Levéltári Szemle, 34. (1984)

Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.

seine Siegerstellung auch nach ausser stets zum Ausdruck bringen wolle. Die deutscherseits bezüglich des Schicksales der besetzten Gebiete Russlands aufgestellten Grundsätze seien ein Hohn auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker; diese Auffassung komme auch in der ganzen ausländischen Presse zum Ausdruck und habe dem Zustande­kommen eines allgemeinen Weltfriedens gewiss nur geschadet. Er sei vollkommen davon überzeugt, dass alle Völker den Frieden wünschen, er wiesse, dass diese Tendenz gerade in österreichisch-ungarischer Monarchie durchgreife; auch in Deutschland sei das Volk für den Frieden, dort würden aber diese Bestrebungen durch den Miliatrismus gehemmt. Abhilfe werde nur durch eine Revolution geschaffen werden können, in Frankreich begannen dem Volke bereits die Augen aufzu­gehen und so sei dort in Bä'lde ein Ausbruch zu erwarten. Deutsch­land, das auch Amerika in die Konflagration hineingerissen ha'tt , wolle offenbar den Krieg bis zur Erschöpfung führen." Abschliessend bemerkte Lenin, dass trotz der deutschen Schroffheit die Verhand­lungen von der russischen Regierung weitergeführt werden, er hoffe, dass ihr Ergebnis der Friede sein werde. Ich namh Gelegenheit, Herrn Lenin an den schleppenden und bat ihn eindringlichst, auf eine Beschleunigung der Verhandlungen und weitergehende Berücksichtigung unserer Anträge hinzuwirken; er sagte mir seine Unterstützung bereitwilligst zu und erwähnte hiebei die der Regelung der Verhandlungsgegenstande auf innerpolitischem Gebiete entgegenstehenden Schwierigkeiten. Mit der Rada sei noch immer Einvernehmen nicht zu erzielen gewesen, die Volksstimmung in der Ukraina sei aber gegen die separatistische Politik der Rada und für ein Zusammengehen mit Petersburg; er hoffe, dass eine Einigung in nicht zu ferner Zeit erfolgen werde; wesentlich grös­212

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