Levéltári Közlemények, 74. (2003)

Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.

282 Forrásközlések insbesondere der sogenannte Toplyathal zu den gesegnetesten Gegenden des Landes. Die Ufer der Flüsse waren durch hundertjáhrige stolze Eichen géziért, die schönsten Wiesen wechselten mit üppigen Feldparthien ab. Es kam eine Zeit der Vervvilderung. wo das neue Geschlecht den Waldreichthum rücksichtslos angriff und die Berge ihres Schmuckes entkleidete. Die zahlreichen kleinen Bergwasser hatten von nun an kein Hemmniss mehr. Sie stürzten. so oft ihr Wasserstand eine gevvisse Höhe erreichte, mit grösster Schnelligkeit in ihre Recipienten, die Hernád, Toplya und Ondava. sie nahmen die lockere Decke der Berge mit sich, und veranlassten hindurch nach allén Richtungen Überschwemmungen. so, dass kaum einzelne Winkel zu finden sind, die nicht auf diese Weise heimgesucht vvorden waren. Nach wenig Jahren wurde die ganze Gegend durch Versandungen so gehoben, dass die Hauptstrassen immer mehr und mehr erhöht werden mussten, und die schönsten Brücken z. B. jené von Vásárhely, die nach dem Erinnern altér Leute von Stein gebaut war, und zehn Wölbungen hatte. verschwanden. Dieser verderbliche Prozess der Elemente dauert fórt, man hat ein praktisches Seitenstück zu der Theorie der erptunischen Formationen vor Augen. Vor etwa zwei Dezennien beschloss das Komitat die Regulierung dieser Flüsse. Man fúhrte von Szürnyeg gegen Kardicsa einen noch jetzt in ziemlich gutem Zustande befindlichen 5000 Klafter langen Kanál. Dieser Lichtstrahl einer besseren Zukunft blitzte nur auf, und verschvvand, denn die Fortsetzung dieses schön begonnenen Werkes scheiterte am Geldmangel, und an dem in Ungarn so beklagenswerthen Kampfe der Provinzial- und Eokalinteressen, dem Kampf, welcher sich in den Komitatssitzungen stets erneuerte. und Alles zur Seite schob, was nicht von der Leidenschaft, sondern von einer vernünftigen Ansicht der Dinge herkam. Bei siebenzigtausend Jahr wurden sodann nach und nach eine Beute der Wásser. lm Jahre 1845 bildete sich die Ondava-Toplyaer Regulierungsgesellschaft, die im Wege von Aktién und einiger Unterstützung, der Regierung ein Kapital von 130 000 flMze zusammenbrachte. Sie begann ihre Operationen mit der Ausbesserung des Szürnyeger Kanals, und unternahm neue Arbeiten bei Bosnyicza, die gerade einigen Fortgang hatten, als die Revolution hereinbrach. Im Allgemeinen sind auf eine Strecke von 5700 Klaftern die Dámme fertig, auf 9000 Klafter begonnen, jedoch nicht auf die normálé Höhe gehoben. Neue Kanálé gibt es in einer Lángé von 3500 Klaftern. ausserdem einige hundert Klafter begonnen, aber nicht beendet. Die Bodrog und die Theiss sind dadurch schádlich. dass die ihren grossen Wassermassen nicht schnell genug vorwárts eilen, sondern durch die unzáhligen Krümmungen des Flussbeetes. durch die zunehmenden Versandungen und das schwache Gefáll aufgehalten. bei dem geringsten Steigen des Wassers sich in den Ufergegenden ergiessen. Die Wassermenge dieser Flüsse ist eine ungeheuere. denn sie nehmen den Wasserinhalt eines 670 Geviertmeilen betragenden Gebirgslandes in sich auf, vvelches unaufhörlich den Wassergehalt der endlosen unteren Ebene an sich zieht, so dass es dórt immer regnet oder schneit. Die Karpathen an der Ungarischen Seite habén nicht jené sanfte Abdachung wie das gleichnamige Gebirge an der Galizischen Seite. Sie bilden gegen den sengenden Síiden zu konzentrische Berggruppen, derén oft zehn Fuss hoher Schnee plötzlich schmilzt. und in einem Nu die zahllosen gegen die Theiss hinwendenden Gebirgsbáche mit Wassermassen Füllt. Die Menge Schlangenkrümmungen der Bodrog und Theiss verursachen Anschopfungen des Eises, das zu Zeiten Gebiete von vielen Geviertmeilen heimsucht. und Gruppén zu Wege bringt, welche an die Eisberge der Nordsee lebhaft erinnern. Das Verlaufen der Wásser in der Bodrog- unf Theissgegend ist ein sehr langsames oft monatelang sich hinziehendes, es ist die Ursache, dass die paradiesische Gegend der Bodrogköz zeitweise zum Sumpfe wird. Das Übel war vor Zeiten nicht so arg, wie jetzt. Der jetzt versumpfte Fluss Kancsa, ein Nachbar der Theiss,war noch im Jahr 1613 schiffbar. Man erkannte frühzeitig die Grösse des Übels. Im Jahre 1722 liess Kaiser Kari VI bewahrte Hydrotechniker einen umfassenden Regulationsplan bearbeiten und den Standén vorlegen, er liegt, wie man weiss. in den Archíven des Landes, wo das Bleigewicht der Vergessenheit auf ihm lastet. In der neueren Epoche hat ein gefeierter Genius, dessen Namen allén vvahren Freunden des Landes unvergesslich ist, diese Arbeiten wieder in Gang bringen wollen sein Wirken aber wurde vielfaitig behindert. Die Geschichte der Theissregulierungsgesellschaft, welche auch das

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