Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1958) (Pécs, 1958)

Dombay János: Kőrézkori és kora-vaskori település nyomai a pécsváradi Arany-hegyen

100 DOMBAY JÁNOS Zaunes, da zum Dachgerüst des Gebäudes sich an den Rändern befindende, nischenartige Ausbuhctun­den gehörten (19. Bild 2—3). Den Zaun brauchte man zum Schutze gegen die Tiere. An die das Gerüst des Zaunes bildenden Holzpfeiler wurden in horizonta­ler Richtung entsprechende Balken befestigt und zwischen diese steckte man vertikal dünnere (19. Bild 3). Nach der Entfernung der 216., 220., 273., 267. und 256. von einander nehmen wir an, dass die 255., 252., 254. und 214. eventuell nicht zum Zaun ge­hörten. In der 255. Grube, da diese weiter nach in­nen lag, konnte ein Holzpfeiler oder eine Baum­gabel zu anderen Zwecken (Abhäuptungspfeiler oder einer zum Trocknen der Gefässe) gestanden haben, die übrigen wurden vielleicht zur Reparatur des Zaunes verwendet. Es kann aber auch sein, dass der Zaun an der südlichen Seite geradlinig war, in die­sem Falle gehörten alle Pfeiler zwischen den 214. und 252. Gruben dazu. Im Hinblick auf die einander naheliegenden Gruben kann man auch an die Re­paratur des Zaunes denken. Für die Stelle der 271. Grube nahmen wir eine zugrunde gegangene oder in deren Füllerde unkennbar gewordene Pfeiler­grube an. In den sechs nischenartigen Ausbuchtungen, die am äusseren Rande der um die 320. Grube befind­lichen Bank waren, standen die das Dachgerüst bil­denden Balken. Die 324., und 319., 323., und 318., weiterhin die 321. und 322. Gruben bildeten ein Paar (20. Bild 1). In den ersten zwei Gruben standen nach innen schräge Sparren. Diese hielten den Kro­nenbalken. Es ist möglich, dass auch in der letzteren solche standen, da sie aber nahe zu einander lagen, scheint es wahrscheinlicher zu sein, dass mit in diese schräg eingestellten und an den Sparrenpaaren 318—323. befestigten Balken die hintere kurze Seite abgeschlossen wurde (20. Bild. 2). Die Bedachung geschah wie oben beschrieben. Die die Grube von drei Seiten umgebende Bank diente als Abstell­fläche. Der Eingang kann zwischen der 324. und 319. Grube gewesen sein. Nach den nischenartigen Ausbuchtungen könnte man auch an eine kuppelartige Bedachung denken. In diesem Falle muss man sich an Stelle der Spar­renpaare je eine starke Rippe vorstellen. Die 325. könnte der oben beschriebenen ähnlich gewesen sein, nur grösser. Im Dachgerüst waren zwei nach innen schräge Sparrenpaare, die in der 326. und 325d., sowie in der 325b. und 376. standen. Die kurzen Seiten wurden durch in die 327. und 374. nach innen schräg gestellten entsprechenden Balken abgeschlossen. Die Stufen konnten sogleich als Ab­st eilfläche dienen. Wir halten es nicht für unmöglich, dass die Be­dachung kuppelartig gewesen sein konnte, und zwar in der selben Weise, wie oben beschrieben. Die 330. könnte eine Grube mit horizontaler Eedachung gewesen sein. Zu ihrer Bedachung wur­den vielleicht dicht an den Rändern aneinander ge­stellte Balken verwendet. Die Lücken wurden mit dünnen Ästen oder Stroh oder mit Lehm geschlos­sen. Über dem horizontalen Dach schüttete man die Erde kegelförmig auf (20. Bild 2). Um diese drei Gebäude fanden wir fünfzehn Pieilergruben, die einen ungefähr viereckigen Platz umgrenzten. Da sich hier keine anderen, mit ihnen in Zusammenhang zu bringenden Gruben (Gebäude) befanden, konnten sie nur zu dem die drei Wirt­schaftsgebäude umgebenden Zaun gehören. Die Li­nie des Zaunes zog sich an der nordwestlichen Seite über die 331. und 268. Grube hin. Aus diesem Grunde könnten diese früher oder später errichtet worden sein. Auf Grund der Entfernung der Zaunpfeiler von einander nahmen wir eine fehlende Grube zwischen den 257. und 332. an (F), die wahrscheinlich bei der Grabung der 368. zugrunde ging oder in deren Füll­erde unkenntlich wurde (20. Bild 1, 3). Die 317. lag wesentlich mehr nach innen, darum konnte sie nicht zum Zaun gehören. Ein Abhäu­tungspfeiler, eine Baumgabel für das Trocknen der Gefässe oder ein Holzpfeiler zu anderen Zwecken könnte darin gestanden haben (20. Bild 1, 3). Am Rande der 519a fanden wir acht nischen­artige Ausbuchtungen (22. Bild 1). Die 520. und 526., 521. und 525. sowie die 522. und 524. standen ein­ander gegenüber und bildeten je ein Paar. Nach ihren Lagen könnten auch die 527. und 523. ihr Paar gehabt haben, diese müssten aber flacher gewesen sein und sind zugrunde gegangen. Sie könnten zwi­schen den 527. und 520. sowie den 522. und 523. ge­wesen sein, darum nahmen wir bei unserem Rekon­struktionsversuch hier je eine fehlende an (F, Fl). Auch das Lichtbild zeigt, dass der Löss sich hier nur 37—42 cm tief unter der heutigen Oberfläche befand (Taf. XXXVII. 1, 4). Nach den in dem darüber liegenden Resten ge­fundenen, grossen, gebogenen Brocken des Lehm­bewurfs mit Ruten (Gerten) und Zweigabdrücken (Taf. XXXVIII. la—lb, 2a—2b) hatte sie eine kup­pelartige Bedachung. Dafür sprachen auch die ni­schenartigen Ausbuchtungen an den Rändern. In die 520. und 526., 521. und 525., sowie in die 522, und 524. hat man die zwei Enden je eines entsprechend starken und langen, gebogenen rohen Balkens ge­steckt. Infolge ihrer Elastizität spannten sie sich und konnten sich nur in der Richtung der Längs­achse bewegen. An den äusseren Seiten dieser drei Rippen befestigte man horizontal entsprechend lange Balken. Danach konnten sich die einzelnen Rippen in keiner Richtung mehr bewegen, und allein die ganze Konstruktion besass in der Richtung der Längsachse eine Bewegungsmöglichkeit. Jetzt stellte man an den zwei kurzen Seiten in die 527. und Fl, sowie in die 523. und F. je einen entsprechend lan­gen, starken, unbehauenen Stamm, der nach innen gebogen, und dessen oberes Ende an den Rippen be­festigt wurde. Infolge ihrer Elastizität spannten sich auch diese. In horizontaler Richtung, in einer ent­sprechenden Entfernung von einander wurden auch an die äussere Seite dieser Stämme geeignete Bal­ken angebracht und ihr Ende wurde an den äusser­sten Rippen befestigt. Jetzt konnte sich das Dach­gerüst in keiner Richtung mehr bewegen (22. Bild 2). Nach den Stücken des Lehmbewurfs mit Zweige­abdrücken zu urteilen, wurde das weiter entspre­chend ausgebildete Dach mit aus Spreu und Reibe gemischten Lehm bestrichen. Die beiderseitige Be­streichung zeigt, dass die gewölbt (äussere) und hohl (innere) gebogenen Brocken des Lehmbewurfs

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