Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Grundstück, das neben dem vorher gekauften Feld lag. Im nächsten Jahr erhielt er Weiderecht auf der Pußte Ferencszállás: ein Stück von János Falábú und ein Stück von Sándor Illés. In der Zeit der Redemption wurde die Pußta Ferencszállás in Ka­pitalgrundstücke nicht aufgeteilt, sondern wurde sie als gemeinsam zurückgekauftes Gebiet als Weide gebraucht. Die Weide, die das Kompossessorat verwaltete, wurde nach jahrelangen juridischen Aus­einandersetzungen und gesellschaftlichen Konflikten unter den ehe­maligen Redempten, die innere Grundbesitze hatten, im Verhältnis der Redemptenablösung 1855 aufgeteilt.^ Aus der parzellierten Pußte wurden Szentkút, Nyomás, die Umgebung des Sees von Ferenc­szállás, Postatilalmas und 200 Katastraljoch ausgemessen. Das übrig­gebliebene Gebiet wurde nach den Plänen des Ingenieurs von Oros­háza, János Lépésy, in Fluren aufgeteilt, und am 17. November 1855 in persönliches Eigentum gegeben. Nach dem Abschluß der Eigen­tunisstreitigkeiten konnte der Immobiliarverkehr auch auf diesem Gebiet angefangen werden, und dadurch ergab sich eine neue Mög­lichkeit für den Grunderwerb. Adolf Hoffer kaufte von drei Besitzern in der Flur XX. von Ferencszállás insgesamt 45 Katastraljoch 273 Quadratklafter. Damit wurde sein Grundbesitz - ohne Weingarten - 83 Katastraljoch 794 Quadratklafter, sein Gesamtablösungswert war 75 Forint 9 Kreuzer. Im Verhältnis zur Größe der Gebiete ist diese Summe ziemlich klein, aber der Ablösungspreis der aufgeteilten Pußta Ferencszállás war ziemlich niedrig. 34 Adolf Hoffer war schon in dieser Zeit ein anerkannter Bürger der Stadt, sein Prestige wurde durch sein eigenes Vermögen und durch das der Familie Horváth unterstützt. Er lebte in seinem Haus in der Innenstadt und führte die sog. „Alte Apotheke". Im Jahre 1868 ­nach dem Ausgleich von 1867 - wurde er zu einem der Abge­ordneten der Stadt in die Generalversammlung des neuorganisierten Jazyg- Kumanischen Bezirks gewählt. Das war die erste Stufe seiner öffentlichen Tätigkeit. Er wurde tatsächlich in die Stadt aufgenom­men. Er gewann das Vertrauen, in der großmächtigen Bezirksgeneral­versammlung die Interessen der Stadt vertreten zu dürfen. 33 János Fekete verarbeitete das Problem der Pußtenaufteilungen, 1981. 34 Zur Zeit der Redemption kostete 140 Katastraljoch 305 Forint. — BKML. Kf. lt. Közbirtokossági telekkönyv 1854. 1076. sz. 200

Next

/
Oldalképek
Tartalom