Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Brunnen. Kaum vereinbarten sie sich, wurde eine Kette Weingarten der direkten Nachbarin, Frau Hamzó. in einem Monat kaufbar. Hier kam das Vorkaufsrecht der Nachbarschaft bestimmt zur Geltung, weil ihn Adolf Hoffer ungewöhnlich billig: für 120 Forint kaufte. 32 Bis der Anschaffung des drei Ketten großen Grundbesitzes in Közeiszőlő vergingen 30 Jahre seit der Einsiedlung der Familie. Das Kaufen der neueren Grundstücke war schon viel leichter. Das 1860er Jahrzehnt ist die Zeitperiode des Grunderwerbs. Der alte Hoffer mußte nicht nur für den Unterhalt, den die Apotheke si­cherte, sondern auch für die erwachsenden Söhne, für ihre zukünftige Erbschaft sorgen. Nach der Meinung der Ortsansässigen sei der Weingarten das Grundstück der Armen, der ehemaligen Irredempten. Diese Grundstücke der Inquilinen seien mit vieler Arbeit fruchtbar gemacht worden, sie seien nur für Weinanbau geeignet. Nach der redempten Wert- und Rechtsordnung bezogen sich nicht einmal die jazyg-kumanischen Erbregeln auf diese Felder. Auch die Töchter konnten den Weingarten erben, und er bedeutete weder wirtschaft­liches noch politisches Redemptenvorrecht. Obwohl diese ehemaligen Privilegien seit 1853 formell nicht mehr existierten, lebten sie aber im örtlichen Gewohnheitsrecht weiter, und die Größe der Kapital­grundstücke bedeutete noch immer den Rang. In das örtliche Grund­buch wurde genau eingetragen, wer welche Scholle ursprünglich zurückkaufte. Wenn jemand ein Stück Ackerfeld verkaufte, verkaufte er gleichzeitig immer ein Ablösungsfeld mit den angehafteten Rech­ten zusammen. Adolf Hoffer kaufte das erste Kapitalgrundstück von Imre Herédi aus der Ablösung von István Herédi Szabó im Jahre 1860. Der Grundbesitz von 27 Katastraljoch 284 Quadratklafter bedeutete ein Redemptionswert von 34 Forint 28 Kreuzer. Noch in diesem Jahr konnte er sich noch 2 Katastraljoch 818 Quadratklafter aus der Ab­lösung von Márton Banos dem Jüngeren verschaffen. Der Verkäufer war Mátyás Karsai. Hoffer schloß also das Jahr 1860 mit der Be­sitzung eines gekauften Ablösungs-, also Kapitalgrundbesitzes von 29 Katastraljoch 1.102 Quadratklafter. Die nächste Möglichkeit, sich Feld zu kaufen, ergab sich nach fünf Jahren Im Frühling 1865 kaufte er von Imre Herédi wieder aus der Ablösung von Imre Herédi Szabó ein vier Katastraljoch großes 32 BKML. Kf. lt. Polg. Törv. Sz. ir. L. 61. F. 7. Sz. 36-37/1859. 199

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