Levéltári Közlemények, 74. (2003)

Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.

290 Forrásközlések der Kongregations- und Wahlgastmáhler, \vo sie den Versammelten das Reich der Töne öffneten, ist fúr sie versiegt. Die röm. Katolischen habén 66 Pfarrer, welche dem Kaschauer Bischof unterstehen, die griech. Katolischen 130, die dem Bischof von Eperies untergeordnet sind, die Evangelischen záhlen 3, die Reformierten 78, die griech. nicht Unierten eine. Das Übergewicht in sozialer Beziehung habén die Reformierten, welche seit langer Zeit in dem Pataker Collegium einen theoretischen, in den Ujhelyer Kongregationen einen praktischen Sammelpunkt hatten, von wo aus die vereinten Strahlen erwarmend wohl auch sengend bald da. bald dorthin sich wandten, wahrend die übrigen Konfessionen. besonders die griech. katolische in der Dunkelheit vegetirten. Das Charakteristische der Refomierten dieser Gegend ist der Widerspruchsgeist. die Kunstlosigkeit, das Vorherrschen der Massen, die geringe Macht der Autoritát, der rationalistische Dunkel mit Unterdrückung der Richtung nach dem geheimnissvollen Jenseits. Man erkennt an wenig Phrasen die Zempliner Reformierten, die slets die Klügeren sein vvollen und gern über die Formen der Geselligkeit sich hinwegsetzen. Ihre Kirchen verwerfen jeden Prunk. diese sind der Widerschein der kalten, gemüthlosen Betrachtung, welche in der Seele der Reformierten thront. Der Professor beugt sich vor dem Schüler, der Prediger vor der Gemeinde. der Beamte vor dem Volke. Insbesondere belauscht der Geistliche der Wünsche der ihm anvertrauten Heerde, denn seine Stellung ist prekár, und er kann auch sehr leicht wegen versáumter Biicklinge seinen Posten verlieren, den íhm die Gemeinde ganz alléin verlieh. Ihre Theologie ist weit mehr mit den Stellen der deutschen mühsam übersetzten Philosophen ausgeschmückt, wie mit jenen der heiligen Schrift; nirgend ist der deutsche Pantheismus so sehr Volksreligion geworden. wie bei den Reformierten dieser Gegenden, die den lebendigen Gott gegen ein starres Bild der Abstraktion vertauscht zu habén scheinen. Seit das Latéin aus ihrem Bereiche verbannt ist, seit sie auch nicht mehr deutsch lernen, seit man mit ihnen nur noch ungarisch sprechen kann, ist, wenn nichts dagegen geschieht, ihre jüngste Generation in allén Beziehungen auch im Felde der Religion auf ein einziges Element, das magyarische beschrankt. Es ist unschwer zu erwarthen, ob ihnen dórt die Früchte reifen werden, ohne derén Genuss nach dem Zeugniss der Geschichte kein Volk der geistigen, sittlichen und geselligen Verarmung entgeht. Ihrem Priesterstand scheint es an der höheren Weise zu fehlen. seine Glieder treten in denselben ein und aus, ohne dass ihnen ein unauslöschliches Merkmal bliebe. Es ist nach Allém diesem erklarlich, wie es in Ungarn dahin kam, dass ein grosser Theil der Nation das wankende, irdische, vergángliche Sprachelement zu dem höchsten Ziele des Sterbens erhob; in früheren Jahrhunderten rangén die Völker nach den Gütern des Himmels, hier nach der Syprematie eines Dictionars. Es thut im Zempliner Komitat Noth, die Gleichserrichtung der Sprachen kosequent durchzufúhren. Eine grosse Schwierigkeit liegt in der Versunkenheit der slawischen Dialekte dieser Gegend, aus welchem das Böhmische, Russische und Polnische in buntem Gemische herausklingt. Es ist nöthig, der Kultur der Schriftsprache, an welche diese Dialekte sich anlehnen, Vorschub zu leisten. Die magyarische Parthei wirft nicht ohne Grund den Slawen vor, dass sie ihre eigene Sprache nicht kennen, und insinuirt ihnen, dass sie lieber das Ungarische adoptieren möchten, als den entarteten Jargon íhrer Heimath. So lange das Volk seine Sprache nicht schriftmassig kennt, ist es auch schwer, sich seines Idioms in dem Amte zu bedienen, man setzt sich und es selbst in Verlegenheit. Der Weg zu dieser Sprachkultur ist ein doppelter, der Weg der Kirche und jener der Schule. Die evangelischen Slawen des Gömörer Komitats und der Zips verdanken es ihrer Kirche, dass ihnen der altböhmische Dialekt, in welchem ein Comenius seine klassischen Werke schrieb, ganz zugánglich ist. Dórt findet man auch eine Mcnge Leute, die gut slowakisch schreiben, denn aus der Quelle ihrer Kirchenbücher schöpfen sie die reinste Terminologie, und es erübrigt ihnen nur dem dórt gewonnenen Sprachschatze einen slowakischen Zuschnitt zu gebén. Die slawische Geistigkeit des Zempliner Komitats ist aber in diesem Fache zurück, denn sie hat lateinische Kirchenbücher, und lernt das Slawische nur aus dem Volksmunde. Die Predigten.

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