Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1958) (Pécs, 1958)

Dombay János: Kőrézkori és kora-vaskori település nyomai a pécsváradi Arany-hegyen

ÔÔ DOMBAY JÁNOS den Schnurhenkel versehenen schöpfgefässartigen Schüsseln (Taf. XIX. 6, XXVII. 9, XLIII. 2—3), die höchtens mit Knoten verzierten, hohlen, breitran­digen Schüsseln mit einem Henkel (Taf. V. 3, XIX. 1 = XLIII. 4, XXII. 9) stellen jüngere Formen dar: sie können in das Ende des HA und in den An­fang des HB gesetzt werden. Darin, dass bei den letzteren der Rand der Henkel an beiden Seiten emporragt (Taf. V. 3, VI. 1, XXVII. 9), spitzig zu­läuft (Taf. XXII.. 9) und ihre Linie gebrochen wird, sehen wir eine Verwandtschaft mit den Schalen der Podoler Kultur, die ebenfalls einen spitzig zu­laufenden Rand besitzen. Darum glauben wir, dass diese schon zur frühen HB Periode gehören. Die an einigen von unseren Schalen bemerkbare breite, vertikale (Taf. XVIII. 9), sowie breite, quer­liegende, wellige Kanelüre, weiterhin die quer und im Zick-Zack verlaufende kanelierte Bandverzie­rung weist auch auf den Anfang des HB. Zusammenfassend können wir sagen, dass in unserem Fundmaterial vom Berg Arany sich frühere (Velatitzer) und spätere (Podoler) Elemente mischen, aber die früheren überwiegen. Der Anfang der An­siedlung ist also in die HA Periode zu setzen. Wie es aus den oben gesagten schon klar wurde, hat unser Fundmaterial viele gleiche und verwandte Züge mit dem archäologischen Material des Donau­bogens, bzw. mit der Kultur von Vál und Chotin in der Slowakei. Das ist deswegen bemerkenswert, weil das archäologische Material der Váler Kultur auch eben mit der Chotiner Kultur enge Beziehun­gen aufweist. Da unser früheisenzeitliches Fundmaterial gar keine Beziehungen zu dem späten bronzezeitlichen archäologischen Material unseres Gebietes aufweist, denken wir, dass sein Auftauchen mit dem Auf­treten einer vom Norden und Nordwesten hervor­drigenden fremden Volksgruppe zusammenhängt. Nach den Anzeichen bildeten sich in der Umgebung des Soproner, — Köszeger Gebirges, im Mittelge­birge von Dunántúl sowie in der Gegend des Me­csekgebirges grössere Ansiedlungsschwerpunkte. Aus den früheisenzeitlichen Ansiedlungsspuren kann man auf Wohnhäuser mit den dazu gehörigen Wirtschafsgebäuden schliessen, die auf die Erdober­fläche gebaut worden sind. Aus den Überresten kann man die Rekonstruktion einiger Grundrisse und sogar die völligere einiger Wirtschaftsgebäude ver­suchen. Spuren von Wohnhäuseren fanden wir an zwei Stellen; an der südwestlichen Seite der IV. und V. und an der nordöstlichen der VI — IX. Grabungs­fläche. In dem durch die Pfeilergruben 139., 185—188., 183., F3, 179., F4, 172., F5., 169., 168., F6, 164., F2, Fl, 152.Д50., und F umgrenzten Gebiet stand unseres Erachtens ein Wohnhaus mit einem rechteckför­migen Grundriss von 7,6x4 m (10. Bild). Dafür spricht, dass die Pfeilergruben im allgemeinen klein waren, durchschnittlich dieselbe Form und Tiefe besassen, also zum selben Haus gehörten. Es blieb aber unentschieden, ob die drei Pfeilergruben innerhalb der Wand (177—178, 184) zum Gebäude gehörten. Wenn ja, so spielten sie bei der Reparatur oder bei der Einrichtung eine Rolle. Um die Mitte der Wände der Längsseiten fehl­ten jene Pfeilergruben, wo die den Satteldachfirst haltenden Holzpfeiler hätten stehen können. Daraus kann man schliessen, dass das Gebäude eine hori­zontale Bedachung hatte. Auf die das Gerüst der Längswände bildenden Holzpfeiler wurde in hori­zontaler Richtung Langholz gelegt, das gespalten war. Auf dieses kam dann querliegend dicht ne­beneinander, dünneres, ebenfalls gespaltenes Holz. Diese Bedachung wurde evtl. von aussen mit Lehm bestrichen. Das auf der horizontalen Be­dachung geschichtete Stroh bekam eine dem Sattel­dach ähnliche Form, damit das Regenwasser von ihr berunterrinnen konnte. Die Fussbodenschicht und ihre Überreste wurden am Bergabhang weg­geschwemmt. Aus diesem Grunde besitzen wir keine Angaben, wie die Wände gebaut wurden. Wir haben weder Holzüberreste, noch Lehmbewurfstücke ge­funden. An Stelle dieses Gebäudes wurde später ein anderes gebaut (10. Bild). An der nordwestlichen und südöstlichen Seite waren je drei (85, 78, 72, — 182, 174, 170), an der südwestlichen je vier Pfei­lergruben (72, 162, 165, 170), an der nordöstlichen Seite zog sich eine Reihe grösserer Pfeilergruben hin (85, 148—143, 180—182, 10. Bild). Unsere Ver­mutung wird dadurch unterstützt, dass die vier Eckpfeiler (85, 72, 170, 182) am Ende der Reihen standen. Über sie hinaus waren in keiner Richtung weitere Pfeilergruben, die mit den Reihen in Verbindung zu bringen waren. Auf Grund der Pfeilergruben kann man ver­schiedene Grundrissrekonstruktionen versuchen (10—12. Bild). Da von allen Zeichnungen vorliegen, halten wir es für ausreichend, wenn wir nur eine eingehend beschreiben : Die 155. Pfeilergrube steht ihrer ovaler Form und Grösse nach den Pfeilergruben des zweiten Ge­bäudes näher und könnte deschalb zum zweiten Gebände gehören. In der Linie der Gruben 163. und 145., die sich mit der oben genannten in einer Rich­tung befanden, erstreckte sich die Stirnfläche, in der also drei Holzpfeiler standen. Drei waren es auch an der hinteren Seite (182, 174, 170) mit ersteren parallel. Die vier Eckpfeiler des Gebäudes standen in den 145., 182., 170. und 163. Pfeilergruben. Auf Grund der 165. und der ihr gegenüberstehenden 143. Pfeilergrube ist anzunehmen, dass noch eine Pfeilerreihe vorhanden war, deren mittlerer Pfeiler in der an Stelle der 153. Pfeilergrube gestanden haben müsste, die aber infolge der Ausgrabung der Grube vernichtet oder in deren Füllerde unerkenn­bar wurde (F7). Diese konnte mit der 155. und 174. sogleich die Achse des Gebäudes bilden. Demente sprechend bestand das Gebäude aus einem mit den Pfeilergruben 143., 182., 174., 170., 165., und F7 zu bestimmendem Wohnraum von ungeführ 4x6,5 m Grösse und aus dem davorstehenden mit der Pfeiler­grubenreihe 145., 155., und 163. zu bestimmenden, ungefähr 1,6x6,5 m grossen, frontal evtl offenen Vorraum (10. Bild). Das Gebäude hatte ein Sattel­dach, dessen Gerüst die in den Pfeilergruben 155., F7 und 174. stehenden, höheren Holzpfeiler hielten. Dieses Gebäude erwies sich später vielleicht durch das Anwachsen der Familie als zu eng, des-

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