Müller-Walter Judit: Mehr als Lebensgeschichten. Schicksale (Pécs, 2010)
Vik'.r ét h»t PM'll fei« .«to» Mi-lyft ItigtilJrttbnrlHÍt tiít rrll " "WÁ " ' IVkro. • ttetörnbi < *"-' /Vek to , .IÁ M Das am 27. November 1949 in Debrecen ausgestellte Dokument, qualifiziert die zur Heimkehr nötige Ausrüstung der Tante Vávi. Eine der jüngsten unter den Verschleppten war die garade 17 Jahre alte Borbála Pálfi, (später Frau István Eiblinger) Tante Vavi. Sie musste fünf Jahre in Sibirien verbringen, wo sie häufig in einer Kälte von -40° C in drei Schichten alle Arten von Arbeit verrichten musste. Laut einer Erhebung wurden aus dem Dorf 138 Menschen, vor allem junge Frauen und Mädchen in die Sowjetunion verschleppt, denn die Männer waren zu der Zeit noch im Krieg, oder in Kriegsgefangenschaft. Sie kehrte am 27. November 1949 mit einem der letzten Transporte zurück. Auf dem Foto ist Tante Vavi gerade 22 Jahre alt. Sie sitzt vorne als zweite von rechts. Unter ihnen ist ein einziger Mann zu sehen. Von den Verschleppten des Dorfes leben heute nur noch 20, es sind alle Frauen. Das erzähte mir Tante Resi (Frau János Schramm). Es war rührend als sie mir erzählte, dass sie eines Nachts nicht schlafen konnte und darüber nachdachte, welche ihrer Leidensgenossinnen wohl noch leben würden.