Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1958) (Pécs, 1958)
Dombay János: Kőrézkori és kora-vaskori település nyomai a pécsváradi Arany-hegyen
KŐRÉZKORI ÉS К ÓRA-VASKORI TELEPÜLÉS NYÔÎVÎAÎ 99 wegen wurde es vergrössert (11. Bild). Der Vorraum des Gebäudes wurde umgestaltet: seine Stirnseite wurde abgeschlossen, wodurch das Wohngebäude eine Grösse von 5,5x6,5 m erreichte, dann wurde vor das Gebäude wieder ein neuer Vorraum gebaut, der sogar grösser war als der erste. Es kann auch möglich sein, dass bei der Vergrösserung des Gebäudes nur ein kleinerer, an der Stirnseite schmälerer Vorraum dazugebaut wurde, dessen Stirnseite in der Linie der Pfeilergruben 147. und 162. lag (11. Bild). Auch das scheint nicht ausgeschlossen zu sein, class bei der Vergrösserung des Gebäudes ein zweiter —, aber grösserer als der frühere Vorraum — Wohnraum mit einem davorliegenden Vorraum in dem mit den Grubenpfeilern 165., 162., F7, F8, 147., und 143. bestimmten Gebiet Idazugebaut wurde (12. Bild). Zusammenfassend können wir feststellen, dass die Wohngebäude entweder die Form eines Quadrats oder eines unregelmässigen Vierecks hatten. Das Gerüst der Wände bildete rundes Langholz. Im Falle eines Satteldaches wurde auch dies von solchen getragen. Die Gruben waren immer vertikale, wirkliche Pfeilergruben im Gegensatz zu denen der Wirtschaftsgebäude, die oft eine nischenartige Ausbuchtung zeigen. Sie wurden auf die Erdoberfläche gebaut. Die Reste ihrer Wände und Dachgerüste wurden am Bergabhang weggeschwemmt und gingen zugrunde. In grösserer Menge haben wir weder Lehmbewurfstücke noch Holzreste in dem Gebiet gefunden, so entbehren wir nähere Angaben über die Wände und das Dachgerüst. Da es sich um Wände mit Holzgerüst handelt, kann man an eine Bleichwand mit Lehmbewurf oder Blockmauer denken. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Wände aus dünnerem, gespaltetem Rundholz gebaut wurden. Dies wurde mit den Flächen nach innen vertikal an die Stangen, die an dem Wandpfeiler g er üst horizontal befestigt waren, oder horizontal unmittelbar auf die Wandgerüstpfeiler dicht neben einander angebracht; die Lücken wurden dann mit Lehm geschlossen. Für den Eingang und das Licht Hess man eine entsprechende, verschliessbare Öffnung. Am Wandfuss hatte man wahr scheinlich gegen Regen und Schneewasser eine Erdaufschüttung errichtet. Die kleineren Häuser hatten sicherlich ein flaches Dach. Auf die horizontale Bedachung hat man das Deckmaterial — Stroh oder Heu — gelegt, das oben in einer Spitze auslief. Die grösseren Häuser hatten ein Satteldach. Das Deckmaterial konnte auch hier Stroh oder Heu sein, konnte aber auch aus gespaltenen Holz bestehen. Die kleineren Häuser bestanden aus einem einzigen Raum, in den grösseren Häusern können aber nach bestimmten Anzeichen mehrere gewesen sein. An der Stirnfläche befand sich meistens ein offener Vorraum. Auch dafür besitzen wir Anzeichen, dass am Ende des Hauses eine Scheune stand. Auf dem Ausgrabungsgelände fanden wir auch Überreste zahlreicher Wirtschaftsgebäude. Es scheint uns, dass, wenn wir uns auf die Grabungsergebnisse und unsere Erfahrungen stützen, wir die Rekonstruktion mehrerer Wirtschaftsgebäude versuchen können. In der III. Grabungsfläche um die 111. bienenkorbförmige Pfeilergrube, ausserhalb der Bodenlinie bestanden vier vertikale Pfeilergruben (17. Bild 1—2). In diesen stand je eine Baumgabel. Die zwei einander gegenüberstehenden (112—109., 114—110) hielten je einen horizontalen Balken, auf die Balken quer gelegt wurden und auf diese dann wiederum eine Schicht quer (17. Bild 3). Auf diese legte man in spitzer Form Stroh. An der äusseren Seite der baumgabel wurden horizontal zwei-drei Balken befestigt und zwischen sie steckte man vertikal dünnere. Die das Dach haltenden Baumgabeln bildeten sogleich das Gerüst der Bleichwand (17. Bild 4). Der schliessbare Eingang konnte zwischen zwei beliebigen Baumgabeln sein. Auf Grund der 113. Pfeilergrube nehmen wir an, dass er zwischen der 112. und 114. gewesen ist. Dieser Fund deutet dahin, dass die bienenkorbförmigen Vorratsgruben auch bedacht, manchmal sogar mit Zaun umgeben wurden. In der VII. Grabungsfläche am Rande der 259. Grube befanden sich sieben nischenartige Ausbuchtungen. Die 260. und 266., 261. und 265., 262. und 264. bildeten je ein Paar (19. Bild 1). In diesen standen nach innen schräge in eine Spitze zusammenlaufende und miteinander befestigte Sparren. Gben kreutzten sie sich. In den so entstandenen Gabeln lag der Kronenbalken. Der in die 263. Grube gestellte Balken stützte sich oben in die Gabeln der in der 262. und 264. stehenden Sparren. Dadurch wurde die hintere Seite abgeschlossen (19. Bild 2). An der äusseren Seite der Sparren wurden in horizontaler Richtung entsprechende Balken befestigt, Wodurch sich das Dachgerüst als zur Festhaltung des Deckstrohs geeignet erwies. Es kann auch möglich sein, dass die 260. und 263., weiterhin die 266. und 264. Gruben ein Paar bildeten und dass nur zwei Sparrenpaare bestanden. In diesem Falle geschah die Abschliessung der vorderen kurzen Seite mit in die 265. Grube, die der hinteren, aber mit in die 261. und 262. nach innen schräg gestellten und oben an die Sparren befestigten Balken. Nach den nischenartigen Ausbuchtungen könnte man auch daran denken, dass das Haus eine kuppelartige Bedachung hatte mit einer in der 260. und 263., sowie in der 266. und 264. Grube befestigten Rippen. In diesem Falle wurden die in die 265. und 261—262. gestellten, zur Abschliessung der vorderen und hinteren kurzen Seite dienenden gebogenen Balken an diese befestigt. An den Rippen hat man horizontale Balken befestigt, die ihre Verschiebung nach hinten und vorn verhinderten. Auf das von uns schon oben beschriebene Dachgerüst kam das Stroh. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich in der 260. und 266., 261. und 265., weiterhin in der 262. und 264. je eine Rippe spannte, in die 263. dagegen sich ein zur Abschliessung der hinteren Seite dienender, gebogener und oben an die hintere Rippe befestigter Balken stützte. Um das Gebäude fanden wir elf Pfeilergruben vertikaler Richtung. Diese bildeten das Gerüst des 7*