liegt an der Strassenseite. Im zweiten — gegliederten —Typ sind neben dem Wohnungskern weitere Räume angeordnet, die alle einen Extraeingang vom Hof her haben. Der dritte Typ, der Kellertyp, unterscheidet sich von den anderen Typen darin, dass die Räume nicht parallel zur Strasse, sondern kellerähnlich, d.h. mit ihrer Längsachse zum FeLsmassiv angeordnet sind. Bei diesem Typ bekommt nur der erste Raum Tageslicht, die innenliegenden Räume werden nur durch die Öffnungen in den Querwänden indirekt beleuchtet. Es wurden auch Versuche gemacht, die Höhlenwohnung in senkrechter Richtung zu vergrössern. Wohlhabende Steinmetze haben sich zweigeschossige Häuser gebaut, es sind davon aber nur zwei Beispiele bekannt (Abb. 31—31). Im sehr frühen Abschnitt 112